03. Januar 2013, 15:33 Uhr

Gelände der Kinderfarm Jimbala wird erschlossen

Friedberg (har). Das Königreich Jimbala liegt jenseits des Barbarischen Meeres, gleich hinter dem Gurumusch-Magnetfelsen. Viele Jahre lang ragte nur ein kleiner Zipfel davon aus dem Wasser, die Insel Lummerland, die – Jim-Knopf-Fans wissen das – nur »ungefähr doppelt so groß wie unsere Wohnung« ist.
03. Januar 2013, 15:33 Uhr
Hannes Motsch vom Jimbala-Vorstand ebnet mit der Rüttelmaschine den Weg zur Kinderfarm Jimbala, die hinter den 24 Hallen entstehen soll. (Foto: har)

. Das ist definitiv zu klein. Kinder brauchen Platz zum Spielen, zum Toben, zum Selbermachen. Deshalb hat sich im Mai 2009 in Friedberg der Verein »Kinderfarm Jimbala« gegründet. Das Ziel: Kinder sollen auf einer Farm, die sie selbst mit erbauen, den Umgang mit der Natur, mit Tieren und Pflanzen, aber auch mit anderen Kindern lernen. Nach langen Planungen haben nun die Erschließungsarbeiten auf dem Farmgelände hinter den 24 Hallen begonnen.

Friedberg (har). Das Königreich Jimbala liegt jenseits des Ba rbarischen Meeres (das nicht mit dem Barbaraviertel verwechselt werden darf), gleich hinter dem Gurumusch-Magnetfelsen. Viele Jahre lang ragte nur ein kleiner Zipfel davon aus dem Wasser, die Insel Lummerland, die – Jim-Knopf-Fans wissen das – nur »ungefähr doppelt so groß wie unsere Wohnung« ist. Das ist definitiv zu klein. Kinder brauchen Platz zum Spielen, zum Toben, zum Selbermachen.

Deshalb hat sich im Mai 2009 in Friedberg der Verein »Kinderfarm Jimbala« gegründet. Das Ziel: Kinder sollen auf einer Farm, die sie selbst mit erbauen, den Umgang mit der Natur, mit Tieren und Pflanzen, aber auch mit anderen Kindern lernen. Nach einer langen Planungsphase haben jetzt die Erschließungsarbeiten auf dem großen Farmgelände hinter den 24 Hallen begonnen.

Lange haben die Jimbala-Mitglieder auf die Erschließung ihres Geländes hingearbeitet. Jetzt haben die Arbeiten auf dem Areal hinter den 24 Hallen, entlang der Bahnlinie von und nach Dorheim, begonnen. Im Juni 2009 beschloss der Magistrat, dem Verein das Gelände zur Verfügung zu stellen. Das Stadtbauamt erarbeitete zusammen mit einer Vertreterin des Vereins den Bebauungsplan »Auf dem Ringgraben«, der nach dem Parlamentsbeschluss seit Mai rechtskräftig ist. Er ist die Voraussetzung für den Pachtvertrag.

Nun können die Bauarbeiten beginnen. Die Kosten der Erschließung trägt der Verein, die Stadt Friedberg beteiligt sich für die ebenfalls geplanten Kleingärten zur Hälfte an den angefallenen Erschließungskosten für den Straßenbau, jedoch nicht an den Kosten für die Straßenbeleuchtung sowie Versorgungsleitungen für Wasser, Strom und Telefon.

Bei der Vorbereitung arbeitete der Verein mit dem Tiefbauamt der Stadt zusammen, Unterstützung kam von einer ganzen Reihe von Firmen, Institutionen und Privatpersonen. Anfang Oktober wurden die Suchgräben zur Feststellung der Lage der vorhandenen Leitungen hergestellt. »Erfreulicherweise wurden die Arbeiten nicht durch die vorhandenen Strom-, Gas- und Fernmeldeleitungen behindert«, freut sich Jimbala-Vorstandsmitglied Hannes Motsch.

Zwei Wochen später wurde der Graben für die Wasserleitung ausgehoben und trotz mancher Hindernisse konnte die Wasserleitung verlegt werden. Gleichzeitig bekam der Verein einen zweiten Bauwagen, den die Firma Diringer & Scheidel spendete. »Mit ein bisschen Farbe und kleineren Reparaturen wird der bestimmt ganz toll«, ist sich Motsch sicher.

Einen dritten Bauwagen spendete die Firma Mark Glock. Mit dieser Firma wurden der Weg und die Stellplätze für die ebenfalls gespendeten Container auf dem Gelände hergestellt. Motsch wurde zum »Spezialisten für das Abrütteln« mit der Rüttelmaschine, wie er schmunzelnd sagt. Ende November begann der Straßenbau, »Bauhelfer« Motsch war eine Woche lang im Dauereinsatz: »Das schlimmste haben wir hinter uns, jetzt können wir uns auf die Kinder konzentrieren.«

Als nächstes ist geplant, die Versorgungsleitungen auf dem Gelände zu verlegen und eine Hügellandschaft zu gestalten. Gemeinsam mit Kindern aus dem nahe gelegenen Kindergarten und aus der Friedberger Altstadt soll im Frühjahr ein Spielbereich angelegt werden. Dazu wird eine Planungswerkstatt ins Leben gerufen, im Sommer sollen die Pläne dann umgesetzt werden. Unterstützt wird das Bauvorhaben vom Deutschen Kinderhilfswerk und den Rotariern. Wenn möglich, soll die Kinderfarm schon bald regelmäßig geöffnet werden.

Weitere Infos über den Verein Kinderfarm Jimbala und die Aktivitäten gibt es im Internet unter www.jimbala.de.

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