04. Januar 2019, 20:47 Uhr

23,6 Millionen für die Forschung

04. Januar 2019, 20:47 Uhr
Das Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim ist in der Ludwigstraße beheimatet. Die Forscher befassen sich unter anderem mit der Frage, inwiefern man den Erfolg einer Krebstherapie vorhersehen kann. (Foto: Nici Merz)

Das Bad Nauheimer Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung und seine Kooperationspartner des »FCI – Frankfurt Cancer Institut« erhalten vom Land Hessen im Förderzeitraum 2019 bis 2022 insgesamt rund 23,6 Millionen Euro. Das Geld fließt im Rahmen des LOEWE-Programms, was für Landes-Offensive zur Entwicklung wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz steht. Es ist das zentrale Forschungsförderprogramm des Landes Hessen.

Projektpartner beim FCI sind die federführende Goethe-Universität Frankfurt, das Georg-Speyer-Haus in Frankfurt, das Bad Nauheimer Max-Planck-Institut und das Paul-Ehrlich-Institut in Langen. Zur Arbeit, an der die Bad Nauheimer beteiligt sind, heißt es in einer Mitteilung aus dem Ministerium: »Krebsgene kann man heute innerhalb weniger Tage komplett entschlüsseln. Doch um vorhersagen zu können, wie gut der Patient auf die Therapie ansprechen wird, reichen genetische Daten nur bedingt aus. Denn dazu müsste man wissen, wie sich die Mutationen innerhalb der Tumorzelle auswirken und welche Effekte dies auf das umgebende Gewebe und das Immunsystem hat.«

Entstehung von Metastasen

Mit der Beteiligung am Frankfurt Cancer Institut stärke das Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung erneut seine bereits jetzt gute Vernetzung innerhalb der Wissenschaftsgemeinschaft in der Rhein-Main-Region, zeigt sich Dr. Matthias Heil, Pressesprecher des MPI, erfreut. »Der neuerliche Erfolg bei der hessischen Exzellenzinitiative zeigt zum einen, dass die Wissenschaftler am MPI und den Frankfurter Partnern hervorragende Forschungsarbeit leisten. Zum anderen zeugt dies von der großen Bedeutung, die das Bad Nauheimer Institut für die hessische Wissenschaftslandschaft besitzt.« Zur Arbeit des Max-Planck-Instituts innerhalb der FCI-Kooperation erklärt Prof Stefan Offermanns, Direktor der Abteilung Pharmakologie, man könne in der Tumormedizin davon ausgehen, dass die klinische Anwendung etwas einfacher möglich sei als in anderen Bereichen. Deshalb biete das FCI einen erfolgversprechenden Ansatz, indem es wissenschaftliche Grundlagenforschergruppen mit klinischen Forschergruppen und Klinikern zusammenbringe. Die besondere Kompetenz des MPI liege hierbei vor allem in der Erforschung der Entstehung von Metastasen bei Colon-, Lungen- und Lebertumoren. Das MPI profitiere von der Zusammenarbeit mit kliniksnahen Arbeitsgruppen auch dadurch, »dass diese uns Biopsiematerial von Patienten zur Verfügung stellen können. Auf diese Weise können wir überprüfen, ob die Befunde, die wir in den Tiermodellen erhalten haben, sich auch an Patienten bestätigen lassen«.

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