10. Oktober 2019, 20:02 Uhr

Zu Besuch bei Professor Brinkmann

10. Oktober 2019, 20:02 Uhr
Avatar_neutral
Aus der Redaktion
Schönes Wetter, gute Laune: Mitglieder des Geschichtsvereins auf Tour. (Foto: privat)

Die jüngste viertägige Fahrt des Karbener Geschichtsvereins führte in den Breisgau mit dem Kaiserstuhl und Freiburg sowie in den Hochschwarzwald. Auf der Hinfahrt wurden Triberg, in dessen Nähe sich der höchste Wasserfall Deutschlands außerhalb der Alpen befindet, die weltgrößte Kuckucksuhr in Schonachbach, das Glottertal und die Kirche St. Peter besucht. Der zweite Tag führte zunächst auf die französische Rheinseite nach Neuf-Brisach, einem kleinen Städtchen mit etwa 2000 Einwohnern, das Anfang des 18. Jahrhunderts vom Festungsbauer Vauban in Form eines Achtecks mit zentralem Exerzierplatz und einem schachbrettförmigen Straßennetz angelegt wurde. Danach wurde der Kaiserstuhl erkundet. Am Aussichtspunkt Mondhalde genoss man bei Sonnenschein einen herrlichen Überblick über den Kaiserstuhl mit zahllosen Weinbergen. Am Abend ließen sich die Karbener bei Schinken- und Käseplatten badische Weine schmecken.

Der dritte Tag war dem Schwarzwald gewidmet, der seinen Namen der Dunkelheit Tausender Fichten verdankt. Durch die hügelige Landschaft fuhren die Reisegäste zum Titisee und anschließend zum »Hüsli«, das 1911 im Stil eines Schwarzwaldhauses erbaut und später als Heimatmuseum eingerichtet wurde. Populär wurde das Haus durch die TV-Serie »Die Schwarzwaldklinik« als Wohnsitz von Professor Brinkmann. Der Besuch im »Hüsli« wurde gekrönt von einer Darbietung des Vereinsmitgliedes Gerti Hilka, die auf dem dort vorhandenen Steinway-Flügel eine Probe ihres Könnens als Pianistin gab. Weiter ging es durch das Höllental und am Schluchsee entlang zum Kurort St. Blasien, wo der Dom besichtigt wurde. Innen ganz aus weißem Marmor gestaltet, besticht er mit seiner Kuppel - mit 36 Metern Durchmesser und 62 Metern Höhe das drittgrößte Kuppelbauwerk Europas. Danach fuhr die Gruppe nach Staufen, das mit seinem mittelalterlichen Stadtkern und der Burgruine landschaftlich reizvoll gelegen ist. Die Stadt erlangte 2007 unrühmliche Bekanntheit durch fehlerhafte Bohrungen zur Gewinnung von Erdwärme für das historische Rathaus. Dabei ist Wasser in die angebohrte Gipsschicht gelangt, wodurch diese aufgequollen ist und noch weiter aufquillt. Das hat wiederum dazu geführt, dass der Boden sich in der Altstadt um mehrere Zentimeter angehoben hat und weiterhin jährlich um etwa drei Millimeter anhebt. Dadurch sind an vielen Gebäuden Risse entstanden, wovon sich die Reisegruppe bei ihrem Stadtrundgang überzeugen konnte.

Am letzten Tag wurde Freiburg erkundet, das für sein mildes Klima und das wiederaufgebaute, von kleinen Bächen durchzogene mittelalterliche Stadtzentrum bekannt ist. Zahlreiche architektonische Perlen, so beispielsweise das Münster, überzeugten die Besucher von der Schönheit der Stadt. Auf der Rückfahrt bildete der Besuch der Schlossanlage in Bruchsal nochmals einen Höhepunkt zum Abschluss der interessanten Reise.



0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos