03. Juni 2009, 17:48 Uhr

Mit Sheriff, Rinderbaron und Indianer

Friedberg (har). Mit dem Aufbau der Zelte am Mittwoch vor dem Himmelfahrtstag begann für knapp 20 Hobbyisten aus den Reihen der Colorado Ranchers eine etwas andere Zeit. Bis zum Pfingstmontag lebten sie auf der Colorado-Ranch hinter dem Burgfeld wie im Wilden Westen, ganz ohne Fernsehen und Radio. »Auch die Handys blieben auf dem Gelände aus«, erzählt »Sheriff« Udo Engst, der mit seiner Frau Heidi seit zehn Jahren diesem nicht ganz alltäglichen Hobby nachgeht.
03. Juni 2009, 17:48 Uhr
Die »Sheriffs« Udo Engst (l.) und Patrick De Vuyst (r.) zusammen mit dem Colorado-Ehrenvorsitzenden und »Bürgermeister« Hans-Jürgen Becker, Daniela Zintarski, Renate Wiesner und Sonya De Vuyst (v.l.).

Friedberg (har). Mit dem Aufbau der Zelte am Mittwoch vor dem Himmelfahrtstag begann für knapp 20 Hobbyisten aus den Reihen der Colorado Ranchers eine etwas andere Zeit. Bis zum Pfingstmontag lebten sie auf der Colorado-Ranch hinter dem Burgfeld wie im Wilden Westen, ganz ohne Fernsehen und Radio. »Auch die Handys blieben auf dem Gelände aus«, erzählt »Sheriff« Udo Engst, der mit seiner Frau Heidi seit zehn Jahren diesem nicht ganz alltäglichen Hobby nachgeht.

Am Samstag hatten die Lagerbewohner zu einem Tag der offenen Tür eingeladen, und da kamen überraschend viele Besucher, besonders Familien mit Kindern. Die konnten zwanglos zwischen den 15 Zelten spazieren und sich von den Zeltbewohnern erklären lassen, wen sie darstellen oder welchem besonderen Hobby sie nachgehen.

Dazu gehören unter anderem Lederarbeiten, die während des Zeltlagers angefertigt und nun ebenso angeboten wurden wie der selbstgebastelte Indianerschmuck und Holzarbeiten. »Hier sitzen Alt und Jung zusammen, machen viel gemeinsam, und die Jungen können von den Älteren viel lernen«, erzählt Engst, der wie die meisten Hobbyisten extra Urlaub genommen hat, »denn hier fahre ich richtig runter, das ist Urlaub pur für mich«.

Da wird viel gemeinsam gemacht, vom Frühstück bis hin zum Kochen über dem offenen Feuer. Sogar Wäsche wurde mit der Hand gewaschen und hing am Samstag zwischen den Zelten. Zu der »Stammbesatzung« gesellten sich immer wieder Gleichgesinnte von befreundeten Clubs, selbst aus Thüringen waren einige Hobby-Cowboys- und -Girls gekommen.

Am Wochenende waren einige Gäste aus dem Sauerland angereist. »Wir rutschen gerade erst rein, das ist unser erstes Lager«, berichtet Sonya De Vuyst, die zusammen mit Ehemann Patrick aus Plettenberg in der Nähe von Lüdenscheid nach Friedberg gefahren war.

Mit dabei war auch Freundin Daniela Zientarski, und die beiden Frauen waren mit ihren handgenähten Tageskleidern ein echter Hingucker, während Patrick De Vuyst ebenfalls als Sheriff auftrat.

Als »Rinderbaron« gilt der Frankfurter Rudolf Metzger, der zusammen mit Lebensgefährtin Birgit Giesner ein Rancherpaar darstellt. »Ich habe fünf Outfits, darunter eines als Westernfotograf«, erzählt der Frankfurter, der viel Wert auf Details legt. »Meine Freundin trägt auch die passenden Unterhosen, wie sie damals Mode waren«, schmunzelt er.

Doch auch Indianer sind bei dem Lager dabei, so wie Frank Sautier aus Frankfurt, der schon seit seiner Kindheit ein Indianerfan ist und im Lager einen Cheyenne-Indianer darstellt.

Am Samstag hatten die Colorado Ranchers auch ihre kleine »Westernstadt« geöffnet. Da gab es im Steakhouse natürlich Steaks mit Bratkartoffeln oder Bratwürstchen.

Im »Coffeehouse« warteten bei angenehmen Temperaturen und trockenem Wetter zahlreiche frisch gebackene Kuchen und Kaffee auf die Besucher. Die Kinder konnten sich derweil im Messer-, Geldsack- oder Stiefelwerfen versuchen, natürlich unter Anleitung der Colorado-Mitglieder.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Colorado Ranchers
  • Hörfunk
  • Indianer
  • Mobiltelefone
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos