24. November 2008, 20:04 Uhr

Unvergessliche Liebeserklärung an Frankreich

Butzbach (bd). Einen unvergesslichen Abend bereiteten die beiden französischen Künstler Francis Muller und Nicolas Arnoult einem begeisterten Publikum in der Wendelinskapelle.
24. November 2008, 20:04 Uhr
Zwei Künstler, zwei Idole, ein unvergessliches Konzert: Francis Muller und Nicolas Arnoult. (Foto: bd)

Butzbach (bd). Einen unvergesslichen Abend bereiteten die beiden französischen Künstler Francis Muller und Nicolas Arnoult einem begeisterten Publikum in der Wendelinskapelle.

Denn der virtuose Sänger Muller und der ihm in nichts nachstehende Arnoult an Akkordeon und Piano stellten in einer mitreißenden achtzigminütigen Hommage zwei Künstler vor, die Frankreichs Seele personifizieren: Edith Piaf und Jacques Brel.

Zu danken ist der Abend voll musikalischer Anmut, Eleganz, Intimität und Poesie dem in Nieder-Weisel ansässigen »Deutsch-Französischen Kulturforum Butzbach«, dessen Leiterin Christiane Galle ebenso anwesend war wie in Griedel wohnende Kulturjournalistin Suzanne Bohn. Sie übernahm die Ansage der beiden Künstler, die sich in der Wendelinskapelle sichtlich wohl fühlten.

Unter den Chansonniers und Chansonnetten Frankreichs ist Edith Piaf die größte. Sie war nur 1,47 Meter groß. Die Tochter eines Akrobaten und einer Kaffeehaussängerin, früh von den Eltern verlassen und von Schicksalsschlägen gebeutelt, hat unvergessliche Chansons hinterlassen. Zum Beispiel »Sous le ciel de Paris«, ihre Liebeserklärung an die französische Hauptstadt, mit der das Konzert eröffnet wurde.

»Je ne sais pas« von Jacques Brel folgte. Brel, wiewohl unweit von Brüssel geboren, stand für das französische Chanson wie kaum ein anderer.

Francis Muller, selbst Chansontexter und Komponist, widmete sich mit großem Ausdrucksvermögen den beiden Vorbildern und ließ sich von Nioclas Arnoult kongenial an beiden Instrumenten begleiten. Zu hören gab es Unvergängliches wie »La vie en rose« und natürlich »Non, je ne regrette rien« von Edith Piaf, und von Jacques Brel »Au printemps« oder das unvergleichliche »Amsterdam«.

Das Publikum war entzückt, viele wiegten ihre Köpfe, ließen sich von den Klängen gefangen nehmen und lauschten den Liedern, die um die Liebe und die Nöte eines Menschenlebens kreisten, kluge Bestandsaufnahmen der ganzen menschlichen Gefühlspalette waren. Eine Zugabe war unumgänglich..

Zum Schluss schritten Nicolas Arnoult mit dem Akkordeon und der ins Mikrofon singende Francis Miller durch das Kirchenschiff und verneigten sich zum Abschied tief vor den Zuhörern.

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