Florstadt

Vom Sportplatz aufs Tanzparkett gewechselt

Florstadt-Leidhecken (sl). Im Sportheim des SV Germania ging am Samstag ein ungewöhnlicher Disco-Fox-Tanzkurs zu Ende. An vier Samstagen waren die Hobbyfußballer vom Sportplatz aufs Tanzparkett gewechselt und hatten die Fußballstiefel gegen die Tanzschuhe getauscht.
25. November 2009, 17:14 Uhr
Mit überwältigendem Zuspruch haben tanzbegeisterte Paare in den vergangenen vier Wochen ihre Disco-Fox-Kenntnisse vertieft.	(Fot
Mit überwältigendem Zuspruch haben tanzbegeisterte Paare in den vergangenen vier Wochen ihre Disco-Fox-Kenntnisse vertieft. (Foto: sl)

Florstadt-Leidhecken (sl). Im Sportheim des SV Germania ging am Samstag ein ungewöhnlicher Disco-Fox-Tanzkurs zu Ende. An vier Samstagen waren die Hobbyfußballer vom Sportplatz aufs Tanzparkett gewechselt und hatten die Fußballstiefel gegen die Tanzschuhe getauscht. Den Kurs mit Tanzlehrer Timo Müller aus Friedberg hatte eine Handvoll Mitglieder auf die Beine gestellt. Einzige Bedingung: Es mussten mindestens zehn Paar sein.

Die Tanzbegeisterung in dem kleinen Florstädter Stadtteil nahm allerdings unbekannte Dimensionen an. In Windeseile hatten sich 24 interessierte Paare gemeldet, und mit schließlich 17 Paaren begann vor vier Wochen der Tanz-Exkurs. Jetzt, am letzten Samstag, waren es deren 19, sodass der Versammlungssaal des Sportheims fast aus allen Nähten zu platzen drohte. Man hatte die komplette Bestuhlung entfernt und lediglich ein paar Barhocker und Stehtische aufgestellt. Ansonsten bot sich dem Betrachter nur ein Bild: Tanzfläche, soweit das Auge reichte.

Und die wurde ausgiebig genutzt, denn Tanzlehrer Müller hatte sich nicht nur auf den Disco-Foxtrott versteift. Immer wieder wurde ein Abstecher in die breite Welt des Tanzsports gewagt, sodass die Leidhecker auch mal bei Samba, Jive oder Walzer reinschnuppern konnten. Die Bandbreite der männlichen Interessenten reichte von Spielern der SOMA und der ersten Mannschaft bis hin zu Vereinsfunktionären, allen voran Vorsitzender Thomas Leitsch. Darunter waren auch Männer, die sich nie zuvor auf die Tanzfläche gewagt haben. Und die jetzt - nach nur vier Tanzstunden - gar nicht mehr runter zu bekommen waren.

Für den Verein war es ein besonderer Anreiz, diese neue Betätigungsform anzubieten. Das verdeutliche, dass man kein reiner Fußballclub, sondern ein Sportverein sei. Und sowohl der überwältigende Zuspruch als auch die erreichte Begeisterung sprachen für sich. Wohl auch deshalb gab es am Samstag ein paar wehmütige Stimmen, die bekundeten: »Schade, dass es schon vorbei ist.«

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/regional/wetteraukreis/florstadt/art554,38929

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