10. Mai 2009, 17:48 Uhr

Tokio Hotel sorgt für europäische Verständigung

Friedberg (sch). Am Samstag wurde in Friedberg Europatag gefeiert. Nach einem ökumenischen Gottesdienst in der Stadtkirche und einer Podiumsdiskussion im Plenarsaal des Kreishauses zum Thema »Tschechen und Deutsche im Europa von heute und morgen« pflanzten Vertreter von Europa-Union, Wetteraukreis, Stadt und des Bundes der Vertriebenen den Europabaum, eine Linde, vor der Augustinerschule.
10. Mai 2009, 17:48 Uhr
Diskussionsrunde (von links): Thomas Rudner, Prof. Gottfried Herbig, Michael Elsaß, MdEP Thomas Mann und Prof. Tomas Kosta.

Friedberg (sch). Am Samstag wurde in Friedberg Europatag gefeiert. Nach einem ökumenischen Gottesdienst in der Stadtkirche und einer Podiumsdiskussion im Plenarsaal des Kreishauses zum Thema »Tschechen und Deutsche im Europa von heute und morgen« pflanzten Vertreter von Europa-Union, Wetteraukreis, Stadt und des Bundes der Vertriebenen den Europabaum, eine Linde, vor der Augustinerschule.

Seit Jahren widmet der Kreisverband der Europa-Union seine traditionelle Veranstaltung zum Europatag einem der jüngeren Mitglieder der EU. In diesem Jahr war es die Republik Tschechien, die noch bis Juni den Ratsvorsitz in der EU inne hat. Bei der Hauptveranstaltung berichtete Dr. Robin Fritz, Honorarkonsul der Republik Tschechien, über die aktuelle wirtschaftliche Situation Tschechiens. Mit Spannung war der Bericht des Europaabgeordneten und Vorsitzenden der Europa-Union Hessen Thomas Mann erwartet worden. Er sprach zum Thema »Die Tschechische Ratspräsidentschaft aus der Sicht eines EU-Parlamentariers«. Mann kritisierte den am Freitag zurückgetretenen EU-Ratspräsidenten Mirek Topolanek. Europa habe etwas anderes verdient als eine Politik, die im Moment alles boykottiere. Mann wies darauf hin, dass man jemanden wählen, aber genauso gut auch wieder abwählen könne. Der persönliche Berater des bisherigen tschechischen Außenministers Karel Schwarzenbergs, Prof. Tomas Kosta, bat Mann, den Tschechen eine Chance zu geben und gab sich zuversichtlich für die Zukunft. Thomas Rudner vom deutsch-tschechischen Jugendwerk erklärte, seine Aufgabe sei es, die Jugend beider Länder gegen alle Voreingenommenheit und Vorurteile zusammenzubringen, damit auch hier ein europäisches Gemeinschaftsgefühl entstehen kann. Daran fehle es heute noch vielfach. Doch Bands wie Tokio Hotel würden zu einer Verbreitung der deutschen Sprache beitragen, die das Goethe Institut niemals erreichen könne.

Prof. Gottfried Herbig von der Verwaltungshochschule in Speyer, Kenner der Europäischen Institutionen wie auch der Situation in Tschechien und Mitglied der Ackermanngemeinde, wies darauf hin, Partnerschaften zu stiften sei wichtig, um zur Verständigung beizutragen. Moderiert wurde die Podiumsdiskussion von Michael Elsaß vom Wetteraukreis, der Tschechien durch die ehemalige Kreispartnerschaft mit Bruntal sehr gut kennt.

Linde, Hymne, Blasmusik und Knödel

Im Anschluss an die Podiumsdiskussion wurde der Europabaum gepflanzt, wie es seit Gründung der Europa-Union Brauch ist. Dieses Jahr eine vier bis fünf Jahre alte Linde, der Symbolbaum Tschechiens. Die Linde wurde vom Bund der Vertriebenen gestiftet, der unter anderem ihre Aufgabe darin sieht, Brücken gerade zu den Völkern ihrer früheren Heimat für ein Europa von morgen zu bauen. Augustinerschüler spielten die Europahymne, und dann konnten die Teilnehmer und Gäste zu den Klängen des Musikvereins Echzell auf dem Europaplatz ein tschechisches Mittagessen genießen. Es gab Böhmische Knödel mit Gulasch und weitere Leckereien.

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