29. April 2008, 16:54 Uhr

Waghalsige Stunts und ein »Monster«

Friedberg (kpp). Die Disziplinen Autocrash, Motorradweitsprünge und Monstertruckfahren gehören zum Leben der Familie Rübe, die am Sonntag »Europas größte Stunt- und Actionshow« auf dem Gelände des Edeka Neukauf im Gewerbegebiet West präsentierte. Eine gehörige Portion Adrenalin bereiteten Henrico Rübe und Familie dem großen Publikum.
29. April 2008, 16:54 Uhr
Ein gekonnter Sprung: Der Junioren-Weltmeister und jüngste Artist der Show, Melvin Rübe, begeistert mit spektakulären Sprüngen über das Fahrerteam. (Fotos: kpp)

Der jüngste Artist Melvin Rübe zeigte dem Publikum mit seinen elf Jahren spektakuläre Weitsprünge auf dem Motorrad. Auch Autoartistik stand auf dem eineinhalbstündigen Programm sowie die Fahrt des großen, amerikanischen Monstertrucks als Höhepunkt für die kleinen Besucher.

Mit etwas Verspätung wegen des großen Besucherandrangs begrüßte Clown Peppo das Publikum. Nach der Vorstellung des Fahrerteams und des Gastfahrers aus Hanau begann die Show mit der Demonstration einer 180-Grad-Autodrehung. Danach war der amtierende Junioren-Weltmeister Melvin an der Reihe. Er zeigte mehrere Motorradweitsprünge über das Fahrerteam und später über fünf Autos. Das Gelände bot zwar nur begrenzten Raum und eine kurze Anlauffläche, trotzdem konnte Melvin seine Sprünge erfolgreich absolvieren. Der Gastfahrer aus Hanau präsentierte Motorradartistik auf einer gewöhnlichen Straßenmaschine. Mit der 80 Stundenkilometern balancierte er auf dem Hinterrad und stoppte auf dem Vorderrad. Das Publikum spendete viel Applaus.

Autoartistik auf zwei Rädern, eine waghalsige Balanceübung, demonstrierten drei Artisten der Familie Rübe. Durch das Befahren einer Rampe brachten sie das Fahrzeug in Schräglage und rollten so das Gelände entlang. Ob eng hintereinander oder nebeneinander, die Fahrer beherrschten ihre Autos und legten noch einen drauf: Ein Artist kletterte während der Fahrt vom Beifahrersitz auf das Dach des in Schräglage fahrenden Wagens. Als ein »Spiel zwischen Gas, Kupplung und Bremse« bezeichnete die Moderatorin des Programms den Balanceakt.

An dieser Stelle forderten die Artisten die Zuschauerinnen auf, mit in der Schräglage zu fahren. Adrenalin pur verspürten die Teilnehmerinnen, die gesund und munter nach der Fahrt aus den Autos stiegen und vom begeisterten Publikum in Empfang genommen wurden.

»Durch die Feuerbarrikade« hieß der letzte Programmpunkt vor der Pause. Auf der Motorhaube liegend bretterte der Artist durch die brennende Holzbarrikade. In der Umbaupause hatten die Besucher die Möglichkeit, den riesigen Monstertruck zu besichtigen sowie Poster und kleine Monstertruckspielzeuge zu kaufen. Den Hunger und Durst konnten sie an einem Imbissstand stillen.
Im zweiten Teil widmeten sich die Artisten hauptsächlich dem Thema Autocrash. Mit erst einem und dann sieben Überschlägen brachten sie die Autos zum Stehen. Solch gefährliche Stunts haben einige der Rübe-Artisten auch schon in Actionserien wie »Alarm für Cobra 11« für die Schauspieler erledigt. Clown Peppo verwies darauf, dass der Autocrash nicht immer mit einem gesunden Fahrer ende. Um schwerverletzte Artisten zu unterstützen, sammelten Mitglieder der Familien Rübe während der Show Geld für ihre laufende Benefizaktion.

Als Höhepunkt und Abschluss der Show kam der große Monstertruck zum Einsatz. In Amerika sind diese Shows weit verbreitet, in Deutschland eher selten. So demonstrierte ein Artist eine Fahrt des Riesengefährts über zwei Kleinwagen. Auf die Frage »Wollt ihr die Autos noch kleiner haben?«, reagierten vor allem die Kinder mit regem Applaus und Zuruf, worauf der Fahrer den Monstertruck mehrere Male über die Autos lenkte.

Am Ende holten sich alle Artisten noch einmal den Applaus bei ihrem Publikum ab. Mit Postern, Autogrammen und kleinen Monstertruckspielzeugen bepackt, verließen die Besucher guter Dinge das Gelände.



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