24. Juli 2018, 14:00 Uhr

Loses Pflaster

Ärger über die »Klappergasse« von Ober-Rosbach

Es sollte schön aussehen und den Charakter des historischen Ortskerns von Ober-Rosbach unterstreichen. Doch jetzt klagen Anwohner immer wieder über das laute Klappern der Pflastersteine.
24. Juli 2018, 14:00 Uhr
Der Boden im Ober-Rosbacher Ortskern ist schon häufig ausgebessert worden. Dennoch: Spätestens ein halbes Jahr später fing es wieder an zu klappern, beklagen die Anwohner.

Als Ende 2003 die alte Ortsdurchfahrt über die Friedberger bzw. Homburger Straße erneuert worden war, entschied man sich – anstelle des bisherigen Asphalt-Belags – für eine Pflasterung in der Farbe »Herbstlaub«. Jetzt klagen Anwohner immer wieder über das laute Klappern der Pflastersteine, wenn Autos oder Busse der Linie 33 darüber rollen.

»Die Straße ist schon etliche Male ausgebessert worden, aber das hält nur für ein halbes oder dreiviertel Jahr, dann geht alles wieder von vorn los«, sagt eine lärmgeplagte Bürgerin. Sie hatte bei einer der Ausbesserungs-Maßnahmen (»Das waren bisher mindestens fünf oder sechs«) den beauftragten Unternehmer angesprochen und gefragt, warum das Problem nicht dauerhaft gelöst werden könne. »Er sagte mir, dass das Pflaster zu dünn sei, um den Durchgangsverkehr aushalten zu können.«

 

Autos zu schnell unterwegs

 

Besonders morgens oder im Feierabend-Verkehr herrscht rege Betriebsamkeit auf dem Straßenabschnitt. Nicht immer halten sich die Verkehrsteilnehmer zudem an die Geschwindigkeitsbegrenzungen. Für die Anwohner der teilweise verengten Straße ein weiteres Übel – und ihrer Meinung nach ein möglicher Grund, warum der Belag nicht dauerhaft stabil ist.

 

Stadt würde Umbau zahlen

 

Im Rathaus kennt man das Problem und hat es laut Bürgermeister Thomas Alber bereits in die Baumaßnahmenliste aufgenommen. »Es wird geprüft, welche Maßnahmen getroffen werden müssen. Eine Umsetzung ist für das nächste Jahr vorgesehen«, sagt er. Sollte ein grundlegender Austausch des Pflasters notwendig sein, werden diese Kosten nicht über die Straßenbeitragssatzung (bei der die Hauseigentümer zur Kasse gebeten werden) wieder hereingeholt.

Bürgermeister Alber sagt: »Die Straßenbau-Unterhaltung geht zu hundert Prozent zu Lasten der Stadt.« Und was die Geschwindigkeits-Überschreitungen angeht, habe man ebenfalls schon reagiert. »An geeigneten Stellen im gesamten Stadtgebiet werden in unregelmäßigen Abständen Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt und Überschreitungen entsprechend geahndet.«

Ab August wird im städtischen Ordnungsamt wieder eine Stelle besetzt werden können, um auch die nötige Personalkapazität zur Verfügung zu haben.

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