31. Mai 2019, 19:57 Uhr

Wo liegt der Nidda-Schatz?

31. Mai 2019, 19:57 Uhr
Ute Lange (l.) und Iris Müller von der Karbener Künstlerinitiative freuen sich über ihr erstes gemeinsames und farbenfrohes Kinderbuch. (Fotos: cf)

»Die Geschichte vom Schatz in der Nidda.« Diesen Stoff von Autorin Ute Lange hat Illustratorin Iris Müller bebildert. Im August kommt das Buch der beiden Karbenerinnen auf den Markt. Das Ganze geht zurück auf einen Workshop mit Kindern im »Atelier 17« der Karbener Künstlerinitiative.

»Mit ist so langweilig.« Diesen Satz hören Eltern oft von ihren Kindern in den Ferien. Für Tim und Lena aus Karben trifft er nicht zu. Die beiden spielen am liebsten an der Nidda.

Eines Tages entdecken die Kinder einen zugewucherten Pfad. Voller Entdeckerdrang folgen sie ihm und stoßen auf eine verfallene Hütte. Die ist echt gruselig. Beim Stöbern in der Hütte entdecken sie eine Flasche. In dieser befindet sich ein Zettel. Auf ihm hat jemand ein Gedicht in Rätselform notiert. Es enthält verschlüsselte Informationen. Zum einen die, dass in einem abgelegenen Nidda-Arm ein Schatz liege. Zum anderen, dass dieser nur in der Walpurgisnacht gefunden werden könne. Und zum Dritten, dass er von der Eule der Walpurgishexe bewacht werde. Und schon sind die beiden Spielkameraden mitten in einem großen Abenteuer.

Nicht verraten wird in den verschlüsselten Hinweisen, wo sich der Schatz im fast 90 Kilometer langen Fluss befindet, wer ihn dort wann und warum versteckte und vieles mehr. Ob die Kinder tatsächlich einen Schatz finden, erfahren die Leser des Buches »Die Geschichte vom Schatz in der Nidda«. »Die Geschichte ist 14 Seiten lang«, verrät die Autorin. Mit zehn farbenfrohen Bildern illustriert hat sie Iris Müller aus Groß-Karben.

Die jungen Leser können ihrer Fantasie ebenfalls freien Lauf bei der Bebilderung der spannenden Geschichte lassen. »Wir haben Seiten zum Ausmalen eingeplant«, informiert Müller. Gerade hat sie alle Originalzeichnungen fertiggestellt. Die detailreichen Bilder laden Betrachter von drei bis zehn Jahren zum Entdecken ein. Gemalt sind sie mit Pigmenttusche und Aquarellfarben. »Ich habe nach dem Lesen der Abenteuergeschichte erst Skizzen gezeichnet und diese dann ausgemalt.«

Lange berichtet, dass sich ihre Geschichte beim Schreiben entwickelte. Sie hat bereits zehn Kinderbücher veröffentlicht. Zum Schreiben kam die Seniorin, die seit 1994 in Burg-Gräfenrode lebt, durch ihre Enkelkinder. »Ich schreibe seit 14 Jahren Geschichten für meine Enkelkinder und für die Enkel meiner Schwester. Jedem Kind habe ich bei seiner Geburt eine meiner Geschichten gewidmet. Früher habe ich meinen Kindern oft eigene Geschichten erzählt.« In ihren fantasievollen Erzählungen oder Märchen spielen Alltagsgegenstände, heimische Tierarten, aber auch Kobolde, Engel, Teufel, Zauberer und, wie jetzt, eine Hexe und ihre Eule eine Rolle.

Idee aus Workshop

Kennengelernt hat sich das kreative Duo bei der Karbener Künstlerinitiative. Die Idee zur Schatzgeschichte in der Nidda hatte Lange, als sie mit Müller im »Atelier 17« im Januar zwei Workshops für Kinder gab. Das Thema lautete »Wir gestalten ein Kinderbuch«. Die Kinder malten zum Rohentwurf des Textes eigene Bilder. »Der Text verlieh der Fantasie der Kinder gleich beim ersten Hören Flügel. Jedes verband mit dem Gehörten eigene Vorstellungen«, erinnert sich Müller. Beim Workshop habe es sich um den ersten Kurs der Künstlerinitiative gehandelt, der Text mit Illustration verknüpfte. Ihre Anleitungen zum Malen einzelner Wunschmotive waren bei den 20 Mädchen und Jungen der Workshops gefragt. Jetzt sind sie gespannt, wie Müller die Geschichte bebildert hat.

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