23. Dezember 2011, 09:43 Uhr

Dank Spende der Johanniter Bescherung mit Freudentränen

Friedberg (har). Eine vorgezogene Bescherung erlebten am Dienstag fünf Familien aus Friedberg, Florstadt, Reichelsheim und Wölfersheim mit insgesamt 13 Kindern im Laden der Friedberger Tafel. Die Johanniter hatten Bäume, Gänse und große Kisten mit allem, was man zum Weihnachtsfest benötigt, mitgebracht.
23. Dezember 2011, 09:43 Uhr
Die erste von fünf Geschenkekisten samt Tannenbaum und Weihnachtsgans erhielten Manuela Komenda (4. v. l.) und ihre Töchter Sabrina und Lena, mit dabei sind (von links) Lena Pipke, Monika Röhler, Hannelore Finkernagel, Oliver Pitsch und Bernd Schäfer. (Foto: har)

Freudentränen flossen, denn die Kisten hatten es in sich: herzhafte und süße Leckereien, Filzstifte und Malkästen für die Kinder, schöne Düfte für die Mama und Rasierwasser für den Papa, Weihnachtsservietten und vieles mehr. »Ich kann es nicht fassen, jetzt haben wir ja doch einen Weihnachtsbaum«, freute sich eine der Empfängerinnen. Eine andere stammelte nur noch: »Ich kann es nicht glauben, dass es Menschen gibt, die so etwas für uns tun.« Diese Menschen, die für glückliche Mitmenschen sorgen, gehören alle dem Regionalverband Rhein-Main der Johanniter Unfallhilfe an.

Regionalvorstand Oliver Pitsch, Ulrike von Knorre (Öffentlichkeitsarbeit) und Lena Pipke (Johanniter-Jugend) hatten nicht nur Kisten, Bäume und Gänse mitgebracht, sondern auch einen ganzen Kofferraum voller Spielzeug. Brettspiele, Kuscheltiere, Puppenwagen, Bücher, alles Dinge, die bei der Aktion »Doppeltes Spielzeug sucht Kinder« der Johanniter-Jugend gesammelt wurden. »Das Spielzeug werden wir bei der Essensausgabe schön aufbauen, die Familien können sich dann etwas aussuchen«, sagte Tafel-Vorstandsmitglied Monika Röhler.

Seit 16 Jahren helfen die Johanniter in Frankfurt an Weihnachten bedürftigen Menschen. So wird an Heiligabend im Kaisersack vor dem Hauptbahnhof eine Suppenküche aufgebaut, wo 500 Essen ausgegeben werden. Vor drei Jahren wurden die sozialen Aktionen in der Vorweihnachtszeit auf die Region ausgeweitet, berichtete Pitsch: »Als christliche Hilfsorganisation arbeiten wir nicht nur im medizinischen, sondern auch im sozialen Bereich.« Die direkte Unterstützung von fünf bedürftigen Familien war neu und kam, wie die Reaktionen zeigten, zur richtigen Zeit. »Wir haben all das eingekauft, was wir selbst gerne zu Weihnachten einkaufen«, berichtete von Knorre. 1500 Euro wurden ausgegeben.

Die Erste, die eine Geschenkkiste in Empfang nahm; war Manuela Komenda aus Florstadt. Die gehörlose Mutter war mit ihren beiden Töchtern Lena (9) und Sabrina (7) gekommen. Die beiden Mädchen konnten ihr Glück kaum fassen: »Das ist ganz toll«, sagte Sabrina, die die Ansprachen von Pitsch und der Tafel-Vorsitzenden Hannelore Finkernagel für ihre Mutter in Gebärdensprache übersetzte. »Auch unser Opa wird sich freuen«, war sich Lena sicher.

»Das ist heute wirklich wie Weihnachten«, sagte Tafel-Vorsitzende Finkernagel, die mit ihrem Stellvertreter Bernd Schäfer und den Vorstandsmitgliedern Monika Röhler und Walter Krause zu dieser außergewöhnlichen Bescherung voller Emotionen gekommen war. »Ich hatte Krebs, habe meinen Job verloren und mich von meinem Mann getrennt«, erzählte eine Frau und bedankte sich immer wieder bei den Johannitern und den Tafel-Verantwortlichen: »Dass ihr mich ausgewählt habt, vergesse ich nie.«

»Wir haben darauf geachtet, dass Familien und Alleinerziehende, die es ganz besonders schlimm getroffen hat, die Geschenke erhalten«, erzählte Walter Krause. »Wenn wir die Gans essen, denken wir an euch«, meinte eine der beschenkten Tafel-Kundinnen.

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