Friedberg

Auf Platzierungen bei den Schulen verzichtet

Friedberg (har). Mit der Preisverleihung endete am Montagabend im Sitzungssaal des Rathauses der dritte Naturgartenwettbewerb der Agenda-Gruppe »Naturnahe Gärten«. Hierzu konnte Gruppensprecherin Petra Freund neben nahezu allen Wettbewerbsteilnehmern auch Bürgermeister Michael Keller sowie Rudi Nein, der den Wettbewerb seit Jahren in Bad Nauheim durchführt, begrüßen.
28. Oktober 2008, 17:30 Uhr
Auf Platzierungen bei den Schule

Friedberg (har). Mit der Preisverleihung endete am Montagabend im Sitzungssaal des Rathauses der dritte Naturgartenwettbewerb der Agenda-Gruppe »Naturnahe Gärten«. Hierzu konnte Gruppensprecherin Petra Freund neben nahezu allen Wettbewerbsteilnehmern auch Bürgermeister Michael Keller sowie Rudi Nein, der den Wettbewerb seit Jahren in Bad Nauheim durchführt, begrüßen. Ein besonderer Dank ging zunächst an die Stadt für deren vielfältige Unterstützung.

Keller betonte die durchweg sehr gute Zusammenarbeit und das »entspannte Verhältnis« mit allen Agenda-21-Gruppen der Stadt. »In Zeiten der Bankenkrise legen wir unser Geld lieber in die Agenda-Arbeit an«, sagte Keller.

»Wollen Menschen ermutigen«

Danach erläuterte Freund die Ziele der Agenda-Gruppe, die unter anderem bei der Pflege des Ossenheimer Schulgartens aktiv ist: »Wir wollen die Menschen für naturnahe Gärten oder zumindest eine naturnahe Gartenecke begeistern und sie ermutigen, ihren Garten naturnah umzugestalten.«

Der Jury gehörten an: Dr. Beate Albert, Biologin mit dem Fachgebiet Neophyten; Dr. Doris Jensch, Projektgruppenmitglied und Biologin mit dem Fachgebiet Vegetationsökologie; als Vertreter der Stadt Michael Leicht, der im Bauamt für die Grünplanung zuständig ist, Lehrerin Beate Neuwirth, vor zwei Jahren Wettbewerbspreisträgerin, und Gertrud Walenda, pensionierte Lehrerin der Frauenwaldschule.

Im Wettbewerb gab es in der Kategorie »Naturnahe Gärten« vier und in den Kategorien »Naturnahe Schrebergärten, »Begrünter Innenhof«, und »begrünte Wand« je zwei Teilnehmer. Dazu kamen fünf Schulen, die mit ihren Gärten und naturnahen Schulhöfen teilgenommen hatten.

Fotoschau mit fast 200 Bildern

Es folgte eine Fotoschau mit fast 200 Bildern, in denen Michael Freund nicht nur die teilnehmenden Gärten, Fassaden, Innenhöfe und Schulen vorstellte, sondern auch ausführlich auf die Natur in der Kreisstadt einging.

So begann er seinen Vortrag mit dem Gingo-Baum im evangelischen Gemeindegarten in der Kaiserstraße, einem der wenigen Naturdenkmäler der Stadt.

Freund forderte bei Fällungen eine Abwägung und zeigte dazu Bilder vom fast kahlen nördlichen Burgberg. Als positive Beispiele präsentierte er den naturnahen Ausbau des Seebachs, aber auch Bilder von der Seewiese, die in Teilen naturnah gestaltet ist.

Naturnah bedeutet nicht ungepflegt

Dass naturnahe Gärten entgegen dem allgemeinen Vorurteil nicht wild und ungepflegt sein müssen, bewies Freund mit Bildern von blühenden einheimischen Pflanzen und der Vorstellung der Wettbewerbsobjekte.

Unter anderem dokumentierte er die gerade abgeschlossene Umgestaltung des Schulhofs der Gemeinsamen Musterschule und die Neuanlage eines naturnahen Gartens hinter dem Neubau der Augustinerschule.

Viel Beifall gab es für die informative Schau, und in der Pause bestand Gelegenheit, die Stellwände mit Bildern und Karten aus allen drei Wettbewerben zu betrachten. Danach fand die Preisverleihung statt. Bewusst hatte die Jury darauf verzichtet, bei den Schulen eine Reihenfolge festzulegen, da die Vorgaben zu unterschiedlich gewesen seien, so Petra Freund, die Schülern, Eltern und Lehrkräften für deren Engagement dankte.

Pflanze und Buchgeschenk

So gab es neben einer Pflanze und einer Urkunde mit der Würdigung der Jury noch ein Buchgeschenk, das Friederun Hollender (Augustinerschule), Klaus Duda (Adolf-Reichwein-Schule), Holger Frieß (Brüder-Grimm-Schule Dorheim) Joachim Hofmann (Gemeinsame Musterschule) und Juliane Claussen (Grundschule Ossenheim) entgegennahmen.

Im eigentlichen Wettbewerb wurden sechs Preise vergeben, doch auch die vier anderen Teilnehmer erhielten eine Pflanze und eine Bewertung ihrer Gärten, denn »es waren alle zehn sehr schöne Gärten, Höfe und Wände«, so Freund.

Erster Preis für Wolfgang Heisig

Den ersten Preis bei den naturnahen Schrebergärten erhielt Wolfgang Heisig für seinen Garten an der Usa. In der Kategorie »begrünte Fassade« siegte Henriette Schulz, ein zweiter Preis ging an Eva Mehling, beide kommen aus der Kernstadt.

Zwei erste Preise gingen nach Bruchenbrücken. So erhielten Joachim und Kristiane Höhne einen ersten Preis für ihren begrünten Innenhof und Rita Appel für ihren naturnahen Garten. In dieser Kategorie wurde außerdem noch ein zweiter Preis an Elisabeth Menzel aus der Kernstadt vergeben.

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/regional/wetteraukreis/friedberg/art555,24797

© Giessener Allgemeine Zeitung 2016. Alle Rechte vorbehalten. Wiederverwertung nur mit vorheriger schriftlicher Genehmigung