11. Mai 2012, 18:58 Uhr

Programm soll Anreize für die Altstadt setzen

Friedberg (cor). »Es ist ein erster Schritt in die richtige Richtung«, betonte Bürgermeister Michael Keller am gestrigen Freitag. Die Stadt will durch ein Förderprogramm im Rahmen der Altstadtsanierung die private Investitionsbereitschaft anregen und einen Beitrag für ein attraktives Erscheinungsbild leisten.
11. Mai 2012, 18:58 Uhr
Blick in die Usagasse: Geschäftshäuser und Gaststätten in der Altstadt können einen Antrag auf Sanierungsförderung stellen.

Am 15. Mai startet das Projekt, am Freitagvormittag wurde es vorgestellt durch Bürgermeister Keller sowie die Leiterin Stadtentwicklung Monika Fontaine-Kretschmer und die Projektleiterin Yvonne Woll (beide Nassauische Heimstätte). Das Anreizprogramm fördert Um- und Ausbauarbeiten zur Modernisierung und Aufwertung von Einzelhandels-, Dienstleistungs- und Gastronomieflächen. Maximal 30 Prozent der Gesamtkosten und maximal 7500 Euro beträgt der Zuschuss, den der Immobilieneigentümer innerhalb eines fest definierten Geltungsbereichs beantragen kann.

Für Arbeiten an der Gebäudefassade gibt es eigene Fördermöglichkeiten. Grundsätzlich können alle Eigentümer oder Erbbauberechtigte, deren Gewerbegrundstück im Sanierungsgebiet der Altstadt liegt, einen Antrag stellen. Nicht förderfähig sind der großflächige Einzelhandel, Ein-Euro-Shops, Spielhallen, Wettbüros und gastronomische Betriebe, deren Zweck überwiegend der Straßenverkauf ist. Außerdem zählen Fast-Food-Betriebe, Kreditinstitute, Versicherungen und Kfz-Betriebe zu den nicht förderfähigen Einrichtungen.

Ziel des Anreizprogramms ist es, das städtebauliche Erscheinungsbild der Immobilie aufzuwerten, marktgängige Einzelhandels- und Geschäftsflächen zu schaffen oder wiederherzustellen und damit die private Investitionsbereitschaft anzuregen.

Die Altstadt habe nach wie vor die Substanz, bleibe ein aktuelles Thema und benötige einen Modernisierungsschub, sagte Keller. »Wir wollen daher nicht auf dem Geld sitzenbleiben.« Für das Anreizprojekt habe man ein unbürokratisches, einfaches Verfahren geschaffen. Das Förderprogramm betreffe ein Gebiet von Burg bis Sparkasse, Alte Bahnhofsstraße bis Seewiese. Das Förderprojekt sei für Kleinmaßnahmen gedacht. Maßnahmen, die viele Leute motivierten, etwas zu tun, wie auch Monika Fontaine-Kretschmer aus Erfahrung vorangegangener Projekte weiß.

Die Stadt ist gespannt, wie das Projekt anläuft. Zeige das Anreizprogramm positive Resonanzen, könne man im nächsten Haushaltsjahr sicher noch mehr bewegen, sagte der Bürgermeister. Anträge für das Förderprogramm sind auf einem Formblatt an das Stadtbauamt Friedberg, Große Klostergasse 6, zu stellen. Eine grundsätzliche Förderzusage erfolgt nach Abschluss der Modernisierungsvereinbarung zwischen Eigentümern und dem Magistrat. Die Auszahlung der vereinbarten Fördersumme erfolgt nach Beendigung der Maßnahme.

Ebenfalls auf den Weg bringen will die Stadt ein Quartiermanagement, das zentral für die Altstadt angelegt ist. Hier wird Sabine Schäfer die soziale Managementleitung übernehmen. Für junge und ältere Bürger soll so eine Plattform geschaffen werden, die sich unter anderem mit den Themen Freizeit, Bildung und Beruf beschäftigen. Dazu sind auch Treffen zu aktuellen Themen geplant. Detaillierte Informationen zum Quartiermanagement sollen in näherer Zukunft bekanntgegeben werden.



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