21. Juni 2019, 08:00 Uhr

Ortsbegehung

Straßen im Neubaugebiet »Kalkofen« sollen Spielstraßen werden

Kinderkrankheiten und Schlüsselthemen hat die Ortsbegehung des Ortsbeirates Groß-Karben im Neubaugebiet »Kalkofen« aufgedeckt. Rund 20 Anwohner nahmen an der Veranstaltung teil.
21. Juni 2019, 08:00 Uhr
Überhöhte Geschwindigkeiten an schwierig einsehbaren Kurven, war ein Schlüsselthema der Ortsbegehung. Die nächste Sitzung des Ortsbeirats findet am 3. September statt. (Fotos: geo)

Die Geschwindigkeit im Wohngebiet hat sich als ein Schlüsselthema der Ortsbegehung herauskristallisiert. So strebte die Stadt erfolglos eine Geschwindigkeitsreduzierung in der Heldenberger Straße auf 30 km/h an. Dies wurde nicht genehmigt. Stattdessen wurde seitens der Stadt nun eine Beschränkung auf 60 km/h Beschränkung in diesem Bereich eingeführt.

»Tempo 60 ist der Kompromiss. Wir werden jedoch zusätzlich an unübersichtlichen Stellen mähen und die Geschwindigkeit per Blitzer überwachen«, sagte Bürgermeister Guido Rahn (CDU). Die Erfahrungswerte der Stadt tendierten dazu, »dass 85 Prozent der Autofahrer korrekt nach den Regeln fahren«. Eine Anwohnerin bemängelte, dass das Mähen an der Einfahrt mit Hanglage nur eine kurzfristige Option sei, um eine Gefahrenlage rechtzeitig zu erkennen. Andere sprachen sich dafür aus, den Bereich zwischen der Umgehungsstraße und der Einfahrt zum Wohngebiet »Kalkofen« als Einbahnstraße auszuweisen. Ein weiterer Vorschlag zielte darauf, die Heldenberger Straße zeitweise in den Hauptverkehrszeiten, wie in der Zeit zwischen sechs und neun Uhr, zur Einbahnstraße umzuwidmen. Konträr zur Heldenberger Straße ist Tempo 30 laut Rahn allerdings am Waldhohlweg möglich.

Steile Treppe am Lindenplatz ein Problem

Ein weiteres Problem im Neubaugebiet stellt die steile Treppe vom Lindenplatz zum Wohngebiet dar. Anwohner mit Rollatoren oder Kinderwagen können diese nicht nutzen. »Das Problem ist der Höhenunterschied des Hanges. Wir müssten eine riesige Rampe bauen und diese auch verkehrstechnisch absichern«, sagte Rahn. Er tendierte dazu, den Waldhohlweg als Hauptweg zu nutzen und diesen mit dem geplanten Bürgersteig auszubauen. Ein Vorschlag eines Anwohners zielte darauf ab, zwischen dem oberen Absatz der Treppe zur Ecke Waldhohlweg/Karbener Weg eine Rampe zu bauen.

Die wichtigste Überlegung während der Ortsbegehung: Die Straßen im Neubaugebiet sollen zu Spielstraßen erklärt werden. »Wir sollten das zunächst in der Stadtverwaltung erörtern und dann einen Termin mit den Bürgern vor Ort im Wohngebiet vereinbaren«, sagte Rahn dazu. Die Anwohner äußerten auch den Wunsch, möglichst bald Straßenschilder im Wohngebiet aufzustellen. Laut Rahn soll diese Maßnahme bis zum Herbst durchgeführt werden. An der Ecke Waldhohlweg/Karbener Weg wird wegen Fahrens mit überhöhter Geschwindigkeit über Schwellen oder einen Spiegel nachgedacht. Rahn gab zu bedenken, dass der Weg zunächst ausgebaut werden muss, bevor geschwindigkeitsreduzierende Maßnahmen getroffen werden können. Auch noch nicht gesetzte Laternen im Neubaugebiet sollen in absehbarer Zeit ergänzt werden. Aufgrund einer CDU-Anfrage teilte Rahn mit, dass der Bau des geplanten Kreisverkehrs an der Bahnhofsstraße zwischen Heldenberger Straße/Homburger Straße auch weiterhin ein wichtiges Thema bleibt.

Keine Enteignung

»Priorität genießt allerdings die Sanierung vor dem Umbau. Die Maßnahme wird frühestens in vier Jahren erfolgen«, sagte Rahn. Aufgrund einer Anfrage der SPD merkte er an, dass die Stadt bei unbewohnten Häusern im Stadtgebiet keine Handhabe besitze, jemanden privat zu enteignen, solange das Haus nicht einsturzgefährdet sei, oder eine Rattenplage drohe. Dies betreffe zwei Dutzend Häuser in Karben.

Die Kastanienbäume im Bereich Spielplatz Limesstraße werden nicht gefällt. Anwohner hatten sich über rutschige Blütenblätter beschwert. »Wir können keine Bäume fällen, nur weil sie blühen«, sagte Rahn.

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