18. September 2016, 11:23 Uhr

Maximal 7,50 Euro pro Quadratmeter

Friedberg (har). Nur ein halbes Jahr nach dem Spatenstich für seinen Neubau in der Tepler Straße 3 – auf dem nordöstlichen Eck der einstigen HousingArea der US-Army – konnte die Baugenossenschaft »Eigner Herd ist Goldes Wert« am Donnerstagnachmittag das Richtfest für seinen ersten großen Neubau nach 20 Jahren feiern.
18. September 2016, 11:23 Uhr
Die Gäste beim Richtfest.

»Wir sind sehr stolz auf diesen Bau, können wir doch hier nun 18 Mitgliedern unserer Genossenschaft eine Wohnung anbieten und unser Wohnangebot auf 260 Wohnungen erhöhen«, sagte Vorstandsvorsitzender Roland Kostial, der eine ganze Reihe von Gästen begrüßen konnte. Gekommen waren unter anderem Stadtverordnetenvorsteher Hendrik Hollender, Bürgermeister Michael Keller, zugleich stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der bereits 1896 gegründeten Genossenschaft, Aufsichtsratsvorsitzender Joachim Ossau und Firmenkundenberaterin Sandra Schäfer von der Sparkasse Oberhessen.

Auf dem Grundstück, das die Genossenschaft von der Friedberger Wohnungsbaugesellschaft (Wobau) erworben hatte, entsteht ein u-förmiges Wohnhaus mit ausschließlich Drei- und Vier-Zimmer-Wohnungen zwischen 88 und 93 Quadratmetern. Die Wobau hatte zuvor nach langen Verhandlungen mit der bundeseigenen BIMA ein Großteil der Housing Area erworben.

Die ersten Überlegungen, die bestehenden Gebäude zu sanieren, stellten sich schnell als illusorisch heraus. Wie alle Bauherren auf dem Areal habe sich auch der Bauverein schnell für einen Abriss und einen kompletten Neubau entschieden, sagte Kostial.

Im Sommer bezugsfertig

Nach dem Richtfest folge nun die Zeit, in der man von außen keinen Baufortschritt sehe, denn »nun wird fleißig im Innern gearbeitet«. Kostial erinnerte an den satzungsgemäßen Auftrag des Bauvereins: »Wir wollen eine gute, sichere und sozial verantwortbare Wohnungsversorgung unserer Mitglieder – und mit dem Neubau haben wir ein weiteres Kapitel hinzugefügt.«

Kostial rechnet damit, dass im Sommer nächsten Jahres alle Wohnungen bezugsfertig sein werden. Die Bauausführung liegt in den Händen der Wöllstädter Firma Langlitz-Bau. Der Mietpreis für die Wohnungen soll 7,50 Euro pro Quadratmeter nicht überschreiten. Bei der Vorstellung des Projekts vor vier Jahren war noch von Mietpreisen zwischen 6 und 7 Euro pro Quadratmeter die Rede gewesen. Der Verein investiert rund 3,5 Millionen Euro.

Die Wohnungen werden nach dem Friedberger Mittelstandsprogramm an Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen vermietet. Die Einkommensgrenzen des ersten Förderweges können dabei um 20 Prozent überschritten werden.

Mit einem Dank an Projektleiter Mario Reinwarth und alle beteiligten Firmen leitete Kostial zum Richtspruch von Zimmermann Michael Braun von der Echzeller Firma »Alles aus Holz« über. Vom Gerüst aus verkündete er: »Im rechten Winkel und im Lot stehen Mauer, Balken, Wand und Schlot.« Mit einem dreifachen Hoch auf den Bauverein beendete der Meister seinen Richtspruch.

Bewusst habe man sich für den Bau im Stil eines »offenen U« entschieden, erläuterte Reinwarth beim anschließenden Rundgang durch den Rohbau. Nach dem Bauende stehe den Mietern der durch die U-Form des Gebäudes entstandene Hof zur Verfügung, auch als Platz zum Spielen für die Kinder.

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