Butzbach

Paddy Schmidt spinnt Seemannsgarn mit Musik

Butzbach (pm/khn). Er braucht meist nicht mehr als Barhocker, Mikrofon, Gitarre, Mundharmonika - und ein Glas mit Whisky: Dann macht Paddy Schmidt, Frontmann der aufgelösten und wiedervereinten Folk-Rock-Band Paddy goes to Holyhead das, was er am Besten kann: Mit Reibeisenstimme wahre Irland-Geschichten und Seemannsgarn zum Besten geben
06. Januar 2010, 18:06 Uhr
Paddy Schmidt ist bei seinen Auftritten stets mit Gitarre und selbst gebauter Mundharmonika bewaffnet.	(Foto: pv)
Paddy Schmidt ist bei seinen Auftritten stets mit Gitarre und selbst gebauter Mundharmonika bewaffnet. (Foto: pv)
Wer das live miterleben möchte, kann zu seinem Konzert kommen: Am Freitag, 15. Januar, spielt er ab 21 Uhr in der Gaststätte Wilhelmshöhe. Einlass ist um 19 Uhr.

Nachdem die Konzerte von Schmidt in den vergangenen Jahren in Friedberg und Karben ein Erfolg waren, freut sich der Griedeler Verein Keltenfreunde, den Musiker nun nach Butzbach gelockt zu haben. Dabei ist das bei dem Tourplan von Schmidt nicht selbstverständlich. Denn neben seinen Soloauftritten ist er noch mit seinen Bandkollegen unterwegs.

»Die freien Termine gingen weg wie warme Semmeln«, frohlockt er. »Ich werde wohl noch eine Extratour dranhängen, obwohl ich nicht einmal weiß, wann ich das in Angriff nehmen soll.« Das bedeutet wohl Tourstress? Schmidt winkt ab: »Quatsch. Musik ist mein Leben. Wenn ich in den Urlaub fahre, nehme ich immer mindestens ein Instrument mit.«

Der Paddy-Goes-To-Holyhead-Frontman stellt in der Gaststätte, die seit vergangener Woche von Ruthild Hilbig und Heiko Bender geführt wird, seine neue CD »In Good Company« vor. Das Album bietet eine Mischung aus traditioneller irischer Musik, Balladen und rockigen Songs. Einige Titel wurden mit irischen Gastmusikern an Geige, Banjo und Gesang eingespielt. Mit dabei sind auch jede Menge irische und schottische Tänze, die der Paddy-Frontmann auf selbst gebauten Mundharmonikas zur Gitarre serviert.

Schmidt hat mit vielen internationalen Größen auf der Bühne gestanden - darunter den Leningrad Cowboys, den Beach Boys, Klaus Lage, BAP, Jethro Tull, Deep Purple, den Hooters und den Dubliners. Mit seiner Band Paddy goes to Holyhead tritt er bis heute auf großen Bühnen auf. Solo bevorzugt er aber Pubs und kleine Clubs. »Für mich ist das ein richtiger Ausgleich«‚ sagt der Sänger. »Oft sind wir auf Megabühnen meterweit von den Fans entfernt. Ich genieße es, im Pub zu sitzen, ein Glas Whisky zu schlürfen und mit den Leuten zu palavern. « Eine Session könne bis in die frühen Morgenstunden dauern, und mancher Wirt habe zum Sonnenaufgang schon mal seine heilige Whiskysammlung ausgepackt. »Die ist dann allerdings nachher reduziert«, sagt er. Für Schmidt muss die Mischung stimmen. »Auf großen Open-Air-Bühnen an lauen Sommerabenden macht mir die Musik ebenso viel Spaß wie in kalten Winternächten am Torffeuer im Irish Pub.«

Artikel: https://www.giessener-allgemeine.de/regional/wetteraukreis/butzbach/art552,40481

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