20. November 2018, 20:51 Uhr

620 Unterschriften aus 48 Schulen

20. November 2018, 20:51 Uhr
An ihrem Info-Stand auf der Friedberger Kaiserstraße haben die GEW-Vertreter Unterschriften für ihre Aktion »A13 für alle Lehrkräfte« gesammelt. (Foto: pm)

Grundschullehrer sollten genauso bezahlt werden wie ihre Kollegen an anderen Schulformen. Das fordern die drei Kreisverbände Büdingen, Friedberg und Hochtaunuskreis der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) schon seit Längerem. An ihrem Info-Stand auf dem Elvis-Presley-Platz in Friedberg sammelten sie nun Unterschriften für die Aktion »A13 für alle Lehrkräfte«.

Ein Grundgehalt von rund 3800 Euro brutto in der niedrigsten Stufe, Zulagen nicht eingerechnet. Das verlangt die GEW für hessische Grundschullehrer. Auch Kollegen aus anderen Schulformen unterstützten das Anliegen der Grundschullehrkräfte mit eigenen Resolutionen und hätten ebenfalls Boten zum Sammelpunkt am Info-Stand entsendet, berichtet Peter Zeichner, Vorsitzender des GEW-Kreisverbands Friedberg. Vor Ort konnte man sich mit Material zur Kampagne eindecken und insbesondere Kaffeetassen mit dem »A13 für alle«-Logo mitnehmen. Zeichner: Damit das Ziel der Kampagne in den Lehrerzimmern der Region bis zur Umsetzung stets präsent bleiben kann.«

Einige Länder preschen vor

Der Aktionstag der GEW wurde mittlerweile im vierten November in Folge durchgeführt. »Auch wenn die Ungleichbehandlung der Lehrkräfte bei der Bezahlung immer noch nicht aus der Welt ist, gerät doch so langsam auch politisch etwas in Bewegung, gerade auch angesichts des sich auch in anderen Bundesländern zeigenden Lehrkräftemangels im Grundschulbereich«, sagt Zeichner. So hätten die Bundesländer Berlin und Brandenburg mit der Aufwertung des Grundschullehramtes bereits 2017 begonnen. Sachsen ziehe im Januar 2019 nach, Schleswig-Holstein verfolge einen Stufenplan und auch Thüringen und NRW würden mit entsprechenden Planungen beginnen. Nun müsse Hessen nachziehen.

Dass einige Bundesländer jetzt mit Gehaltserhöhungen vorpreschen, um Lehrer zu locken, sorgt jedoch anderswo (etwa im Kultusministeriums) für Verärgerung. In Wiesbaden setzt man bislang auf die Verbesserung der Arbeitsbedingungen für Grundschullehrer statt auf Gehaltserhöhungen. Das Geld könne man besser für die Einstellung zusätzlicher Sozialpädagogen verwenden.

Die GEW hatte im Vorfeld des Aktionstages die neu gewählten bzw. bestätigten Wetterauer Landtagsabgeordneten von SPD, CDU und den Grünen eingeladen, die gesammelten Resolutionen vor Ort entgegenzunehmen. Doch lediglich Kathrin Anders von den Grünen habe sich dazu bereit erklärt. Die über 620 Unterschriften aus 48 Schulen in drei Kreisen wurden letzlich aber in der Kreisgeschäftsstelle der Grünen in Friedberg abgeben.

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