31. März 2014, 16:13 Uhr

THM begrüßt 403 neue Studenten

Friedberg (cor). »Abi 2013« steht groß auf einem Auto, das direkt vor der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) parkt. Täglich fährt der Halter, ein Student aus dem Main-Kinzig-Kreis, nach Friedberg, um seinem Berufswunsch ein Stück näher zu kommen.
31. März 2014, 16:13 Uhr
Viele Informationen zur Orientierung: Die Erstsemester blicken erwartungsvoll in die Zukunft. (Foto: Corinna Weigelt)

Er ist einer von 403 Studenten, die am Montag zum Sommersemester 2014 in den Fachbereichen begrüßt worden sind. »So viele waren es noch nie«, freute sich Erhard Jakobs von der THM-Pressestelle. Die Zahl der Studierenden liegt somit bei 4945.

»Mit dem Erstsemester beginnt ein neuer Lebensabschnitt«, begrüßte THM-Vizepräsident Prof. Dr. Klaus Behler die neuen Studenten des Fachbereichs Maschinenbau und Mechatronik. Vieles sei neu und unbekannt, sagte Prof. Behler und riet den Studenten, an der Einführungswoche teilzunehmen. Rundgänge, Vorstellungen der Netzwerkdienste, Führungen, Beratungen oder Lesungen stehen in den kommenden Tagen auf dem Programm.

»Nutzen Sie das als Möglichkeit, Menschen zu begegnen, die auf einer gleicher Wellenlänge liegen«, forderte Prof. Behler die neuen Studenten auf. Für die kommenden Semester sei Teamfähigkeit gefragt. »Ohne die kommt man auch im späteren Berufsleben nicht weiter.« Gerade in Fachbereichen des Maschinenbaus oder der Mechatronik sei auch Kreativität gefragt. Eine Fähigkeit, die den technischen Horizont erweitere. »Wir haben hier eine familiäre Atmosphäre, sprechen Sie Kollegen oder andere Studiengänger jederzeit an, wenn Sie Fragen haben.«

15 Quadratmeter für 450 Euro

Fragen brannten den Studenten viele unter den Nägeln. Ganz weit oben stand die Frage nach dem Friedberger Wohnraum. »Es ist schwer, hier etwas Bezahlbares zu finden«, sagten David Schustek und Adeel Ahmad vom AStA (Allgemeiner Studierendenausschuss). »Wir haben einen Studenten hier, der zahlt für ein 15 Quadratmeter großes Zimmer 450 Euro.« Ein Zimmer, sofern es überhaupt gefunden werde, müsse mit zusätzlichen Mitteln finanziert werden. Um das Loch in der Geldbörse wieder zu stopfen, nähmen viele Studenten einen Nebenjob an. Laut Schustek und Ahmad wird daher nicht selten ein weiteres Semester notwendig, um den Anschluss nicht zu verlieren.

Auch Ali Kaawar aus Leipzig ist auf Wohnungssuche in Friedberg. »Ich habe vor Studienbeginn viele Anfragen gestartet, alle bislang vergeblich«, erzählt der Studienanfänger. Untergekommen sei er nun bei seiner Tante – in Siegen. Somit pendelt Kawaar täglich zwischen Nordrhein-Westfalen und Hessen. Motiviert startet er trotzdem sein Studium, möchte den Master in Mechatronik machen. »Ich will danach schließlich in der Autobranche tätig werden.«

Andere Studenten haben mehr Glück mit der Anfahrt. Auf die Frage, wer denn aus der Nähe kommt, gehen in der Einführungsrunde viele Hände nach oben. Einer von ihnen kommt sogar zu Fuß. »Ich wohne auf der Kaiserstraße«, sagt der Student.

Egal, wie weit der Weg zur Hochschule auch sein mag, eines verspricht Prof. Dr. Martin Sting den neuen Studenten schon jetzt. »Für ihr späteres Berufsleben stehen die Chancen hervorragend.« Die derzeitige Lage auf dem Arbeitsmarkt zeige, dass bereits 70 Prozent der Studenten nach drei Monaten ihre beruflichen Tätigkeiten aufnähmen. Weniger als zwei Prozent benötigten ein Jahr. Wobei hiervon wiederum einige eine Neuorientierung ansteuerten. »Ihnen stehen also alle Türen offen«, betonte Prof. Sting. »Der Schlüssel zum Erfolg lautet Engagement.«

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