31. Juli 2019, 11:05 Uhr

Zum vierten Mal

114 Adressen auf dem Flyer für den Dorfflohmarkt in Reichelsheim

Bereits zum vierten Mal steht am Sonntag der beliebte Dorfflohmarkt für die Reichelsheimer an. Organisatorin Diana Barzantny hat aber nicht nur Grund zu Freude.
31. Juli 2019, 11:05 Uhr
Diana Barzantny und ihr Mann Nico Heine mit den gelben Luftballons, die beim Dorf-Flohmarkt am Sonntag auf die Stände der Verkäufer hinweisen. (Foto: sur)

»Eigentlich müssten bei dem großen Zuspruch der letzten Jahre, die Bestände in den Kellern schon dünner geworden sein«, sinniert Organisatorin Diana Barzantny. »Doch ich wurde gleich nach dem letzten Mal gefragt, ob es den Flohmarkt wieder gibt.«

Ganze 114 Adressen von Teilnehmern stehen auf dem frisch gedruckten Flyer, der allen Besuchern die Orientierung erleichtern soll. Und noch immer klingelt bei der tatkräftigen Macherin das Telefon. Erst vor wenigen Tagen hat sich der Sportverein gemeldet; er wird am Sportplatz Essen und Trinken anbieten. »Die schaffen es leider nicht mehr auf das Plakat, denn das habe ich schon drucken lassen.«

Barzantny besuchte vor einigen Jahren den Dorfflohmarkt in Stammheim und fand die Atmosphäre einfach toll. »Die Leute haben sich so freundlich unterhalten. Das war so schön, da wollte ich das auch für Reichelsheim«, erzählt die Organisatorin. Auch weil sie da wegen ihres Sohnes, das dritte Kind, zu diesem Zeitpunkt in Erziehungszeit war, konnte sie ihre Idee in die Tat umsetzen. Zunächst legte sie den Termin fest, verteilte im Ort kleine Zettel und forderte zum Mitmachen auf. Schon beim ersten Flohmarkt 2016 beteiligten sich über 90 Anwohner.

Mittlerweile ist die Veranstaltung größer geworden. Nicht nur Anwohner, sondern auch Vereine wie der Landfrauenverband und die Gewerbetreibenden beteiligen sich. In diesem Jahr wird sogar die Gewerbemesse am gleichen Tag veranstaltet, sodass Besucher neben dem großen Angebot von privaten Flohmarktverkäufern auch von Informationsständen ortsansässiger Unternehmen und dem verkaufsoffenen Sonntag profitieren. Das Wichtigste aber ist für Barzantny, »dass sich alle amüsieren und besser kennenlernen«. Es sei nötig, dass man die Nachbarn und Anwohner gut kenne, um die Kommunikation im Ort zu verbessern.

Trotzdem bleibt der Dorfflohmarkt eine private Veranstaltung. Barzantny erwartet von den Teilnehmern einen Beitrag von 5 Euro, der die Kosten für die Werbung decken soll. Sie geht mit ihrem Geld in Vorleistung und lässt Flyer und Plakate produzieren. Die Teilnehmer erhalten in der Woche vor dem Event einen gelben Luftballon für die Hofeinfahrt oder Tür und einen Stapel Flyer, auf denen die einzelnen Anlaufstellen stehen.

Wie sie bedauernd feststellen müsse, gebe es immer einige Anwohner, die sich ohne Kostenbeitrag an der Veranstaltung beteiligen, an diesem Tag einige Luftballons aufblasen und ihren Tisch auf die Straße stellen würden. Diese Trittbrettfahrer könne man zwar nicht verhindern, doch spreche sie die Leute gezielt an, so Barzantny.

Die gesamte Organisation des Dorfflohmarkts liegt fast allein in ihren Händen. Als Mitstreiter unterstützt sie vor allem ihr Mann Nico Heine, der in diesem Jahr eine Kinderhüpfburg organisiert hat. Wichtige Stützen sind auch ihre beiden Töchter. Die Zehn- und die Zwölfjährige helfen beim Verteilen der Flyer im Ort. »Wir haben wirklich in ganz Reichelsheim jeden Briefkasten besucht«, sagt Barzantny stolz.

Schon im März habe die Vorbereitung begonnen, die bis zum eigentlichen Termin nicht wirklich ende. Für Sonntag freut sich Barzantny auf gutes Wetter und beste Stimmung bei Teilnehmern und Besuchern.

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