09. Juli 2014, 18:18 Uhr

Abi an der »August«: Acht Jahre Kammer des Schreckens

Friedberg (hei). »Habi Potter« lautete das Motto des Abiturjahrgangs an der Augustinerschule, das Schulleiter Martin Göbler in seiner Rede aufgriff: »Sie haben die Kammer des Schreckens verlassen«, sagte er den 143 Abiturienten des Friedberger Gymnasiums.
09. Juli 2014, 18:18 Uhr
Eleanor Olson und Steffen Mittmann bei der Schülerrede in der Stadthalle. (Foto: Heiko Weber)

Doch er fügte sogleich hinzu, die jungen Erwachsenen würden nicht allzu leidend aussehen und könnten »ihre« Schule entspannt und stolz verlassen. Es war der erste reine G8-Jahrgang, den er verabschiedete; ab kommendem Sommer gehört die verkürzte Schulzeit an der »August« zumindest für die Fünftklässler der Vergangenheit an. 43 Abiturienten freuten sich über eine Eins vor dem Komma, Laura Schneiderbauer bekam die Auszeichnung für das beste Abitur mit der Traumnote 1,0.

Morgens wurden in der Stadthalle die Zeugnisse überreicht, am Abend folgte am gleichen Ort der Abi-Ball, der sich im »Central« bis in die frühen Morgenstunden fortsetzte. Die Zeugnisvergabe wurde vom Bläserensemble unter Leitung von Volkhard Stahl musikalisch umrahmt. Schulleiter Göbler betonte, trotz der verkürzten Schulzeit seien die Abiturienten keinesfalls »zu kurz gekommen« und könnten »unerschrocken in die Zukunft blicken«. Er dankte der langjährigen Sekratärin Gabriele Händel (»Eine der unentbehrlichen Personen der Schule«) für die Organisation der Oberstufe und gratulierte ihr zum runden Geburtstag.

Ulrike Rhein-Kunz, selbst Mutter einer Abiturientin, sprach für den Elternbeirat und Petra Flott für den Förderverein. Wolfgang Fertsch (Rotary-Club) ehrte Björn Allef für dessen Engagement im Schulorchester und im Chor. Es gab weitere Ehrungen. Gudrun Grünwald wurde für das beste Geschichts-Abitur, Agnes Bickelhaupt für hervorragende Leistungen in Latein und Silvan Bielmeier für die beste Prüfung in Mathematik ausgezeichnet. Mathematik-Fachvorsteher Klaus Günthert ehrte die Teilnehmer des Mathematik-Wettbewerbs auf Landesebene. Dies waren Silvan Bielmeier, Kai Cui und Maximilian Lowin. Alle drei sowie Christian Debes und Raphael Steppan zählen auch zu den besten Physikern. In Chemie waren dies Melissa Bernhardt und Jonas Blochwitz.

Durch den Abi-Ball am Abend führten Kübra Süküt, Dogan Can Genis, Darius Wolf, Hendrik Friedrichsen und Sebastian Jahr auf charmante Weise. Neben Tänzen und einem leckeren Buffet wurden den Besuchern eine Diashow, ein Westerntanz sowie atemberaubende Akrobatik der Parkour-Gruppe Dunno geboten. Herzerwärmend war die Ehrung von Schulseelsorgerin Birgit Gröger, der »guten Seele der Schule«.

Höhepunkte des Abends waren die Lehrer- und Schüler-Reden. Physiklehrer Alexander Staidl forderte die jungen Erwachsenen auf, mit kritischem Blick durchs Leben zu gehen. Eleanor Olson und Steffen Mittmann blickten auf die »Rap-Battles« in den Freistunden zurück und schilderten die »Leiden des jungen Oberstufenschülers«. Der Abend endete mit dem Wise-Guys-Song »Wir hatten eine gute Zeit«, vorgetragen vom Musik-Leistungskurs. Danach wurde, wie gesagt, im »Central« weitergefeiert, doch darüber möge der Mantel des Schweigens liegen.



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