27. Januar 2013, 13:13 Uhr

Beifallumrauschte erste Sitzung der »Schwarzen 7«

Friedberg (har). Nicht übertrieben ist das Kampagnen-Motto der KV Schwarze 7: »Macht euch locker, lacht euch frei: Schwarze 7 – The Voice of Narretei«. Gäbe es eine Casting-Show für Büttenstars im Stil von the »Voice of Germany«, einige aus den Reihen der Schwarzen wären dabei, allerdings wäre ein prominenter Coach überflüssig.
27. Januar 2013, 13:13 Uhr
Das Männerballett tanzte in heißen Outfit zu harten Beats

Denn einmal mehr sorgten am Samstagabend bei der ersten von fünf Sitzungen die »Altstars« mit Rosi Schäfer, Carlo Wend und Gerhard Kraus an der Spitze für unermüdliches »Freilachen«.

Die Hausband »Take Seven« heizte zunächst mit Kölschen Hits und »Mitmach-Songs« die Stimmung im Saal an, dann zeigte die Kindergruppe eine tolle Show. Acht Mädchen tanzten barfuß zum Disco-Klassiker »Kung fu fighting«. Es folgte der Einmarsch des närrischen Komitees und die Begrüßung in gereimten Versen durch Sitzungspräsident Markus Bach. Die zehn Gardemädchen zeigten zu flott arrangierten amerikanischen Melodien ihren Gardetanz und wurden mit viel Beifall belohnt.

Dann folgte die erste Überraschung: Mit Zoey Starke und Mia Dorenkamp kamen zwei Funkenmariechen auf die Bühne und bekundeten im Zwiegespräch mit Bach, endlich »Superstars« zu werden. So schlüpfte der »Präsi« in die Rolle von Dieter Bohlen, und nach der tollen Tanzshow der beiden acht und zehn Jahre alten Mädchen drückte er den »Konfetti-Buzzer« und verkündete: »Ihr dürft immer wieder kommen.«

Dann erst folgte der goldene Kirchturmhahn (Theo Hölper), der mit gewohnt spitzen Schnabel lästerte und närrisch politisierte. Das fing an bei Wulfs unrühmlichen Abgang und endete bei »Euro-Bond-Girl Angie«. Ein ums andere Mal wurde das Protokoll mit Uiui-Gesängen unterbrochen. Das war bei Büttenstar Martina Pfannmüller nicht anders. Als »Neu-50erin« berichtete sie über ihren runden Geburtstag, was in der Feststellung gipfelte: »Hilfe, ich bin fuffzig, holt mich hier raus.« »Elvis lebt« hieß es dann, denn der »hessische Amerikaner Justin Wild« schlüpfte in die Rolle des »King«, sang dessen Hits live, toll begleitet von »Take 7«. Dazwischen erzählte in seinem ihm eigenen »oberhessisch-englisch« seine Erlebnisse in der Wetterau. Mit dem Loblied auf die Fleischwurst auf die Melodie von »In the Ghetto« erreichte das Stimmungsbarometer ungeahnte Höhen, und die Zugaberufe für Christian Nüchter nahmen kein Ende. Fester Gast ist der »Meister vom Bau«, Stefan Kraus, der mit seinem sächsischen »Ein-Euro-Azubi Loddar« und dem neuen türkischen Lehrling Achmed sogar eine chinesische Delegation auf der Baustelle empfangen hat. Nach diesem Zwerchfellgenuss entführte das Mittlere Ballett die Besucher mit »Let’s twist« in die 60er Jahre. Die Sitzung lief fast aus dem Ruder, als DJ Karl alias Carlo Wendt nach einer Heavy-Metal-Party den »Rückkehr des Deutschen Schlagers« forderte. Die in die Rede integrierten Musikbeispiele von Nicoles »Ein bisschen Frieden« bis hin zu »Sieben Fässern Wein« sangen die Besucher weiter, so dass die Mischung aus Musik und Rede fast doppelt so lang wurde wie geplant. Mit »Carlo-Zugabe-Rufen« wurde der frühere Sitzungspräsident belohnt. Den Schlusspunkt des ersten Teils setzten die »Seebachstelzen«, die A-Capella die gebrochenen Wahlversprechen aufs Korn nahmen, um dann die dicken Bäuche der Männer zu besingen. Deren Kulthit »Friedberger Frauen« durfte nicht fehlen.

Nach der Pause übernahm Sitzungspräsident Matthias Schäfer das Regiment, und Pfarrer Stefan Wanske gelang zusammen mit Kaplan Sebastian Goldner gleich wieder eine enorme Zwerchfellreizung der Narrenschar. Als »ein Chef und sein Lehrling« brillierten die beiden aus der »schwarzen Zunft« mit ihren Erzählungen über ihr Leben ohne Haushälterin im Pfarrhaus. Zum Tatort wurde die Bühne dank dem Männerballett. Fünf Tresorknacker wurden von Polizisten gejagt und verhaftet. Schließlich entledigten sie sich ihrer »Dienstkleidung«, in Leggins und Achsel-T-Shirts zogen sie zu harten Beats eine tolle Tanzshow samt Zugabe ab. Als »Expertin für die männliche Seele« suchte Rosi Schäfer den »nicht weichgespülten« richtigen Mann, was zu manchem Protest der männlichen Besucher, aber auf viel Zustimmung der Geschlechtsgenossinnen führte, wie deren Feststellung: »Die Ehe ist betreutes Denken für den Mann.« Von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt waren Manfred Weber und Reiner Goy, die schließlich in heißen Korsagen als vollbusige »Rassefrauen« über die Bühne »schwebten«.

Der neue Tag war schon lange angebrochen, als endlich zu seiner persönlichen Hymne »Siehste net die Säu im Garde« der »Ockschter« einzog, diesmal verletzt und mit vielen Verbänden »dekoriert«. Einmal mehr zog Gerhard Kraus mit seinem urkomischen Vortrag im »Ockschter Platt« alle Lachregister. Uiuiui-Gesänge waren die Folge der Erzählungen der »Voice of Ockscht«, der erstmals von Sohn Stefan unterstützt wurde.

Für den optischen Schlusspunkt sorgte das große Showballett mit »Disco-Dancing« zu den Hits der Bee Gees oder von Boney M. Nach der Zugabe bleiben die Tänzerinnen und Tänzer gleich auf der Bühne, alle anderen Mitwirkenden kamen dazu, und nach dem Auszug ging’s gleich weiter mit der Party.

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