30. August 2017, 11:00 Uhr

Comedy-Keller

Witz-Duo von Hitradio-FFH hofft auf den Radiopreis

Sie bringen Hörer zum Schmunzeln. Dazu begeben sich Boris Meinzer und Dirk Haberkorn in den Untergrund des Bad Vilbeler Funkhauses. Können sie dafür den Radiopreis gewinnen?
30. August 2017, 11:00 Uhr
Die Redakteure Boris Meinzer (l.) und Dirk Haberkorn entwickeln Gags und Comedy fürs Radio. Nun sind die FFH-Witz-Experten in der Sparte Comedy für den Deutschen Radiopreis nominiert. In einer Woche geht’s nach Hamburg, dann ist klar, wer gewinnt. (Foto: cf)

"Wir sind auf die Nominierung für den Deutschen Radiopreis 2017 megastolz«, sagt FFH Comedy-Redakteur Boris Meinzer. Mit seinem Kollegen Dirk Haberkorn wurde er von der Jury des Grimme-Instituts in der Kategorie »Beste Comedy« nominiert. Seit 15 Jahren arbeitet das Duo zusammen. Ihr FFH-Comedykeller ist seit zweieinhalb Jahren auf Sendung. Dafür sitzen die Comedy-Redakteure »kurz vor Feierabend 150 Meter unter dem Funkhaus und ohne Tageslicht« in ihrem Keller. Zu den Herausforderungen »im härtesten Job Hessens« ruft der jeweilige Moderator den Kreativen zu, welchen Gag er auf die Schnelle von ihnen benötigt. Das Duo entwirft drei Witz-Varianten, von denen dann eine vom Moderator für gut befunden wird.


Gags zu Drogen

Zum Thema Drogen dichteten die »Men in Gag« beispielsweise: »Du sollst nicht stehlen, lügen und mit Drogen Geschäfte machen. Der Bundestag in Berlin mag keine Konkurrenz.« Der nächste Vorschlag spielt auf dem Schulhof: »Ich ziehe was, was du nicht ziehst.« Themen finden die beiden immer. »Die liegen rum. Wir schauen, welche Veranstaltungen es in dieser Woche gibt, Stoff bieten auch Verkehrsmeldungen wie ›Baustelle umfahren‹.

Das heißt für uns: Mit dem Auto in eine Baustelle reinbrettern und alles umfahren. Wir erkennen viel schneller als andere die Doppeldeutigkeit von Wörtern«, erzählt Dirk Haberkorn.

Späße über Promis

»Oft setzen wir neben Themen auch Promis auf unsere Liste, begrüßen einen Schauspieler, Sänger, Tänzer bei uns im Studio. Dann spielen wir uns die Bälle zu, ergänzen uns blind.« Im Eifer des Wortgefechtes kann auch schon einmal etwas schieflaufen. In einem Gag verrieten sie den Täter im neuen Nele-Neuhaus-Krimi. »Der Mörder ist uns unbewusst rausgerutscht. Es war der Gärtner.«

Comedy-Redakteure haben einen Werkzeugkasten. Gags, Witze und Zoten zu schreiben, sei Talent, Handwerk und Routine. »Langweilig wird’s nicht, man lernt nie aus, sondern entwickelt sich, wird immer besser«, erzählen sie. »Humor und Comedy sind intelligente Weitergaben von Informationen«, erklärt der gebürtige Karlsruher Boris Meinzer. Er lebt seit 15 Jahren in Hessen, davon seit sieben mit seiner Familie in Oberau. »Boris ist der Stefan Raab von Altenstadt. Er organisiert in seiner Freizeit zugunsten des dortigen Kindergartens oder der Stadt Benefiz-Events wie die vierte Weltmeisterschaft im Schnuller-Weitspucken am Sonntag in Altenstadt«, verrät Dirk Haberkorn.

Das Duo will den Comedykeller auf die Bühne bringen und Seminare zum Comedyschreiben geben. Getreu dem Motto »Woraus besteht ein Seitensprung und die FFH-Comedy-Redaktion? Sag mal: Weiß ich nicht«, ruft Dirk seinem Kollegen zu. Boris: »Weiß nicht!« Dirk: »Aus Spaß-vögeln.«

Hobby zum Beruf gemacht

Die beiden sind authentisch. »Wir haben unser Hobby zum Beruf gemacht, sind rund um die Uhr im Job.« Selbst beim Autofahren werden Ideen sofort ins Smartphone gesprochen. Kürzlich bekam das Duo einen Anruf der Polizei, die wissen wollte, wann der Comedykeller läuft. »Da hat sich ein Zeuge bei der Zeitangabe auf unsere Sendung berufen«, erzählt Haberkorn. Beide freuen sich auf die Gala in der Hamburger Elbphilharmonie am Donnerstag, 7. September. Moderiert wird die Show von Barbara Schöneberger. »Wir haben bereits jede Menge Wünsche für Autogramme.« Laudatorin ist Fürstin Gloria von Thurn und Taxis.

 

Der Deutsche Radiopreis

Der Deutsche Radiopreis wird in der kommenden Wochen zum achten Mal vergeben. Stifter sind die Hörfunkprogramme der ARD, Deutschlandradio und die Privatradios. In diesem Jahr haben 127 private und öffentlich-rechtliche Sender 381 Bewerbungen in elf Kategorien eingereicht. Erstmals wird die Auszeichnung mit Showprogramm im großen Saal der Elbphilharmonie in Hamburg vergeben. (cf))

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