13. Oktober 2009, 16:32 Uhr

An Motiven mangelt es immer noch nicht

Friedberg (har). Bereits zum dritten Mal bringen Fotografin Loni Schuchardt und Andreas Kugland, Inhaber der Wetterauer Druckerei in Fauerbach, den Kalender »Friedberg - andere Blickwinkel« zugunsten der Friedberger Tafel heraus. Ende vergangener Woche übergaben Kugland und Loni Schuchardt symbolisch die ersten Exemplare an die Tafel-Vorsitzende Hannelore Finkernagel, deren Stellvertreter Bernd Schäfer sowie deren Vorstandskollegen Walter Krause.
13. Oktober 2009, 16:32 Uhr

Friedberg (har). Bereits zum dritten Mal bringen Fotografin Loni Schuchardt und Andreas Kugland, Inhaber der Wetterauer Druckerei in Fauerbach, den Kalender »Friedberg - andere Blickwinkel« zugunsten der Friedberger Tafel heraus. Ende vergangener Woche übergaben Kugland und Loni Schuchardt symbolisch die ersten Exemplare an die Tafel-Vorsitzende Hannelore Finkernagel, deren Stellvertreter Bernd Schäfer sowie deren Vorstandskollegen Walter Krause.

Was vor zwei Jahren als einmalige Aktion gedacht war, wird nun erneut fortgesetzt, übertraf die Resonanz bisher doch alle Erwartungen. Zudem erhielt Loni Schuchardt von Kalenderkäufern viele Anregungen für mögliche Motive. Diese wurden ebenso gerne aufgenommen, wie die Tipps zur Gestaltung des Kalenders. Da die Wetterauer Druckerei 2009 ihr 75-jähriges Bestehen feiert, beschloss Kugland, das Format zu verdoppeln.

Und noch etwas hat sich geändert: Der Kalender wird CO2-neutral gedruckt, und verwendet wird ein FSC-zertifiziertes Papier aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Daher trägt der Kalender auch die entsprechenden Zertifikate, die ihn als klimaneutral und somit umweltbewusst ausweisen.

Bei der Bildauswahl hatte Loni Schuchardt die Qual der Wahl, denn an Motiven mangelt es noch immer nicht. Da das Wetter im letzten Winter einmal seinem Namen alle Ehre machte, befinden sich mit dem Blick auf Ockstadt vom Golfplatz aus und der verschneiten Ossenheimer Kirche zwei echte Wintermotive im dritten Blickwinkelkalender.

Wie die Fotografin aus vielen Gesprächen erfuhr, sind Blumenmotive und »grüne« Bilder mit Bäumen, Büschen und Flussläufen bei den Käufern und Betrachtern besonders beliebt. Da traf es sich gut, dass sie beispielsweise einen Hinweis auf viele Rosen auf einem Grundstück in Bruchenbrücken erhielt.

Dazu kommen weitere interessante Naturmotive, die die Betrachter anregen sollen, diese Orte aufzusuchen und aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Doch auch angelegte Flächen haben ihren Reiz.

In diesem Jahr ist der Blick in den neu gestalteten Burggarten einfach ein Muss. Wie die Stadtkirche das Stadtbild beherrscht, zeigt das Titelbild, das während der Rapsblüte aus Richtung Dorheim aufgenommen wurde.

So zeigen die Blickwinkel die Vielfalt, die die Kernstadt, die Ortsteile und die Gemarkung zu bieten haben. Auch diesmal geht der Verkaufserlös ohne jeglichen Abzug an die Friedberger Tafel, die derzeit 1580 Personen, darunter 571 Kinder, versorgt.

Gerade die ansteigende Kinderarmut bewegt Loni Schuchardt: »Mich hat erschrocken, wie viele Kinder von der Tafel versorgt werden und dass so viele Kinder in Armut leben«. Bernd Schäfer ergänzte: »Die Armut in Deutschland wächst weiter an, und da brauchen wir gar nicht mehr in andere Länder zu schauen«.

Inzwischen wurden wieder zahlreiche Firmen und Institutionen angeschrieben und im Rahmen der Kalenderaktion um Spenden gebeten. Auch etliche Vereine machen wieder mit und werden ihren Jubilaren den Kalender als Geschenk überreichen. »Dafür bin ich allen sehr dankbar, auch den Verkaufsstellen«, so Loni Schuchardt.

Der bisher erzielte Erlös aus Verkauf und Spendenaktion von knapp 20 000 Euro wurde für die Anschaffung des neuen Transporters mit Kühlanlage verwendet. Ein neues Großprojekt der Tafel ist die Erneuerung des reparaturanfälligen Kühlhauses, und dafür wird jeder Euro dringend benötigt. »Ein neues Kühlhaus wird uns um die 10 000 Euro kosten, es wäre toll, wenn wir das mit dem Kalenderverkauf schaffen«, sagte Hannelore Finkernagel.

Nach wie vor kostet der Kalender nur 10 Euro, und diese gehen komplett an die Tafel. »Der Verkaufspreis ist ein Schnäppchen, wenn man die Größe, das Druckverfahren und die Spiralbindung sieht«, erklärt Walter Krause. Einmal mehr hat Andreas Kugland auch diese gestiegenen Kosten komplett übernommen.

Der Kalender ist erhältlich bei Papier Holler in der Bismarckstraße, der Volksbank Mittelhessen in der Haagstraße sowie in der Kaiserstraße im Sanitätshaus Hähn, bei der Sparkasse Oberhessen, der Buchhandlung Bindernagel und bei Bürotechnik König. Kalender gibt es ferner bei der Wetterauer Druckerei in Fauerbach, im Tafelladen in der Kleinen Klostergasse und direkt bei Loni Schuchardt, Tel. 0 60 31/97 67.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Bernd Schäfer
  • Druckereien
  • Fotografinnen und Fotografen
  • Friedberg
  • Sparkasse Oberhessen
  • Volksbank Mittelhessen
  • Walter Krause
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos