26. August 2019, 20:38 Uhr

Nahe beieinander

»Adlerhorst«-Gebäude und Scheune brennen

Für mehrere Feuerwehrleute hat der Montagmorgen mit wenig Schlaf begonnen. In der Nacht gab es gleich zwei Großeinsätze in Ober-Mörlen und Butzbach.
26. August 2019, 20:38 Uhr
In Maibach ist eine Scheune komplett abgebrannt. Die Rauchsäule ist kilometerweit zu sehen.

Im Butzbacher Stadtteil Maibach brannte eine Scheune ab; und in Langenhain-Ziegenberg musste ein Brand im Dachstuhl der ehemaligen Bunkeranlage »Adlerhorst« gelöscht werden. Beide Orte liegen nur drei Kilometer Luftlinie voneinander entfernt.

Die Rauchsäule war kilometerweit zu sehen: Die freistehende Scheune im Suderweg in Maibach brannte komplett ab. Der Schaden wird auf 150 000 Euro geschätzt. Passanten hatten das Feuer gegen 19.40 Uhr entdeckt. Weil die Scheune, in der vor allem Arbeitsgeräte gelagert waren, sowohl an das Wohngebiet als auch an Felder grenzte, mussten die Einsatzkräfte zunächst dafür sorgen, dass sich das Feuer nicht weiter ausbreitete. Dabei wurden sie laut Mitteilung der Feuerwehr von einem renitenten Passanten gestört, der sich »gefährlich ins Einsatzgeschehen« eingemischt und trotz mehrfachen Platzverweises die Einsatzstelle nicht verlassen habe. Daraufhin habe man die Polizei alarmiert, die den Platzverweis durchsetzte. Erfreulich hingegen die große Hilfsbereitschaft der Maibacher Bevölkerung, die mit Getränken und Essen zur Stelle war. Parallel kam der Versorgungstrupp aus Hoch-Weisel zum Einsatz.

Die Löscharbeiten zogen sich bis in die Nacht: Die Scheune war eingestürzt, es gab mehrere Glutnester. Am Montag zog ein Bagger die Brandreste auseinander; erst dann konnte alles gelöscht werden. Insgesamt 60 Feuerwehrleute aus Butzbach und Bad Nauheim, darunter 33 Atemschutzgeräteträger, waren beteiligt.

Ursache in beiden Fällen unklar

Die Brandursache bedarf der weiteren Ermittlungen. Wer Hinweise hierzu geben kann, wird gebeten, sich bei der Polizei Butzbach, Tel. 0 60 33/70 43-0, zu melden.

Um 4.37 Uhr folgte der nächste Alarm: Ein Passant hatte im Vorbeifahren ein Feuer im Dachstuhl eines verlassenen Gebäudes auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände in der Schloßstraße in Langenhain-Ziegenberg entdeckt. Auch die Fassade brannte bereits. Mehrere Angriffstrupps unter Atemschutz waren nötig, um das Feuer zu löschen. Ein Trupp blieb mit der Wärmebildkamera vor Ort zur Brandwache. Die Polizei schätzt den Schaden auf 80 000 Euro. Die Ursache für den Brand ist noch unklar. Das hinter Stacheldrahtzaun gelegenen einstige Führerhauptquartier ist videoüberwacht. Womöglich hilft das der Polizei bei ihren Ermittlungen. Sie bittet um Hinweise.

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