07. Juni 2017, 20:14 Uhr

24 Stunden voller Einsatz

07. Juni 2017, 20:14 Uhr
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Aus der Redaktion
Die Jugendfeuerwehren üben auch, eine verletzte Person aus dem Fahrzeug zu retten.

Die Mitglieder der Jugendfeuerwehren Beienheim und Weckesheim haben erstmals gemeinsam einen Berufsfeuerwehrtag abgehalten. Im Beienheimer Feuerwehrhaus ging es los mit der ersten Unterrichtseinheit: Funk und Sitzordnung im Fahrzeug. Kaum waren die Grundlagen geklärt, wurde die »Feuerwache« schon zu ihrem ersten Einsatz mit dem Stichwort »Auslösung Brandmeldeanlage« alarmiert! Am Einsatzort stellte sich allerdings schnell heraus, dass es sich um einen Fehlalarm gehandelt hatte. Nach einer Stärkung standen die Unterrichtseinheiten Ausleuchten und Unfallverhütungsvorschriften auf dem Plan.

Dann ging der nächste Alarm los: »Personensuche«. Spielende Kinder wurden zuletzt auf dem Parkplatz der Behindertenwerkstatt in Weckesheim gesehen. Die Eltern hatten sie am Abend als vermisst gemeldet. So schwärmten die Einsatzkräfte mit Taschenlampen und Handscheinwerfern aus. Zusätzlich wurde der Parkplatz mit den Strahlen der Fahrzeuge und dem »Power Moon« – ein beleuchtbarer Ballon – ausgeleuchtet. Schließlich konnten die Kinder gefunden und dem Rettungsdienst übergeben werden.

Am nächsten Tag startete der Unterricht mit dem Thema »FwDv 3 – Die Einheiten im Löscheinsatz«. Kurz darauf alarmierte die »Leitstelle« zu einem Einsatz unter dem Stichwort Brand. Auf dem Gelände einer landwirtschaftlichen Halle hatten Unbekannte mehrere Strohballen angesteckt. Dass diese sich nicht so schnell löschen lassen und immer wieder Glutnester aufflammten, konnten die Wehren schnell feststellen.

Zurück im Gerätehaus stand als nächste Unterrichtseinheit Brennen und Löschen auf dem Plan. Bis der nächste Einsatz kam: »Technische Hilfeleistung«. Auf einem landwirtschaftlichen Hof war die Fahrerin des Traktors gegen ein Hallentor geprallt und im Fahrerhaus eingeklemmt. Die Jugendlichen retteten sie und nahmen die ausgelaufenen Betriebsmittel mit Hilfe eines »Gully-Eis« – eine Abdichtung für Gullys – auf.

Nach dem Mittagessen und sportlicher Betätigung galt es, zu einer »unklaren Rauchentwicklung« auszurücken. Aus einem Haus, in dem sich Menschen Personen befanden, quoll Rauch. Die Jugendlichen gingen mit Atemschutzattrappen und kindgerechten Masken ins Haus – wie die Großen.

Wer beim nächsten Berufsfeuerwehrtag dabei sein möchte: Die Beienheimer Jugendwehr trifft sich mittwochs ab 18.30 Uhr, die Weckesheimer montags ab 18 Uhr. (Foto: pv)



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