04. April 2014, 18:48 Uhr

Filmkomponist stellt »Dear Courtney« persönlich vor

Butzbach/Münzenberg (pm). Es war ein langer Weg für Regisseur Rolf Roring, bis sein Film »Dear Courtney« nach diversen Festivals in die deutschen Kinos kommt. Und auf diesem Weg ist er dem aus Münzenberg stammenden und in Berlin lebenden Komponisten Alexander Müll begegnet.
04. April 2014, 18:48 Uhr
Alex Müll (Foto: pv)

Der hat die Vertonung übernommen und die Aufgabe gemeistert, die Stimmung der Nirvana-Ära einzufangen ohne zu nah an »Smells like Teen Spirit« heran zu kommen. Denn das Lied, um das es geht, ist im Film nicht zu hören – die Musikrechte hätten das Budget komplett gesprengt.

Herausgekommen ist eine rasante Komödie über romantische Sehnsucht, die Liebe zur Musik und eine Generation im Aufbruch. Der Film wird getragen von einem jungen Ensemble um Jonas Nay, Sina Tkotsch und Lore Richter sowie den frischgebackenen Grimme-Preisträgern Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf.

Zum Inhalt: Seit Jahren schon ist Paul (17) in Saskia verliebt – doch die Schöne will nichts von ihm wissen. Für sie schreibt er den Song seines Lebens. Den schickt er an einige Plattenfirmen – und stellt erschüttert fest, dass sein Song auf dem neuen Nirvana-Album gelandet ist. Im felsenfesten Glauben, nicht nur um den Song, sondern auch die Liebe Saskias bestohlen worden zu sein, will sich Paul bei Kurt Cobain persönlich beschweren und folgt der Band auf ihrer 1991er Tour durch Deutschland. Vor lauter Wut bemerkt er nicht, dass ihm mit der Hamburgerin Tolle etwas viel Wertvolleres als Ruhm und Ehre begegnet.

Dass die Kinotour zum Start des Films nicht nur in Berlin und Köln, sondern auch in Butzbach Station macht, liegt hauptsächlich daran, dass der Komponist nicht nur aus Münzenberg stammt, sondern in den späten 90ern im Butzbacher Capitol als Vorführer gearbeitet hat und seitdem eng mit dem Team und mit Kinochef Ralf Bartel befreundet ist. Alex Müll und Rolf Roring werden am kommenden Freitag, 11. April, ihren Film vorstellen und stehen danach für Fragen zur Verfügung. Filmbeginn ist um 21 Uhr, nachher wird im Foyer gefeiert.

Alexander Müll wurde 1977 in Münzenberg geboren, mit 8 Jahren begann er, sich selbst das Gitarrenspielen beizubringen. Als seine Eltern seine Fortschritte und seinen Enthusiasmus erlebten, schrieben sie ihn im Alter von 10 Jahren an der Modern Music School zum Einzelunterricht ein.

Bereits während seiner Gymnasialzeit am Butzbacher Weidig-Gymnasium spielte er in diversen Formationen, komponierte Musik für Theaterstücke und Musicals in der Schule, die er auch aufführte.

An der Los Angeles Music Academy absolvierte Alex Müll ein Studium der zeitgenössischen Gitarre mit dem Schwerpunkt Harmonie, Improvisation und Komposition, das er 2004 mit dem Musiker-Diplom abschloss. Nach seinem Studium spielte er in Bands, tourte durch den amerikanischen Westen und unterrichtete in Kalifornien.

Zurück in Deutschland, unterrichtete er von 2005 bis 2008 an der Modern Music School in Berlin Gitarre. Daran schloss sich ein Studium der Tontechnik an der Berliner Akademie der Musik- und Medienbranche »Deutsche POP« an, wo er schnell als Lehrer eingesetzt wurde und die Dorian Gray Studios betreute.

Seit 2009 komponiert er für diverse Medienprojekte sowie für Film und Fernsehen, so für die Dokumentation »Ein Tag Leben in NRW«.

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