09. Oktober 2019, 19:56 Uhr

19 Spielorte in einer Nacht

09. Oktober 2019, 19:56 Uhr
Die Mitglieder des Kulturrats werben für die erste Friedberger Kulturnacht. Am Samstagabend können die Gäste wählen zwischen Konzerten, Lesungen, Ausstellungen und Führungen. Der Eintritt gilt für alle Spielorte. (Foto: pv)

Die Friedberger Kulturszene ist vielfältig und kann nicht nur mit vielen Überraschungen aufwarten, sondern auch mit besonderen Spielorten. Diese Vielfalt zu präsentieren, ist das Ziel der ersten Friedberger Kulturnacht. »Wir haben so viele unterschiedliche Künstler und Veranstalter in der Stadt, diese Vielfalt wollen wir beleben«, sagt Andrej Seuss vom Friedberger Kulturrat. Der kommende Samstagabend in Friedberg gehört also ganz der Kunst und Kultur, zwischen 19 und 24 Uhr werden Lesungen, Führungen und Konzerte an 19 verschiedenen Orten in der Kernstadt geboten.

Der Kulturrat wurde vor zwei Jahren als loser Zusammenschluss Friedberger Kulturschaffender gegründet. Mit der Kulturnacht wolle man zeigen, dass man zusammen ein hochwertiges Angebot schaffen kann. Als eines von vielen Highlights nennt Seuss die Saxofonkonzerte von Gert Anklam um 20, 21 und 22 Uhr in der Mikwe. »Da passen aber jeweils nur 20 Leute rein.« Auch das Flötenkonzert der Wetterauer Kulturpreisträgerin Sabine Dreiher im Dicken Turm oder die Varieté-Show im Alten Hallenbad dürften Publikumsmagneten sein.

Das ist geplant: Auf einer Kultur-Achse historischer Orte vom Adolfsturm bis zur THM findet sich für jeden Geschmack etwas, um einen interessanten Abend zu verbringen. Oft finden an den unterschiedlichen Orten sich wiederholende Sets statt, sodass die Gäste mehrere Orte und Veranstaltungen am Abend besuchen können.

Im Überblick heißt das: Hoch über Friedberg liest im Adolfsturm der Poetry-Slamer Andreas Arnold aus seinen Werken, in der Burgkirche präsentiert der Kunstverein einen Silent Space, unterm Burgtor sind Dudelsackklänge zu hören. Yves Langsdorf, Vorstandsmitglied des Kunstvereins und Kurator der Mitgliederausstellung »Herzenssachen«, führt um 21 Uhr durch die neue Ausstellung. Eröffnet wird sie bereits um 18 Uhr.

In der Musikschule konzertieren Lehrer und Schüler im Alten Rathaus, in der Buchhandlung Bindernagel präsentiert Maja Nielsen ihr Buch über den Mount Everest.

Bob-Dylan-Abend im Klosterbau

In der Altstadt wohnen viele Menschen unterschiedlicher Herkunft, weshalb im Begegnungszentrum am Fünf-Finger-Platz Kinderbücher mehrsprachig vorgelesen werden, während das nahe gelegene Bibliothekszentrum auf ein Shanty-Chor-Konzert und einen Bob-Dylan-Abend setzt.

Mehrfach wird im Central-Studio der Film »Das Dokument« des Friedbergers Wolf Schmidt alias Babba Hesselbach gezeigt. Wenige Schritte weiter kann man in der Stadtkirche Chören und Orgelmusik zuhören. Die mittlerweile sehr bekannte Singer-Songwriterin Fee spielt beim Kunstverein, eine Tür weiter kann man das Wetteraumuseum nur mit einer Taschenlampe bewaffnet erforschen. Der Friedberger Variété-Künstler Markus Furtner hat befreundete Akrobaten und Variete-Künstler ins Theater Altes Hallenbad eingeladen. Freunde der Jazz-Musik kommen bei der Tuesday Night Band im Bistro Pastis auf ihre Kosten. Auf der anderen Seite der Kaiserstraße gibt es im Café-Kaktus alternativen Rock.

Ein weiterer Friedberger Kultur-Trittstein ist das Café des Erasmus-Alberus-Hauses mit den Friedberger Nachtigallen und Urban Dance der international erfolgreichen Tanz-Crew »1st cut«. Nicht weit hat man es dann bis zum Verkehrskreuz der Wetterau, dem Friedberger Bahnhof, in dem es Comedy und einen Poetry-Slam-Abend zu sehen geben wird. Den Schlusspunkt der Kultur-Achse setzt dann die THM mit Comedy-Kabarett mit Martin Guth und den kräftigen Rocksongs der Stage-Band.

Karten für 5 Euro gibt es an allen Spielorten und nur an diesem Abend. Das Eintritt-Bändchen erlaubt den Zugang zu allen Spielorten. Das komplette Programm ist vorab an den Spielorten und unter www.kulturrat-friedberg.de erhältlich.

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