10. Mai 2013, 16:28 Uhr

Schäfer-Gümbel bei Firma Repp: 15 Mitarbeiter, drei davon Azubis

Echzell (dab). Ausbildung sei eines der wichtigsten Themen der Zukunft, betonte der Spitzenkandidat der Hessen-SPD, Thorsten Schäfer-Gümbel, am Freitag bei seinem Besuch in Echzell. Das Unternehmen, das er dort besichtigte, lobte er als »Vorzeigebetrieb«: Die Repp Metallgestaltungs GmbH hat 15 Mitarbeiter – drei von ihnen sind Auszubildende.
10. Mai 2013, 16:28 Uhr
Metallbauer Sascha Tauber (r.) erklärt Landes-SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel, wie er ein Aluminium-Ornament für ein Balkongeländer schweißt. (Foto: dab)

Im Sommer macht einer seinen Abschluss, zwei neue werden eingestellt. »Das ist für einen Betrieb dieser Größe überproportional«, sagte Bürgermeister Dieter Müller anerkennend. Zu dem Termin waren Mitglieder der Echzeller SPD gekommen, Bundestagskandidat Stefan Lux, Landtagsabgeordnete Lisa Gnadl und Christine Jäger, Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion. »Gerade hier im ländlichen Raum sind viele Ausbildungsplätze enorm wichtig«, unterstrich Lux. »Nichts hält den demografischen Wandel besser auf als ein gutes Angebot an Arbeitsplätzen.«

»Wir beschäftigen Mitarbeiter aus der Umgebung, die meisten von ihnen haben wir auch selbst ausgebildet«, sagte Geschäftsführer und Gründer Klaus Repp, zugleich Präsident der Handwerkskammer Wiesbaden. Ausbildung sei ein Kernthema des Handwerks, um dem Fachkräftemangel vorzubeugen: »Wir wollen junge Menschen ansprechen.« Es sei wichtig, ihnen schon während der Schulzeit die Möglichkeit zu geben, Ausbildungsberufe wie den des Metallbauers oder Konstruktionstechnikers kennenzulernen. »Damit sie sehen: Was wird in dem Beruf abverlangt?« 40 Prozent der Arbeitszeit seien die Mitarbeiter zum Beispiel auf Montage, die übrigen 60 Prozent in der Werkstatt.

Einen solchen Einblick in die Praxis bekommt gerade Steffen Klix. Der Echzeller besucht die Johann-Philipp-Reis-Schule in Friedberg und macht ein halbjähriges Praktikum bei Repp. Einmal die Woche darf er bohren, schleifen, körnen. »Ja, der Beruf kommt für mich in Frage«, so der 15-Jährige.

Repp war es aber auch ein Anliegen, Probleme in der Ausbildung anzusprechen. »Viele junge Menschen können sich nicht in ein Team einfügen.« Wer zu spät komme oder die Arbeit verweigere, habe in seinem Betrieb keine Chance. Denn es werde zum Problem für die ganze Mannschaft, wenn man sich nur nach den Schwachen richte. Besser sei es, sich nach oben, an den Leistungsstarken, zu orientieren. Hierin sehe er Verbesserungspotenzial in der deutschen Wirtschaft, um im europäischen Vergleich bestehen zu können.

Die Forderungen der SPD nach Tariftreue, Mindestlohn und Vereinbarkeit von Familie und Beruf hörte Repp sich gelassen an. Alle Kriterien würden in dem Betrieb erfüllt.

Beim Rundgang durch Büro, Werkstatt, Lagerhalle und Ausstellungsgelände lernte Schäfer-Gümbel auch Repps Steckenpferd kennen: die Kunstschlosserei. Zurzeit werden in der Werkstatt denkmalgeschützte Fenster aus Butzbach auf Vordermann gebracht. Aber auch die Transporter der Firma waren Gesprächsthema. Alle vier Jahre würden sie erneuert, erklärte der weitere Geschäftsführer, Alexander Repp. Denn auch sie seien ein Aushängeschild der Firma. Schäfer-Gümbel lernte außerdem, dass es Aluminium-Gelände in Holz-Optik gibt und der Betrieb 1972 gegründet wurde. Er selber hätte dort allerdings keine Chance auf einen Job: Schwindelfrei sollte man als Metallbauer sein.

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