15. März 2017, 10:19 Uhr

"Explosionsverbrechen"

Versuchte Sprengung vor Gericht

Vier junge Männer müssen sich zurzeit vor dem Landgericht Hanau verantworten. Sie sollen laut Anlage die Sprengung des Geldautomaten der Volksbank in Heldenbergen vorbereitet haben.
15. März 2017, 10:19 Uhr
Die Volksbank in der Windecker Straße in Heldenbergen. (Foto: Pegelow)

Vier junge Männer müssen sich zurzeit vor dem Landgericht Hanau verantworten. Der Tatvorwurf lautet: »Vorbereitung eines Explosionsverbrechens«. Sie sollen laut Anlage die Sprengung des Geldautomaten der Volksbank in Heldenbergen vorbereitet haben. Außerdem wollten sie der Anklage zufolge einen Fahrkartenautomaten in Rodenbach sprengen und in Hanau einen Diebstahl begehen.

Im Strafgesetzbuch heißt es: »Wer zur Vorbereitung einer Straftat (...) Kernbrennstoffe, sonstige radioaktive Stoffe, Sprengstoffe oder die zur Ausführung der Tat erforderlichen besonderen Vorrichtungen herstellt, sich oder einem anderen verschafft, verwahrt oder einem anderen überlässt«, könne mit Freiheitsstrafen von einem Jahr bis zu zehn Jahren bestraft werden.

Den vier Angeklagten im Alter von heute 20 und 24 Jahren werden – in wechselnder Tatbeteiligung – die Vorbereitung der Sprengung eines Geldautomaten in Nidderau, die Verabredung zur Sprengung eines Fahrkartenautomaten in Rodenbach, ein versuchter Einbruchsdiebstahl in Hanau sowie Diebstahl oder Hehlerei in Schwalmstadt zur Last gelegt, sagt Gerichtssprecher Andreas Weiß.

So sollen zwei zur Tatzeit 18 und 19 Jahre alte Angeklagte am 13. September 2015 gegen 23.30 Uhr mit dem Auto eines dritten, zur Tatzeit 22 Jahre alten Angeklagten zu der Bankfiliale in der Windecker Straße in Nidderau-Heldenbergen gefahren sein, um den dortigen Geldautomaten mittels eines – von dem dritten Angeklagten vorbereiteten – Gasgemischs zu sprengen, um das Bargeld zu erbeuten. Nachdem die beiden Angeklagten gegen 23.45 Uhr die Tür zum Vorraum der Bankfiliale aufgebrochen und damit begonnen haben sollen, ein Loch in den Geldautomaten zu bohren, soll ein Alarm ausgelöst worden sein, so beschreibt es Weiß. Daraufhin seien die Angeklagten zu Fuß geflüchtet. Vor der 2. großen Strafkammer als große Jugendkammer des Landgerichts Hanau wurde bereits am Montag und Mittwoch dieser Woche verhandelt, ein dritter Termin ist für den heutigen Mittwoch angesetzt.

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