22. November 2017, 09:42 Uhr

Hessentag 2020

Viel Arbeit bis zum Hessentag 2020 in Bad Vilbel

Die Bewerbung hat die Landesregierung überzeugt: Bad Vilbel wird den Hessentag 2020 ausrichten. Die Freude ist groß, nun wartet jede Menge Arbeit auf Verwaltung und Vereine.
22. November 2017, 09:42 Uhr
Der Kurpark mit der historischen Wasserburg, in der alljährlich die Festspiele stattfinden, wird einer der Veranstaltungsorte des Hessentages 2020 sein. (Foto: pe)

Zum zweiten Mal innerhalb von acht Wochen hatten sich Bürgermeister Dr. Thomas Stöhr, Erster Stadtrat Sebastian Wysocki und Kulturfachdienstleiter Claus-Günther Kunzmann nach Wiesbaden in die Staatskanzlei aufgemacht. Aus gutem Grund: Die Stadt hatte am Vortag die Nachricht erreicht, dass das Kabinett die Hessentagsstadt 2020 festlegt. Verbunden mit der Bitte, »sich doch den Dienstag von anderen Terminen freizuhalten«, wie es Stadtsprecher Yannick Schwander formulierte. Damit war klar, dass die Brunnen- und Festspielstadt in drei Jahren das Landesfest ausrichten wird. Denn außer Bad Vilbel hatte sich nur Haiger um einen Hessentag »ab 2020« beworben.

Und so fanden sich die hauptamtlichen Magistratsmitglieder, Stadtverordnetenvorsteher Herbert Anders und die Spitzen der Koalitions- und der Oppositionsfraktionen in der Staatskanzlei ein, wo Bouffier und Wintermeyer ihnen die offizielle Urkunde überreichte.

 

Der Hessentag dauert zehn Tage, wirkt aber Jahrzehnte

Staatsminister Wintermeyer
Ministerpräsident Volker Bouffier (r.) gratuliert Dr. Stöhr zum Hessentag.
Ministerpräsident Volker Bouffier (r.) gratuliert Dr. Stöhr zum Hessentag.

Natürlich war die Freude bei den Verantwortlichen groß, aber insgeheim hatten sie schon damit gerechnet. Nicht nur wegen der nur kleinen Konkurrenz, sondern auch, weil die Stadt am 12. September nach ihrer festen Überzeugung eine aussagekräftige Bewerbung eingereicht hatte. Auf 68 Seiten hatte eine Arbeitsgruppe unter der Leitung des Kulturfachdienstleiters nicht nur die Stadt vorgestellt, sondern auch die Rahmenkonzeption dargelegt.

Doch es gibt etwa in Sachen Infrastruktur viel Arbeit:

  • Das zu sanierende Kurhaus und die neue Stadthalle. Beides soll bis 2020 fertig werden.
  • Auch der Kurpark mit Wasserburg soll zum Veranstaltungsort werden.
  • Eine riesige Freifläche im Quellenpark, ganz in Bahnhofsnähe, ist geplant.

 

Überzeugt hat nach Aussage Schwanders dagegen wohl bereits die Tatsache, dass Bad Vilbel bereits über eine vielseitige Infrastruktur verfüge. Ministerpräsident Volker Bouffier drückte das so aus: »Die Quellen- und Festspielstadt mitten im Rhein-Main-Gebiet bringt alle Voraussetzungen mit, um eine gute Gastgeberin für das Landesfest zu sein: die große Unterstützung der Menschen und Vereine vor Ort, engagierte Unternehmen und nicht zuletzt eine gut ausgebaute Infrastruktur für die Ausrichtung einer so vielfältigen Veranstaltung.«

Was sind also die nächsten Aufgaben?

  1. Der Zeitplan sieht vor, Kunzmann in Kürze zum offiziellen Hessentagsbeauftragten zu bestellen.
  2. Im Konzept steht auch eine »zeitnahe Abstimmung mit dem Finanzministerium über das Investitionsprogramm«.
Sicher ist bereits, dass Bad Vilbel 6,5 Millionen aus dem Investitionsprogramm erhält und weitere 2 Millionen als Defizitausgleich. Über weitere Zuschüsse »aus anderen Töpfen« will man bald verhandeln. Bis zum Frühjahr 2018 soll der Landesregierung des Flächenkonzept übermittelt werden, ab dem Sommer sollen dann die Veranstaltungs- und Parkplatzflächen hergerichtet werden. Der Vorverkauf für den vom 5. bis 14. Juni 2020 stattfindenden Hessentag soll Mitte 2019 beginnen.

 

Große Freude

Bei der kleinen Delegation war die Freude groß. Bürgermeister Dr. Thomas Stör blickte aber schon nach vorn: »Ab sofort werden alle Beteiligten gemeinsam alles dafür tun, damit der 60. Hessentag ein voller Erfolg wird. Wir freuen uns darauf, alle Hessen in Bad Vilbel begrüßen zu dürfen.« (Foto: Staatskanzlei)

 

Kommentar

Imagegewinn

Für ihr Mineralwasser und die Festspiele ist die Stadt Bad Vilbel seit Langem bekannt. Bald kommt noch der Hessentag hinzu. Der nicht überraschende Zuschlag aus Wiesbaden bedeutet einen Image-Gewinn für die Stadt und ihre Menschen. Dass die größte Wetterau-Stadt ausgerechnet im Jahr 2020 das Fest ausrichten darf, wird sich, angesichts der leicht merkbaren Zahl »zwanzigzwanzig«, noch viele Jahre werbewirksam einsetzen lassen. Doch nun gilt es erst mal, in die Hände zu spucken. Die Vorbereitungen werden allen mehr als nur die normale Arbeit abverlangen. (pe)

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