22. März 2013, 20:08 Uhr

Kita-Richtfest: Etwas Wehmut und viel Vorfreude

Butzbach-Hoch-Weisel (fef). Dass der neue Kindergarten für Hoch-Weisel kommt, war schon seit Oktober mit dem Spatenstich mehr als gewiss. Am Donnerstagnachmittag konnte nun das Richtfest gefeiert werden. Was bei den Teilnehmern ganz unterschiedliche Reaktionen auslöste.
22. März 2013, 20:08 Uhr
Lieder unterm Richtbaum: Die Kita-Kinder vor ihrem neuen »Zuhause«.

Besonders die Kinder bedauerten, dass bald nicht mehr gebaut wird, beim Team überwog die Vorfreude auf den modernen Neubau, der nach dem Brand von 2011 an fast der gleichen Stelle entsteht.

»Die Kinder sind traurig, dass bald nicht mehr gebaut wird«, berichtete Leiterin Marianne Zenglein, hätten sie doch mit viel Interesse zugeschaut. »Die Walze war besonders bei den Jungs beliebt«, erinnerte sie sich, und als das Außengerüst gestellt worden sei, hätten manche Angst um die Arbeiter gehabt. Man erwarte zwar den neuen Kindergarten mit viel Spannung, vor allem weil die Container sehr laut seien, dennoch sei die Baustelle »allen irgendwie ans Herz gewachsen.«

Türen in die Natur

Bald sei das Warten vorbei, versprach Architekt Frank Siebold. Zwar sei man durch den langen Winter einen Monat zurückgeworfen worden, doch wolle man im September fertig sein. Die Kinder und Betreuer hätten im neuen Gebäude beste Voraussetzungen für die Umsetzung des pädagogischen Konzepts, fuhr Siebold fort. So gebe es viele Fenster und Ausgänge zur Natur und zum Spielbereich. Die Umgebung wolle man ins pädagogische Bestreben einbeziehen, pflichtete Marianne Zenglein bei: »Wir haben eine traumhafte Lage hier.«

Das Gebäude steht laut Siebold nicht genau dort, wo bis Juli 2011 das dann abgebrannte stand, sondern einige Meter entfernt. Der Limes sei der Grund dafür. Neu sei auch die Unterteilung in zwei Flügel – einer für die U3- und einer für die Ü3-Betreuung. Auch ein »Elterncafé« wird es geben – wobei der Name »vielleicht etwas irreführend« sei: Gemeint ist der Bereich für die Eingewöhnungsphase für die U3-Kinder, zusammen mit Mama und Papa.

Siebold lobte die reibungslose Zusammenarbeit mit der Rohbaufirma und dankte allen Beteiligten für die Kooperation. Kosten wird das Vorhaben, bis auch die Außenanlagen und der Kreisel sowie Parkplätze fertig sind, rund 3 Millionen Euro, berichtete Projektplaner Josef Braun.

Auch Bürgermeister Michael Merle freute sich über den Neubau. Der sei nicht nur eine Bereicherung für Hoch-Weisel, sondern für ganz Butzbach. Angesichts der angespannten Haushaltslage der Stadt sei man stolz, dass alles so gut geklappt habe.

Auch Ortsvorsteher Fritz Geretschläger zeigte sich »mehr als erfreut«, dass bald wieder ein richtiges Kindergartengebäude zur Verfügung stehe.

Zimmermeister Carlo Hofmann von der Firma Holzbau Schmidt aus Wetzlar, würdigte in alter Tradition das Gebäude mit einem originellen Richtspruch. »Mit Wasser versteht sich«, wie Merle später schmunzelnd erwähnte. Man wolle schließlich den Kindern ein gutes Vorbild sein.

Platz dürfte es nun zur Genüge geben. Kindergartenleiterin Zenglein rechnete vor, dass man 75 Plätze für die Ü3-Betreuung und gut 20 Plätze für U3-Kinder habe. Ebenso freue man sich über den personellen Zuwachs.

Musikalisch umrahmt wurde die feierliche Stunde von den Kindergartenkindern selbst, begleitet von einem Opa an der Gitarre.



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