29. April 2019, 21:03 Uhr

Stadt ruft zum Wassersparen auf

29. April 2019, 21:03 Uhr
Avatar_neutral
Aus der Redaktion

Es hat zu wenig geregnet. Der Grundwasserspiegel sinkt. Deshalb bitten Stadt und Kreiswerke Main-Kinzig darum, Trinkwasser zu sparen. In den warmen Tagen um Ostern sei der Verbrauch unüblich für die frühe Jahreszeit angestiegen.

Seit vielen Wochen und Monaten zeige sich die Witterungslage im Main-Kinzig-Kreis anhaltend trocken und im Vergleich zum langjährigen Mittel sehr niederschlagsarm. Nach dem heißen und langen Rekordsommer im vergangenen Jahr sei auch der darauffolgende Herbst vergleichsweise warm und trocken gewesen. Um das Niederschlagsdefizit aus dem Sommer 2018 wieder auszugleichen, habe es im darauffolgenden Winter zu wenig Regen gegeben. »Und auch die Hoffnung auf ein regenreiches Frühjahr wurde bisher weitgehend enttäuscht«, informiert die Stadt in einer Pressemitteilung. Im Vergleich lägen die Niederschläge seit vergangenem Herbst um etwa 30 Prozent unterhalb des langjährigen Mittelwertes. Das sei eindeutig zu wenig. Dies führe im Ergebnis gebietsweise zu sehr niedrigen Grundwasserständen, was einen direkten Indikator für die Verfügbarkeit der Ressource Trinkwasser darstelle.

Kein Trinkwasser einsetzen

Dass mit der relativen Trockenheit im Frühjahr auch die Trinkwasserverbräuche der Bevölkerung steigen, hätten die Kreiswerke Main-Kinzig in den vergangenen sonnigen Tagen rund um Ostern vermehrt festgestellt. Gründe hierfür seien die vermehrte Bewässerung von Grünanlagen und Sportplätzen zum Ausgleich der Trockenheit sowie das Füllen von öffentlichen Schwimmbädern und privaten Swimming Pools.

Gegenwärtig seien die hydrogeologischen Bedingungen – sowohl in den eigenen Gewinnungsgebieten der Kreiswerke als auch denen der Vorlieferanten – noch gegeben, um den aktuellen Bedarf im Versorgungsgebiet aufgrund der vorangegangenen Trockenheit zu decken. Da die Grundwasserpegel jedoch spürbar zurückgegangen seien und ungewiss sei, wie sich die Witterungslage mittelfristig entwickelt, rufen die Kreiswerke Main-Kinzig vorsorglich zu einem bewussten Umgang mit den lokalen Trinkwasserressourcen auf. Es werde daher dringend an die Bürger sowie ansässigen Vereine und Organisationen appelliert, für die Bewässerung von Rasenflächen und anderen Grünanlagen möglichst kein Trinkwasser einzusetzen.

Eventuell könne perspektivisch das Sammeln von Regenwasser in Zisternen für diese Zwecke angedacht werden. Die Kreiswerke wollen die weitere Entwicklung systematisch beaobachten. Im Monatsmittel lägen die Verbrauchswerte gegenwärtig auf dem Niveau üblicher Sommertage, was für die frühe Jahreszeit aber absolut unüblich sei.



0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos