02. Juni 2010, 18:16 Uhr

VfB weiter mit Horst Weitzel an der Spitze

Friedberg (har). Horst Weitzel bleibt Vorsitzender des VfB Friedberg und übernimmt dazu kommissarisch die Funktion des Schriftführers sowie das Mitgliederwesen.
02. Juni 2010, 18:16 Uhr
Der Vorstand mit (von links) Joachim Schäfer, Willi Hake, Horst Weitzel, Markus Scholl und Karl Staubi, es fehlen Uli Rudius und Julia Philippi-Kopp. (Foto: Schuchardt)

Ebenfalls wiedergewählt wurden auf der Jahreshauptversammlung des Traditionsvereins am Montagabend im »Hanauer Hof« der 2. Vorsitzende Uli Rudius und Kassenwart Rolf Staubi. Dem Vorstand gehören weiterhin unverändert die Abteilungsleiter Markus Scholl (Wasserball und Schwimmen), Joachim Schäfer (Fußball) und Willi Hake (Leichtathletik) sowie Julia Philippi-Kopp, die kommissarische Leiterin der Abteilung Aerobic/Fitness, an.

»2009 war ein sehr schwieriges Jahr für unseren Verein«, stellte Weitzel zu Beginn seines Jahresberichts fest, nachdem die Anwesenden der drei verstorbenen Mitglieder gedacht hatten. Allerdings war es gelungen, mit einem »kleinen operationellen Gewinn«, so Weitzel, die Bilanzunterdeckung auf die Hälfte zu reduzieren. »Dies war nur durch eine strikte Ausgabenkontrolle und einem sehr guten Ergebnis des Brunnenfests 2009 möglich.« Weitzel lobte ausdrücklich die Fußballabteilung, die »bei strikter Kostenkontrolle Beachtliches geleistet hat und den festen Willen gezeigt hat, bei der Konsolidierung mitzuwirken«. Der Wendepunkt sei aber noch nicht erreicht. So ist die Zahl der Mitglieder um 21 auf 854 gesunken, und andererseits litt das Brunnenfest 2010 unter schlechtem Wetter. Das Fest werde allerdings 2011 wieder stattfinden.

Zweites großes Problem ist das Ausscheiden von Christoph Kling aus dem Vorstand, der das Mitgliederwesen betreute, sowie von Schriftführer Holger Steinhardt, die beide aus beruflichen Gründen nicht mehr kandidierten. »Wir bemühen uns um Ersatz, und ich bin da schon optimistisch«, erklärte Weitzel.

Wieder ein Höhepunkt war die Ehrungsveranstaltung Ende Oktober. Erfreut zeigte sich Weitzel, dass der zweite Rasenplatz des Burgfelds derzeit saniert wird, sowie über die Gründung eines weiteren Fußballvereins in Friedberg, der jedoch noch auf die Zuweisung einer Spielstätte durch die Stadt warte: »Wir gehen davon aus, dass dies nicht das Burgfeld sein wird, da dort die Belegungssituation sehr angespannt ist.« Der Vorstand müsse auch in Zukunft »den Weg der finanziellen Vernunft weitergehen, dabei aber sollten wir nicht vergessen, dass wir zuallererst ein Sportverein sind«, sagte Weitzel abschließend.

Ausführlich erläuterte Kassenwart Karl Staubi die Verbesserung der finanziellen Situation. Allerdings könne die Bilanz noch besser aussehen, denn alljährlich können aus den unterschiedlichsten Gründen zahlreiche Einzugsaufträge nicht durchgeführt werden.

Dem Verein gehörten zum Ende des Berichtsjahres 854 Mitglieder an, darunter 394 Kinder und Jugendliche. Trotz eines Mitgliederrückgangs bleibt die Schwimmabteilung mit 401 Mitgliedern stärkste Abteilung vor den Fußballern (327) sowie Aerobic/Fitness (109) und Leichtathletik (17).

Gestiegen ist die Zahl der Frauen und Mädchen, die die vier Angebote der Aerobic/Fitnessabteilung nutzen, so Julia Philippi-Kopp in ihrem von Weitzel verlesenen Bericht. Da die Hallen im Sommer geschlossen sind, wird montags wieder ein Walking-Treff an den Bad Nauheimer Waldteichen angeboten.

In der Leichtathletikabteilung wird weiter Jedermannsport mit der Vorbereitung zur Ablegung des Sportabzeichens angeboten, und im letzten Jahr erfüllten Dr. Norbert Pfannmüller zum 18. Mal sowie Abteilungsleiter Willi Hake zum 16. Mal die Bedingungen.

Die 1. Mannschaft im Fußball erreichte in der A-Klasse einen guten 5. Platz und errang somit die »inoffizielle Stadtmeisterschaft«, so Abteilungsleiter Schäfer. Die 2. Mannschaft wurde Neunter, und somit haben beide Mannschaften das gesteckte Saisonziel erreicht. Im kommenden Jahr wird der bisherige Trainer der A-Jugend Spiros Gözüpekli die Senioren betreuen.

Nach wie vor kommen 95 Prozent aller Spieler aus dem Jugendbereich, in dem derzeit zwölf Mannschaften von der G- bis zur A-Jugend spielen. Dies solle auch so bleiben, allerdings sieht Schäfer eine Gefahr für dieses »durchaus erfolgreiche Konzept«, da es zunehmend an Trainern und Betreuern, aber auch an der Unterstützung der Eltern mangele.

Sehr gut angenommen werden die Schwimmkurse sowie die Freizeit-Schwimmgruppen sowie Aqua-Jogging. Die Schwimmer holten eine Reihe von Titeln auf verschiedenen Ebenen, wobei »Aushängeschild« Andreas Meuser bei den Süddeutschen Meisterschaften Zweiter wurde und nun auf eine gute Platzierung bei der Deutschen Meisterschaft hofft, so Abteilungsleiter Markus Scholl, der auch bei den Wasserballern einen Aufwärtstrend vermelden konnte: »Wir haben uns seit 2007 in der 2. Bundesliga festgesetzt und mit Platz 6 unser bestes Ergebnis erreicht. « Die 2. Mannschaft wurde Hessenpokalsieger, und die Jugendmannschaften erzielten durchweg 2. und 3. Plätze. Sorgen machen nur die knappen Finanzen, muss die Abteilung allein fast 30 000 Euro für Schwimmbadmieten zahlen.

Nachdem die beiden Kassenprüfer Wolfgang Turek und Hans Thaler, die später in ihren Ämtern bestätigt wurden, bei ihrer Prüfung keinerlei Mängel feststellen konnten, wurden Kasse und Vorstand einstimmig entlastet. Die anschließende Vorstandswahl wurde von Rolf Lange geleitet, und schnell war der Vorstand gewählt.

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