19. Januar 2018, 17:00 Uhr

Erbschaft

Stadt Karben erbt über 112 000 Euro

Die Verantwortlichen der Stadt haben jetzt eine überraschende Einnahme verbucht. Die verstorbene Karbenerin Lieselotte Mais hat der Stadt über 110 000 Euro vererbt.
19. Januar 2018, 17:00 Uhr
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Von Holger Pegelow
Lieselotte Mais, die kurz vor ihrem 95. Geburtstag verstarb, hat die Stadt Karben in ihrem Testament bedacht. (Symbolfoto: dpa)

Über die unerwartete Erbschaft haben Bürgermeister Guido Rahn und Stadtsprecher Hans-Jürgen Schenk auf der monatlichen Magistratspressekonferenz kürzlich informiert.

Lieselotte Ida Emma Fangauf wurde am 26. Mai 1921 in Berlin geboren. Im August 1969 zog sie mit ihrem Mann Adolf Mais nach Karben. Während ihr Ehemann im Februar 1974 verstarb, lebte Lieselotte Mais noch bis Januar 2008 Im Sauerborn in Kloppenheim. Zuletzt verbrachte sie acht Jahre im ASB-Altenzentrum in der Ramonville-Straße, wo sie nur zwei Wochen vor ihrem 95. Geburtstag verstarb. Da das Ehepaar keine Kinder hatte, waren auch keine Erben da. Deswegen hat die Witwe in ihrem Testament bestimmt, dass die Deutsche Krebshilfe, das SOS-Kinderdorf und die Stadt Karben zu gleichen Teilen als Erben eingesetzt werden. Zugunsten der Stadtkasse wurden genau 112 200 Euro überwiesen. Allerdings verfügte die Witwe, dass das Geld zweckgebunden für die Altenhilfe eingesetzt werden solle.

Zweckgebunden für Altenhilfe

»Das ist die größte Spende, die die Stadt je erhalten hat«, freut sich Bürgermeister und Stadtkämmerer Guido Rahn. Es sei eine gute Idee gewesen, das Geld der Stadt zu spenden, in der Frau Mais gelebt habe. Nach Angaben von Rahn wird man das Geld beispielsweise für arme Rentner verwenden, die sich ansonsten keine Eintrittskarte für eine Veranstaltung leisten könnten. »Da können wir unbürokratisch helfen.«

Die Fachleiterin Susanne Schubert hat nach eigenen Angaben die Kontaktdaten etlicher infrage kommender Personen. Rahn möchte jedoch keine Begehrlichkeiten wecken und bittet darum, von Forderungen, wie das Geld verwendet werden soll, abzusehen. »Wir werden diese Erbschaft natürlich zweckgebunden verwenden.« Und eines wünscht sich der Bürgermeister: Dass es einige andere Karbener Lieselotte Mais nachtun. »Das Beispiel sollte Schule machen.«



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