05. Mai 2015, 17:43 Uhr

DLRG stellt Gerechtigkeit bei Vereinsförderung infrage

Butzbach (pm/mlu). Die DLRG findet es nicht in Ordnung, dass ihre Mitglieder für die wöchentliche Badnutzung 14 000 Euro per anno berappen. Ein weiteres Thema in der Hauptversammlung des Vereins war ein Schwimmkurs für Flüchtlinge, von dem auch die Trainer profitiert haben: Sie sprechen jetzt einige Brocken Arabisch.
05. Mai 2015, 17:43 Uhr
Neu formiert: Der Vorstand der DLRG in Butzbach mit Michael Weide an der Spitze.

Während viele Vereine öffentliche Sportanlagen kostenlos nutzen, müssen die Mitglieder der DLRG Butzbach für ihr wöchentliches Training im Hallenbad 14 000 Euro per anno berappen. Das ergab eine vereinsinterne Hochrechnung, die der Vorsitzende Michael Weide den Mitgliedern auf deren jüngster Hauptversammlung vortrug. Daher habe man Bürgermeister Michael Merle in einem Antrag um finanzielle Erleichterung gebeten, die Vereinsförderung solle gerechter gestaltet werden. Inzwischen habe ein Gespräch mit Merle und Vertretern der Bäderbetriebe stattgefunden, ein Ergebnis stehe jedoch noch aus, so Weide. Ein Nachlass käme den Schwimmern zupass, soll dieses Jahr doch ein neues Einsatzfahrzeug angeschafft werden.

Über die Arbeit am Inheidener See berichtete der Technische Leiter Einsatz, Lars Axmann. Nennenswerte Rettungseinsätze habe es nicht gegeben, jedoch kleine medizinische Hilfsleistungen. Den Wachdienst stellten im vergangenen Jahr 47 Wachgänger in vier Wachgruppen an 52 Wachdiensttagen.

Auch für den Bereich Ausbildung gab Axmann stellvertretend Rapport. Nach Wiedereröffnung des Schwimmbades im Sommer 2013 sei die Anzahl der abgenommenen Jugend-, Erwachsenen- und Rettungsschwimmabzeichen wieder gestiegen. Glücklicherweise verfüge der Bezirk Gießen/Wetterau/Vogelsberg mit Jessica Schuhmann über eine neue Ausbilderin Schwimmen/Rettungsschwimmen.

Öffentlichkeitsarbeiter Jörn Fischer verwies auf Pressepublikationen und öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen, bei denen sich die DLRG präsentiert hatte, etwa das Sportfest des TSV Butzbach auf dem Marktplatz. Als Höhepunkt nannte er den »Tag der Hilfsorganisationen«, bei dem sich mehrere Rettungsorganisationen auf dem Butzbacher Schlosshof vorgestellt hatten.

Fotos, die die neu gewählte Jugendvorsitzende Melanie Reisenbüchler zeigte, dokumentierten die Aktivitäten des Jugendvorstandes (Winterfreizeit, Besichtigung des Hessischen Rundfunks, Kletterwald etc.).

Vorsitzender Michael Wede, der für weitere drei Jahre im Amt bestätigt wurde, ging auf Ereignisse des Vorjahres ein, nannte eine Frühlingswanderung, die Beteiligung am Inheidener Seefest sowie am Weihnachtsmarkt. Besonders gut angekommen sei eine mehrtägige Fahrt nach Berlin.

Zu den jüngsten Aktivitäten der DLRG zählt ein Schwimmkurs, der dieser Tage für acht Flüchtlinge ausgerichtet wurde. Finanzielle Unterstützung gab es dafür im Rahmen eines Projektes der Sportjugend Hessen vom Bund. »Die Flüchtlinge können jetzt schwimmen, und wir können jetzt ein wenig Arabisch sprechen«, kommentierte einer der Kursleiter die Erfahrung.

Schließlich wurde während der Hauptversammlung Abschied genommen: Jan Schier, Lars Axmann und Karl Heinz Stöber stellten ihre Ämter zur Verfügung. Schier war zwölf Jahre Schatzmeister. Im Ausgang der Wahlen setzt sich der DLRG-Vorstand wie folgt zusammen: Vorsitzender Michael Weide wird fortan von Florian Gompf vertreten. Neuer Schatzmeister ist Florian Proksch, Technischer Leiter Ausbildung ist Klaus Schuhmann, Technischer Leister Einsatz ist Christian Reichelt, die Öffentlichkeitsarbeit betreut weiter Jörn Fischer.

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