11. Dezember 2008, 18:22 Uhr

»Viele haben zum Gelingen beigetragen«

Friedberg (pm). Die Hospizhilfe Wetterau konnte dieser Tage im Albert-Stohr-Haus ihr zehnjähriges Bestehen feiern. Das Programm der Jubiläumsveranstaltung gab einen umfassenden Einblick in das Umfeld des Vereins, seine Gründung und dessen Geschichte. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen bei ihrem Sterbeprozess zu begleiten. Die Mitglieder treten für ein menschenwürdiges Sterben in vertrauter Umgebung ein. Darüber hinaus bietet die Hospizhilfe auf ehrenamtlicher Basis ambulante psychosoziale Begleitung und soziale Beratung für schwerstkranke und sterbende Menschen und deren Angehörige an.
11. Dezember 2008, 18:22 Uhr
Gisela Theis (r.) übergibt eine Kerze als Dankeschön für die langjährige Zusammenarbeit an Gründungsmitglied Irmgard Hörr. (Fotos: pv)

Friedberg (pm). Die Hospizhilfe Wetterau konnte dieser Tage im Albert-Stohr-Haus ihr zehnjähriges Bestehen feiern. Das Programm der Jubiläumsveranstaltung gab einen umfassenden Einblick in das Umfeld des Vereins, seine Gründung und dessen Geschichte. Der Verein hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen bei ihrem Sterbeprozess zu begleiten. Die Mitglieder treten für ein menschenwürdiges Sterben in vertrauter Umgebung ein. Darüber hinaus bietet die Hospizhilfe auf ehrenamtlicher Basis ambulante psychosoziale Begleitung und soziale Beratung für schwerstkranke und sterbende Menschen und deren Angehörige an.

 

»Viele Menschen haben zum Gelingen der Hospizarbeit in den letzten zehn Jahren beigetragen«, sagte Pfarrerin und Vereinsvorsitzende Gisela Theis. Besondere Erwähnung fanden die ehrenamtlichen Hospizhelferinnen, Vereinsmitglieder, Gründungs- und Vorstandsmitglieder und Ehrengäste, darunter der Hausherr des Albert-Stohr-Hauses, Pfarrer Michael Ritzert, Pfarrerin Helgard Kündiger vom Leitungsausschuss der Arbeitsgemeinschaft Hospiz der Evangelischen Kirche, Stadtverordnetenvorsteher Hendrik Hollender und Hans-Helmut Hoos, Vorstandsvorsitzender der Ökumenischen Diakoniestation Friedberg und des Seniorenbeirats der Stadt Friedberg. Es wurden Geschenke und Geldspenden an den Verein übergeben.

Zehnjährige Erfolgsgeschichte

In einem geschichtlichen Abriss erläuterte Gründungsmitglied und Ausbilderin Irmgard Hörr die schwierigen Anfänge bis zur Gründung des Vereins. Therese Diel, erste Vorsitzende des Vereins von 1998 bis 2001, berichtete von den Jahren des Aufbaus. Die jetzige Vorsitzende Gisela Theis schilderte die positive Entwicklung der letzten Jahre. Das handfeste Ergebnis: Eine durch den Krankenkassenverband mitfinanzierte Stelle. »Die Einrichtung der Stelle der Koordinatorin Monika Berger ist ein wichtiger Teil unserer Entwicklung«, stellt Theis fest. Die Koordinatorin Berger biete in den Räumen der Ökumenischen Diakoniestation in Friedberg donnerstags zwischen 14.30 und 16.30 Uhr Beratung für Menschen mit schwerkranken Angehörigen an. Theis machte zudem deutlich, dass sich auch die Ausbildung der ehrenamtlichen Helfer weiterentwickelt habe. »Das konnte gelingen, weil wir durch unsere Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft Hospiz der EKHN über unseren Tellerrand hinausgeschaut haben.« Theis erwähnte die Einrichtungen in der Altenpflege, mit denen der Verein zusammenarbeitet sowie die ambulanten Pflegedienste. Ein wichtiger Kooperationspartner sei Stefan Siering, gynäkologischer Oberarzt am Hochwaldkrankenhaus mit palliativmedizinischer Weiterbildung.

Die Diakoniestation und die Hospizhilfe haben mit dem Kooperationsvertrag, der vor eineinhalb Jahren geschlossen wurde, ihre Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Versorgung schwerstkranker und sterbender Menschen verstärkt. Den Kontakt zu den Hausärzten beschrieb Theis als zunehmend positiv: »Wir freuen uns über jede gelungene Zusammenarbeit mit niedergelassenen Hausärztinnen und -ärzten. In dieses Feld kommt langsam Bewegung.« Die Hospizhilfe ist auch in der Arbeitsgemeinschaft Wetterauer Hospizgruppen engagiert, die seit 2001 jährlich einen Hospiztag organisiert.

Ein Barbarazweig als Dankeschön

Eine Kerze und ein Barbarazweig wurden den Partnern und aktiven Helfern als Dankschön für ihr Engagement überreicht. Der Barbarazweig symbolisiert die Auferstehung nach dem Tod. Beim gemeinsamen Abendessen war Gelegenheit zu Gesprächen und zum gegenseitigen Kennenlernen. Humor war, trotz oder gerade wegen der schwierigen Aufgabe der Hospizhilfe, ein wichtiger Bestandteil des Programms. Ein Clown sorgte als Kellner durch seine komischen Einlagen für Heiterkeit, und Hendrik Hollender trug im Frankfurter Dialekt eine Weihnachtsgeschichte vor, die ebenfalls den Lachnerv der Zuhörer traf und den Abend zu einem gelungen Abschluss brachte.

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