15. März 2010, 18:46 Uhr

Nahezu perfekten Queen-Sound geliefert

Friedberg (har). Vor 19 Jahren starb Freddy Mercury, der Leadsänger der Rockgruppe »Queen«, doch für seine Fans lebt der Brite weiter. Auch wenn Queen nach dem Tod des Frontmanns bis heute weiter macht, hat der Kult um den exzessiven Sänger dazu geführt, dass zahlreiche Bands an Mercury erinnern. Eine davon ist die »Queen Revival Band«.
15. März 2010, 18:46 Uhr
Die Queen-Revival-Band überzeugt auf der Bühne.

Die trat jetzt in der Stadthalle auf und wusste über zweieinhalb Stunden die Queen-Fans mit ihrer Show »God save the Queen« zu faszinieren. Das lag in erster Linie an Harry Rose, der seit Jahren Freddy Mercury verkörpert. Es stimmte einfach alles, von den natürlichen Gegebenheiten einmal abgesehen. Rose tänzelte über die Bühne und bewegte sich wie Mercury, wechselte immer wieder das Outfit wie einst Mercury, und das Wichtigste: Er verfügt über eine Stimme, die der des Queen-Sängers sehr nahe kommt.

Wer Mercury kennt, der weiß, dass dieser mehrere Oktaven spielend leicht überspringen konnte, und das kann Harry Rose mit seiner ausgebildeten Stimme ebenfalls. Dies zeigte er vor allem dann, wenn er mit dem Publikum spielte, a cappella einige, extrem hohe Passagen vorsang und die Fans im Saal versuchten diese nachzusingen.

Immer wieder sprangen dabei, vor allem im zweiten Teil, die Fans von den Stühlen, und ein Großteil der Besucher setzte sich gar nicht mehr hin. Die Musik ging direkt vom Kopf durch den ganze Körper bis in die Zehenspitzen hinein und klang ebenfalls wie das Original. »Die fünf sind besser, als Queen heute« meinte ein Fan im »We-will-rock-you-Shirt«. Tatsächlich sorgten Gitarrist Stefan Pfeiffer, Bassist Christoph Stowasser, Keyboarder Sebastian Simmich und Piid Plötzer am Schlagzeug für einen nahezu perfekten Queen-Sound, wobei alle vier mit längeren Soli überzeugten, allen voran Stefan Pfeiffer mit tollen Gitarren-Soli.

Auf welch hohem Niveau sich die Truppe bewegt, bewies sie bei einem »Unplugged«-Teil im letzten Drittel ihres Auftritts, der mit der Ballade »Love of My life« eröffnet wurde, wobei Pfeiffer Rose auf der zwölfsaitige Akustikgitarre begleitete. Es stimmte einfach alles bei der Queen-Revival-Band, und dazu trug auch eine speziell abgestimmte Tontechnik, ein ausgefeiltes Lichtkonzept und zahlreiche Effekte bei. Absolvierte Harry Rose die erste Konzerthälfte komplett in gelber Lederjacke und den bekannten weißen Trainingshosen mit roten Streifen, so wechselte er im zweiten Teil immer wieder das Outfit, wurde zum Rocker, zum weiblichen Vamp im Glitzerkleid und natürlich zur »Queen« mit Krone, langem Mantel und Union Jack. Beim Klassiker »I want to break free« wirbelte er, wie einst Mercury im dazugehörigen Video, mit Stola und Staubwedel über die Bühne, was die Fans zum Beben brachte.

Kaum ein Hit fehlte aus dem 20-jährigen Schaffen von Queen mit Mercury, und wie es den fünf Musikern gelang, die ganz großen Queen-Hymnen wie »Bohemian Rhapsody« zu interpretieren, war schon aller Ehre wert. Blitzschnell wurde ein Klavier auf die Bühne geschoben, zur Band gesellten sich zwei Sängerinnen, sodass ein stimmgewaltiger Chor entstand, der auch die schwierigsten Passagen mühelos meisterte. Aber auch unbekanntere Queen-Stücke wie »Innuendo« gehören zum Repertoire der Band, die den Anspruch hat, die Queen-Konzerte wiederaufleben zu lassen. Diesem Anspruch wurde sie gerecht.

Mit den Klassikern »We will rock you« und »We are the Champions« endete das Konzert - zunächst, denn die Besucher wollten mehr. Und sie bekamen auch mehr. Einer »Deep-Purple-Version« von »We will rock you« folgte »The Show must go on« und dann »Too much love will kill you«, das Rose Freddy Mercury widmete.

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