30. März 2009, 13:06 Uhr

14 Kilo Kartoffeln und acht Fleischwürste

Friedberg (ini). In der Küche im Albert-Stohr-Haus herrscht am Samstagnachmittag geschäftige Betriebsamkeit. Da werden Kartoffeln geschält, Lauch gesäubert, Karotten geschnippelt und Wurst in mundgerechte Stücke geschnitten. »Wir sind ein eingespieltes Team«, lacht Dagmar Franke. Das »eingespielte Team« - neben Dagmar Franke gehören Anke Humm, Gertrud Aulbach, Claudia Westphalen und als einziger Mann Charlie Kruse dazu - bereitet die »Lebenssuppe« vor, die jeweils am Misereor-Sonntag im Gemeindehaus der Katholischen Kirchengemeinde angeboten wird.
30. März 2009, 13:06 Uhr

Friedberg (ini). In der Küche im Albert-Stohr-Haus herrscht am Samstagnachmittag geschäftige Betriebsamkeit. Da werden Kartoffeln geschält, Lauch gesäubert, Karotten geschnippelt und Wurst in mundgerechte Stücke geschnitten. »Wir sind ein eingespieltes Team«, lacht Dagmar Franke. Das »eingespielte Team« - neben Dagmar Franke gehören Anke Humm, Gertrud Aulbach, Claudia Westphalen und als einziger Mann Charlie Kruse dazu - bereitet die »Lebenssuppe« vor, die jeweils am Misereor-Sonntag im Gemeindehaus der Katholischen Kirchengemeinde angeboten wird. Auch einige Kinder wie Hanna und Tobias Franke sind eifrig bei der Arbeit.

»Die Lebenssuppe hat eine lange Tradition«, berichtet Humm. Mindestens seit 1980 lädt die Katholische Kirchengemeinde in der Fastenzeit zu einem gemeinsamen Mittagessen zugunsten von Misereor ein. Die Lebenssuppe erinnert daran, dass nicht alle Menschen ihr tägliches Brot haben. Vor allem nicht in vielen Regionen Lateinamerikas, Afrikas und Asiens, in denen sich das katholische Hilfswerks engagiert.

Anke Humm, die 2005 die Organisation übernommen hat, erinnert sich noch gut an das erste Jahr: »Das haben wir uns in der Menge verschätzt. Wir haben verdünnt, verdünnt, verdünnt.« Mittlerweile passiert das nicht mehr. Aus der Erfahrung wissen die Helfer, die aus den drei Familienkreisen der Gemeinde kommen, wie viel Suppe benötigt wird. 14 Kilogramm Kartoffeln, zehn Brokkoli, neun Stangen Lauch, acht Ringe Fleischwurst stehen auf der Einkaufsliste. Dazu kommen Dosentomaten, Sellerie und Möhren für die Suppe, Brot und Getränke. »Getrunken wird wenig, höchstens Kaffee«, so Humm. »Da reicht ein Kasten Wasser.« Aus dem Gemüse wird die Basis der Suppe in drei Einkochkesseln zubereitet. Wer die vegetarische Variante nicht mag, für den gibt es zusätzlich Fleischwurst und Dörrfleisch. Für Kinder wird zusätzlich eine Nudelsuppe angeboten.

Während in der Küche die Suppe zubereitet wird, stellen normalerweise im Saal Jugendliche die Tische auf. In diesem Jahr belegen allerdings die Ministranten den Raum, der Aufbau erfolgt erst am Sonntagmorgen. Und auch der Stand des ökumenischen Eine-Welt-Kreises bietet wieder Produkte aus »fairem Handel« an.

Für die Suppenportionen gibt es keine festen Preise. »Wir verkaufen gegen Spenden, damit auch die Menschen, die nicht so viel Geld haben, sich die Suppe leisten können«, berichtet Humm. »Jeder gibt, was er kann.« Und das ist nicht wenig.

Meist kommt mehr Geld zusammen, als wenn ein Fixpreis festgelegt wäre. So auch am vergangenen Sonntag. Die rund 150 Gemeindemitglieder spendeten 684 Euro, eine deutliche Steigerung gegenüber den Vorjahren. Für die mehr als 20 Helfer hat sich die Aktion gelohnt. Und natürlich auch für die Menschen in der Dritten Welt, die mit diesem Geld dabei unterstützt werden, sich ihre Lebensgrundlage schaffen zu können.

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