14. September 2008, 18:16 Uhr

Familien gesucht für das »zweite Hundeleben«

Butzbach (bd). Ursprünglich war der Beagle ein für die Jagd gezüchteter Meutehund, der mit den Normannen von Frankreich nach England kam. Heute gelten die Beagles als fröhlich, aufgeweckte und liebenswerte Familienhunde.
14. September 2008, 18:16 Uhr
Freundliche Begleiter trotz der schlechten Erfahrungen mit der Spezie Mensch: die früheren Labor-Beagles rüsten zum Spaziergang. (Foto: Dörr)

Aber: Wenn für Laborversuche Hunde gebraucht werden, sind die verträglichen Beagles auch die erste Wahl.

Um diese Beagle kümmert sich nach dem Abschluss der Versuchsreihen der Verein »Laborgehilfe« mit Sitz in Hamburg. In Cleeberg ist die mittelhessische Regionalgruppe daheim. Ihre Leiterin Christa Wertich hatte am Samstag zu einem Treffen nach Butzbach eingeladen. An die Gaststätte »Wilhelmshöhe« kamen Laborbeaglebesitzer aus dem Raum zwischen Westerwald und Wiesbaden mit »Kind und Kegel« und 22 Hunden zu einem Spaziergang in den Stadtwald und sich anschließend wieder im Saal zu Dog-Dancing und einem Fachvortrag der Butzbacher Tierphysiologin Christina Metzger zu treffen.

Auch ein Team der »Hessenschau« war dabei, der Bericht soll heute über die Bildschirme flimmern. Beim munteren Stelldichein ließ sich auf den ersten Blick nicht erahnen, dass hinter den Labor-Beagles kein einfaches Leben liegt. Ihre Jugendjahre verbrachten sie nicht mit Menschen in Familien, sondern im gleichgeschlechtlichen Rudel weitgehend abgeschirmt von der Öffentlichkeit.

Der Verein »Laborgehilfe« vermittelt die Versuchstiere in die Hände von Familien. Die Schwierigkeit ist, so Christa Wertich, die Laborhunde an ihr »zweites Leben« zu gewöhnen. Schreckhaft und ruhebedürftig seien die ehemaligen Laborhunde anfangs, betont Wertich. Man vermittele sie in ausgewählte Familien. Manchmal aber überfordere dies beide Seiten, dann bringe man die Laborhunde zunächst bei Vereinsmitgliedern unter, wo die ersten Sozialisierungsschritte gemacht würden.

Wer sich eines Laborbeagles annehme, müsse Zeit, Einfühlungsvermögen und Geduld mitbringen, empfehlenswert sei der Besuch einer Hundeschule. Die Besitzer sollten den Beagle möglichst nicht lange allein lassen, mit ihm liebevoll und konsequent umgehen. Spazierengehen sei wichtig, denn der Beagle brauche als Jagdhund Bewegung, allerdings an der Leine. Auch die geistige Förderung der kinderfreundlichen Rasse sei gefragt, etwa bei Hundesport und Fährtenarbeit.

Interessierte Familien sucht Christa Wertich jederzeit. Wer mehr wissen möchte, kann sie unter der Nummer 06085/3112 anrufen oder die Homepage www.laborgehilfe.de im Internet besuchen.

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