18. November 2009, 20:56 Uhr

Doppelt so groß wie Florstadt, aber nur 5700 Einwohner

Florstadt (sl). Ganz im Zeichen der Partnerstädte stand jetzt eine Infoveranstaltung des Partnerschaftsvereins. Der hatte Kommunalpolitiker, Mandatsträger und Vereinsvertreter eingeladen, um die drei Partnerstädte vorzustellen. Nachdem Vorsitzender Wolf-Rüdiger Pille über die Hauptaufgabe des Vereins - Durchführung von internationalen Begegnungen - gesprochen hatte, kamen die für jede Partnerstadt zuständigen Beisitzer zu Wort.
18. November 2009, 20:56 Uhr
Wolf-Rüdiger Pille (l.) erklärt das Ziel des Partnerschaftsvereins.

Florstadt (sl). Ganz im Zeichen der Partnerstädte stand jetzt eine Infoveranstaltung des Partnerschaftsvereins. Der hatte Kommunalpolitiker, Mandatsträger und Vereinsvertreter eingeladen, um die drei Partnerstädte vorzustellen. Nachdem Vorsitzender Wolf-Rüdiger Pille über die Hauptaufgabe des Vereins - Durchführung von internationalen Begegnungen - gesprochen hatte, kamen die für jede Partnerstadt zuständigen Beisitzer zu Wort. Für Izbicko waren dies Dorothea Janka und Alwin Kneiske, für Staden Frank Roth und Hans-Wilhelm Stürtz und für Pléneuf-Val-André Carina Burk und Torsten Lux, der die erkrankte Silke Zettl vertrat.

Pille erinnerte an den Werdegang der Städtepartnerschaften. 1990 beauftragte die Gemeindevertretung den neugewählten Bürgermeister Herbert Unger mit der Suche nach geeigneten Städten. Über seine Mitarbeiterin Dorothea Janka, die aus dem ehemaligen Stubendorf bei Oppeln in Oberschlesien stammt, wurde der Kontakt zur Gemeinde Izbicko in Polen hergestellt. Am 27. März 2003 konnte der Partnerschaftsvertrag unterzeichnet werden. Nur 14 Monate später wurde die zweite Städtepartnerschaft besiegelt: am 15. Mai 2004 mit Staden/Flandern in Belgien. 1969 war der spätere Stadtteil von Florstadt von den Belgiern angeschrieben worden, die auf der Suche nach gleichnamigen Ortschaften waren. Es entwickelte sich eine Freundschaft auf Ebene des Verkehrs- und des Feuerwehrvereins, die seit nunmehr 40 Jahren aufrechterhalten werden. Die dritte Städtepartnerschaft ging Florstadt am 3. Dezember 2007 mit der französischen Kleinstadt Pléneuf-Val-André in der Bretagne ein. Auch hierzu gibt es eine lange Vorgeschichte, die der Nieder-Mockstädter Karl Steinacker begründete, als er Ende der 1970er Jahre einen Schüleraustausch initiierte. Pléneuf-Val-André soll über Fronleichnam Anfang Juni 2010 besucht werden. Spontan erklärten über 20 Anwesende ihr Interesse. Rund 840 Kilometer sind es bis in die polnische Partnerstadt, so dass Staden in Belgien mit 530 Kilometern Entfernung quasi »um die Ecke« liegt.

Seit der Partnerschaftsverein im Februar von über 50 Mitgliedern gegründet worden war, habe sich die Mitgliederzahl fast verdoppelt, sagte Pille. Schon im ersten halben Jahr seines Bestehens konnte das Führungsteam seine Organisationsfähigkeiten unter Beweis stellen. Anfang Mai kamen 50 Franzosen und Ende August 32 Polen zu Besuch, die allesamt privat untergebracht waren. Ferner war man mit 43 Personen über Pfingsten zu Gast in Belgien. Besonders die Verbrüderung mit Staden soll in den nächsten Jahren ausgedehnt werden, wünschte sich Pille.

Anhand von Bildern konnte man einen guten Einblick in die Partnerstädte erhalten. Alle drei sind ländlich geprägt: Während in Polen die Milchviehhaltung dominiert, steht in Staden der größte Schweineschlachthof in Westflandern, in dem täglich 5000 Tiere verarbeitet werden. Wälder und Fischteiche im Überfluss hat Izbicko zu bieten, das doppelt so groß ist wie Florstadt, aber nur 5700 Einwohner in elf Ortsteilen zählt.

Zu Wort kam auch Jugendpfleger Jörg Pfaffenroth, der 2005 das erste »Staden meets Staden« organisiert hatte. Im Folgejahr versammelten sich junge Deutsche und Polen in Belgien, 2007 war Polen der Treffpunkt, 2008 wiederum Staden in der Wetterau, und in diesem Jahr trafen sich alle vier Nationen an der Atlantikküste. Das Jubiläum feiere man in Belgien, sagte Pfaffenroth, der zudem auf Ferienfreizeiten in Frankreich (2008) und Belgien (2009) zurückblickte. Derzeit sei man in der Planung für eine internationale Jugendbegegnung in Polen im Juli 2010.

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