Bad Vilbel & Karben

Wie das Leben entstanden ist

Wenn Naturschützer und Geschichtsverein gemeinsame Sache machen, dann interessiert das viele Karbener und es verspricht ein informativer Abend zu werden. Kürzlich hat Hans Hansen, der in beiden Vereinen aktiv ist, einen Vortrag mit dem Titel »Die Entstehung des Lebens - Die chemische Evolution« gehalten. Rund 60 Gäste lauschten ihm, heißt es in einer Mitteilung des Karbener Naturschutzbundes (NABU).
12. November 2019, 21:46 Uhr
Redaktion
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Hans Hansen

Wenn Naturschützer und Geschichtsverein gemeinsame Sache machen, dann interessiert das viele Karbener und es verspricht ein informativer Abend zu werden. Kürzlich hat Hans Hansen, der in beiden Vereinen aktiv ist, einen Vortrag mit dem Titel »Die Entstehung des Lebens - Die chemische Evolution« gehalten. Rund 60 Gäste lauschten ihm, heißt es in einer Mitteilung des Karbener Naturschutzbundes (NABU).

Die Erde war vor etwa vier Milliarden Jahren so weit abgekühlt, dass flüssiges Wasser in großen Mengen auf der Erdoberfläche kondensieren konnte. Zu jener Zeit waren die Bedingungen auf der Erde extrem lebensfeindlich«, erklärte Hansen. »Asteroiden unterschiedlicher Größe schlugen auf der Erde ein, rissen die dünne Erdkruste immer wieder auf und formten sie um.«

Die Folge: Heftiger Vulkanismus auf der ganzen Erde. Die lebensgefährliche Strahlung der Sonne habe mangels einer Ozonschicht in der Atmosphäre ungehindert auf die Erdoberfläche treffen können. Die Atmosphäre habe damals hauptsächlich aus Kohlendioxid, Stickstoff und Wasserdampf bestanden.

Nach einer wissenschaftlichen Hypothese habe die Wiege des Lebens am Boden des Urozeans in den »schwarzen Rauchern« gelegen. Die Schlote hätten weitgehend aus porösen Metallsulfiden bestanden. Das Innere dieser Schlote sei ständig von heißem Wasser durchströmt worden. »Der Heißwasserstrom enthielt verschiedene Gase und chemische Verbindungen«, erklärte Hansen. Im Innern der Poren hätten laufend chemische Reaktionen stattgefunden. »Es entstanden ständig neue Verbindungen, die wieder gespalten und neu zusammengesetzt wurden«, sagte Hansen.

Dieses zunächst ungeregelte Spiel mit zahlreichen chemischen Verbindungen sei überlagert durch ein Prinzip der Veränderung und der Auslese in Richtung größerer, stabilerer und damit komplexerer Moleküle. Durch die Einbindung des Elementes Kohlenstoff, das viele Bindungsvarianten ermöglichte, seien auch viele hochmolekulare organische Verbindungen gebildet worden.

Erste Vererbung

»Dieses Prinzip hat bei der ›chemischen Evolution‹, eine wesentliche Rolle gespielt. Besonders stabile Substanzen standen länger für weitere Reaktionen zur Verfügung und konnten häufiger Veränderungen erfahren, die in die nächste Reaktionsgeneration weitergegeben wurden«, erklärte Hansen.

Der Übergang von der chemischen zur biologischen Welt sei vor etwa 3,6 Milliarden Jahren erfolgt. Die Archaeen und Bakterien hätten Merkmale biologischen Lebens gezeigt: Eine stabile Hülle, Stoffwechsel und das Reproduzieren. (Foto: pv)

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