02. Juni 2008, 19:38 Uhr

Keine Kommentare à la Dieter Bohlen

Friedberg (ini). Der Preis war verlockend. Eine eigene CD-Produktion war als Hauptpreis bei »Friedberg sucht den Bühnenstar« am Sonntag Nachmittag ausgelobt. Letztendlich wurde der Preis dreimal vergeben, weil der Jury die Wahl des besten Friedberger Musiktalents schwerfiel. Bei den Teilnehmern mit Vollplayback gewann die achtjährige Ribana Müller eine professionelle Gesangsaufnahme.
02. Juni 2008, 19:38 Uhr
Alle Teilnehmer des Wettbewerbs. (Foto: Martini)

Sieger bei den älteren Teilnehmern wurden Alessandro Muriale und Selo Delikta, die mit einem selbstkomponierten Lied antraten, dessen Text die Jury als authentisch bezeichnete. Auch Lisa Steinbrück kann ins Tonstudio. Den dritten Platz belegte Manuela Finkernagel. Zusätzlich erhielten die Sieger gesponserte Gutscheine für Tanz- oder Bühnencoaching, Gesellschaftsspiele und Ausbildungsgutscheine einer Tanzschule.

Doch auch Jan Erik Mantel, Natascha Filz, Juliette Wachsmuth und Elvan Bektas, Philip Weisenstein, Jaqueline Walther, Sahra Pfitzner, Janine Reinelt und Madeline Franzek gingen nicht leer aus. Allen Teilnehmern des Gesangswettbewerbes spendiert der Magistrat der Stadt Freikarten für ein Konzert der Neuen Philharmonie Frankfurt im Rahmen des Kultursommers.

Mit 13 Teilnehmern im Alter von 8 bis 16 Jahren war die Resonanz von »Friedberg sucht den Bühnenstar« geringer als im vergangenen Jahr. Damals war die Neuauflage des Playbackstars gestartet worden. Auch in diesem Jahr hatte das Jugendrotkreuz des DRK-Kreisverbands Friedberg die Schirmherrschaft übernommen. Als Jury waren Nicole Seidl, Leiterin des Jugendrotkreuzes, Nicky Braun, Leadsängerin der Gruppe Lakehurst, und Boris Kimes von Teo-Disk gewonnen werden. Die Moderation teilten sich Kathrin Ruckelshaussen und der Frontman von InXtreme, Volker Krauss.

Ein Höhepunkt für die älteren Gewinner dürfte sicher der Auftritt zusammen mit der Band InXtreme am Sonntagabend auf der Bühne in der Burg gewesen sein. Castingshows haben Konjunktur, wie die Einschaltquoten bei prominenten Vorbildern wie Deutschland sucht den Superstar zeigen. Wer in Friedberg allerdings Kommentare à la Dieter Bohlen erwartet hatte, wurde enttäuscht. Die Jury zeigte sich milde gestimmt und zu viel Lob bereit. Mit Tränen musste keiner der Kandidaten die Bühne verlassen. Auch die Zuschauer applaudierten jedem der jungen Gesangskünstler, auch wenn sich die Organisatoren mehr Resonanz gewünscht hätten.
Ansonsten zeigte sich die Burg am Sonntag belebt. Dank eines gnädigen Wettergottes flanierten ganze Familien zwischen den Ständen, der Bühne und dem Vergnügungspark. Auch in der Kaiserstraße war zeitweilig fast kein Durchkommen mehr. Die Musiker der Region, denen der Sonntag musikalisch gehörte, konnten sich ebenso wie die Geschäftsbesitzer des verkaufsoffenen Sonntags über große Menschenmengen freuen.



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