22. April 2019, 19:36 Uhr

Stadt Karben sucht Kooperationen

22. April 2019, 19:36 Uhr
Ansicht des neuen Wohngebäudes von Westen her, von der Berliner Straße und der Hochstraße aus gesehen. (Skizze: pv)

Der knappe Wohnraum ist ständig Thema in der Karbener Kommunalpolitik. Immer wieder wird nach Möglichkeiten gesucht, wie auch in Karben mehr erschwingliche Wohnungen gebaut werden könnten. Dass die stadteigene Wohnungsbaugesellschaft Wobau schon aktiv ist, weiß auch die SPD. Aber deren Stadtverordnete Christel Zobeley hat sich Gedanken darüber gemacht, ob die Stadt nicht auch andere Wohnungsbaugesellschaften mit ins Boot holen könnte. Und sie fragt, ob nicht auch die vom Wetteraukreis geplante Gründung einer eigenen Wohnungsbaugesellschaft hier Abhilfe schaffen könnte. »Eine solche Wohnungsbaugesellschaft wäre hilfreich, um notwendige Wohnprojekte in unserer Stadt umzusetzen«, sagt Zobeley und fragt nach der Position des Magistrats dazu.

Die fällt eindeutig aus. Da das »Konstrukt« bislang nicht zu Ende gedacht sei und zudem gerade von den großen Städten im Kreis kaum die Notwendigkeit einer weiteren Gesellschaft gesehen werde, wäre eine Gesellschaft nur mit kleinen Städten und Gemeinden »für die Stadt Karben wenig attraktiv«. Wie Bürgermeister Guido Rahn (CDU) in der jüngsten Stadtparlamentssitzung hinzusetzte, könne der Magistrat dieses Thema überhaupt erst beraten, wenn der Kreis den Kommunen eine Vorlage zugeleitet habe. Rahn informierte darüber, dass die Stadt in den letzten Monaten vielfältige Gespräche in Sachen Wohnungsbau geführt habe. Ein mittelständisches Unternehmen habe bereits für Kloppenheim eine Vorskizze für schlüsselfertiges Bauen entworfen, »wobei die Preisstruktur allerdings noch nicht so wäre, dass wir dies für beratungsfähig erachten«.

Für den Magistrat kommt die städtische Wohnungskonzern ABG Holding als Partner nicht in Frage. Grund nach Angaben des Stadtoberhauptes: Die ABG halte Monatsmieten von weniger als zwölf Euro für den Quadratmeter angesichts von Grundstücks- und Baukosten für nicht machbar.

Dagegen könnten sich die Stadtoberen durchaus vorstellen, dass die Nassauische Heimstätte in Karben Mietwohnungsbau errichtet. Sie habe Interesse an Projekten in Karben geäußert. Allerdings nur an größer dimensionierten Vorhaben von 50 bis 100 Wohnungen.

An kleinteiligeren Grundstücken habe die GSW ihre Bereitschaft geäußert. Aktuell stehe man in Verhandlungen bezüglich des Projektes »Wohnen im Alter II«. Man wolle aber die Möglichkeiten einer Kooperation im Wohnungsbau vertiefen.

Der Bürgermeister sieht die Priorität auf der stadteigenen Wohnungsbaugesellschaft. Man wolle durch personelle Maßnahmen deren Schlagkraft erhöhen. Rahn nannte in diesem Zusammenhang die laufende Stellenausschreibung für einen Architekten beim Kommunalen Immobilien Management KIM.

Die Baugenehmigung für weitere sieben Wohnungen im Kaicher Weg in Burg-Gräfenrode sei erteilt worden. Von den sieben Wohnungen sollen drei für Inhaber mit Wohnberechtigungsschein bereitgestellt werden.

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