13. September 2019, 20:41 Uhr

580 Festmeter Schadholz

13. September 2019, 20:41 Uhr

Im Sommer wurde der Waldwirtschaftsplan für den Ranstädter Wald verfasst, der inzwischen angesichts von Wassermangel und Borkenkäferplage Makulatur ist. Dem Ranstädter Parlament blieb aber nichts anderes übrig, als den Waldwirtschaftsplan einstimmig anzunehmen. Auch mit Blick auf die Arbeit der in Kürze kommenden Holzvermarktungsgesellschaft.

Das Zahlenwerk, dass Förster Reinhard Käther und Sarah Heidlberger im Parlament vorstellten, sah einen Fehlbetrag von 4040 Euro vor. Ausgegangen war man von einem Aufwand in Höhe von 48 680 Euro und einem Ertrag von 51 200 Euro. Berücksichtigt wurde außerdem eine interne Leistungsverrechnung. Käther sprach von einem schleichenden Absterben der Bäume und einer Massenvermehrung des Borkenkäfers, der vor allem den Fichten schade. Die Vermarktung habe bereits gelitten.

Geplant waren für dieses Jahr ein Einschlag von 870 Festmetern, geschlagen wurden schon 850 Festmeter. Doch 500 Festmeter Fichte und 80 Festmeter Lärche Schadholz. Durch die Borkenkäferschäden sei kaum ein Erlös zu erzielen. Der Holzmarkt sei fast zusammengebrochen. Nur die Hälfte des Vorjahrespreises sei erzielt worden, sagte Käther. Außerdem seien 360 Festmeter Ranstädter Holz unverkäuflich. Und ab dem 1. Januar dürfe das Forstamt Nidda kein Holz der Kommunen mehr vermarkten. Heidlberger wies zudem auf die gestiegenen Ausgaben für Wegebau- und -erhaltung, Fremdleistungen und Maßnahmen zur Verkehrssicherung. Die Aufforstung werde teuer und die Umsetzung dieses Planes sei sehr fraglich.

Im Verlauf der Sitzung brachte die SPD einen Antrag vor, der eine öffentliche Informationsveranstaltung für die politischen Gremien und die Ranstädter Bevölkerung forderte. Darin solle ein Referent des Forstamts Nidda über die Auswirkungen der Trockenheit, die Folgen für das Wachstum der Bäume und die weitere Entwicklung des Gemeindewaldes sprechen. Michael Strecker von den Freien Wählern fügte Prüfaufträge hinzu, die sich zum einen mit der Aufforstung zusätzlicher Waldflächen beschäftigten. Zum anderen soll geprüft werden, was die Bewirtschaftung des Gemeindewaldes ganz oder in Teilen bewirken würde. Vorschläge, die Bürgermeisterin Cäcilia Reichert-Dietzel auf den Plan riefen: sie wolle prüfen, ob im Stellenplan ein Waldarbeiter, eventuell auch interkommunal, etabliert werden könne.

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