02. August 2019, 20:41 Uhr

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02. August 2019, 20:41 Uhr
Die Karbener Geschichtsvereinsmitglieder vor dem Barockschloss in Ludwigslust, dem Mecklenburgischen Versailles. (Foto: privat)

Der Karbener Geschichtsverein hat ja wieder eine tolle Reise gemacht. Dies von Bürgern zu hören, die nicht dabei waren, sei ein Kompliment, findet Vorsitzender Jürgen Hintz. Die von ihm zusammengestellte Studienfahrt führte in den Landesteil Mecklenburg. Auf dem Hinweg besichtigte man den Hundertwasser-Bahnhof in Uelzen.

Der zweite Tag führte zuerst nach Heiligendamm. Danach folgte die Führung im Doberaner Münster. Der Hochaltar gilt als ältester Flügelaltar der Kunstgeschichte. Am Nachmittag gab es eine Führung durch die Altstadt von Wismar, dessen Altstadt UNESCO-Welterbe ist.

Beeindruckt waren die Besucher von Schwerin. Während einer Führung in der Altstadt und der barocken Neustadt erfuhren die Karbener Interessantes zur Stadt- und Landesgeschichte. Höhepunkt war die Sonderführung im Schloss.

Auch in Rostock zeugen Baudenkmäler von der Blüte durch die Hanse. Die Marienkirche, ein Hauptwerk der norddeutschen Backsteingotik, glänzt mit reicher Ausstattung. Die Besucher waren fasziniert von der astronomischen Uhr, einem Meisterwerk mittelalterlicher Technik. Seit über 500 Jahren läuft die Uhr rein mechanisch. Unterschiedliche Stilepochen, von der Backsteingotik über Renaissance- und Barockhäuser bis zum modernen Plattenbau, prägen die Kröpeliner Straße, die erste Fußgängerzone der DDR. Die Reisegruppe genoss das Flair dieser Bummel- und Einkaufsmeile mitten in der Altstadt, ebenso den Anblick des Brunnens der Lebensfreude. Von dort ging es zur 1419 als älteste im Ostseeraum gegründeten Universität. Am späten Nachmittag erfolgte eine Erkundung des Seeheilbads Warnemünde.

Zu Besuch im Barlach-Atelier

In der Barlach-Stadt Güstrow begann die Stadtführung am Schloss. Es folgte die gut erhaltene Altstadt. Mit Ehrfurcht bewunderten die Karbener im Dom den »Schwebenden«, ein Ehrenmal für die Opfer des Ersten Weltkriegs von Ernst Barlach. In seiner Güstrower Zeit schuf er seine berühmtesten Werke, wovon sich die Reisenden am Nachmittag im Barlach-Atelier überzeugten. Auf dem Rückweg besuchten die Gäste Bützow, einst Residenz der Schweriner Bischöfe.

Der vorletzte Tag führte zur Mecklenburgischen Seenplatte an die Müritz. In Waren bekam die Gruppe zunächst eine Führung im Müritzeum - einem naturhistorischen Museum und Naturerlebniszentrum. Danach erkundete man die Altstadt. Am Nachmittag genossen die Karbener eine Schifffahrt von Waren nach Röbel, einer Mecklenburger Ackerbürgerstadt. Am Abreisetag gab es eine Führung in Ludwigslust, einer planmäßig angelegten Stadt, die dank des barocken Schloss-Ensembles (das Mecklenburgische Versailles mit einem der größten Landschaftsgärten in Norddeutschland) den Herzögen von Mecklenburg-Schwerin lange als Hauptresidenz diente. Die Stadtkirche mit dem vom Boden bis zur Decke reichenden Wandgemälde und Orgelklänge bildeten den Abschluss dieser Studienreise.

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