13. Oktober 2013, 10:38 Uhr

Außergewöhnliche Blickwinkel für den guten Zweck

Friedberg (bf). Einige Stammkäufer fragten schon Anfang September, ob es für 2014 wieder einen »Blickwinkel-Kalender« gibt. Anfang Oktober wurde der Kalender, den Andreas Kugland, Inhaber der Wetterauer Druckerei, und Fotografin Loni Schuchardt alljährlich zugunsten der Friedberger Tafel auflegen, an die Verkaufsstellen verteilt.
13. Oktober 2013, 10:38 Uhr
Kalenderübergabe mit (v. l.) Ulrike Welther (Wetterauer Druckerei), Loni Schuchardt, Bernd Schäfer und Hannelore Finkernagel. (Foto: lod)

Am Donnerstag wurde er an die Tafel-Vorsitzende Hannelore Finkernagel und ihren Stellvertreter Bernd Schäfer überreicht. Mit dabei war Ulrike Welther, Leiterin der Druckvorstufe in der Wetterauer Druckerei, die von Beginn an für das Layout verantwortlich zeichnet.

Die immer größer werdende Zahl älterer Menschen, deren Rente für ein normales Leben nicht reicht, sowie der Anstieg der Kinderarmut haben Kugland und Schuchardt bewogen, ihr Projekt fortzusetzen. Auch dieArbeit der vielen ehrenamtlichen Helfer in der Friedberger Tafel, die über 1800 Personen, darunter fast 700 Kinder, im zweiwöchigen Rhythmus mit Lebensmitteln versorgt, soll mit dem Kalender gewürdigt werden.

»Dieser Kalender ist besonders gut gelungen«, freute sich Finkernagel: »Ihr seid weiterhin unsere größten Einzelspender.« Bisher kamen durch den Kalenderverkauf und die parallel verlaufende Spendenaktion 45 000 Euro zusammen. Mit dem neuen Kalender dürfte die magische 50 000-Euro-Grenze überschritten werden. Kugland und Schuchardt sagten, wie bisher fließe jeder Euro in die Kassen der Friedberger Tafel, die ihre Arbeit ausschließlich über Spenden finanziert. Auch die Herstellung des Kalenders ist besonders. Die Wetterauer Druckerei ist Mitglied in der »Charta der 100 Unternehmen für den Klimaschutz«. Der Kalender wird CO2-neutral gedruckt auf FSC-zertifiziertem Papier aus nachhaltiger Forstwirtschaft.

Weiße und grüne »Flecken«

Die 13 Foto von Loni Schuchardt zeigen oft überraschende Blickwinkel aus Friedberg. Vielfältig sind die Motive, wobei so manches den Betrachtern wieder Rätsel aufgegeben dürfte. Die Stadtkirche im Rapsfeld ist ein typisches Beispiel: Loni Schuchardt stand bei der Aufnahme mitten in einem Acker zwischen Dorheim und Friedberg. Dank des strengen Winters findet der Betrachter zahlreiche »weiße« Winterbilder. Hübsch renovierte Häuser gibt es in der Stadt viele, ein besonders schönes findet man in der Mainzer-Tor-Anlage. Wenige Meter weiter in der Straße Am Taubenrain ist der Garten des Geburtshauses von Wolf Schmidt alias Babba Hesselbach ein wahres Kleinod. Dass die Stadt viele grüne Flecken hat, zeigen weitere Motive.

Unverändert ist der Verkaufspreis von zehn Euro. Den Kalender gibt es bei Papier Holler in der Bismarckstraße, auf der Kaiserstraße bei der Buchhandlung Bindernagel, Schreibwaren-Fix, Sanitätshaus Hähn und der Filiale der Volksbank Mittelhessen in der Haagstraße, im Tafelladen in der Kleinen Klostergasse sowie bei der Wetterauer Druckerei in Fauerbach. Online kann der Kalender bei Loni und Harald Schuchardt unter harald.schuchardt@web.de. bestellt werden.

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