01. Januar 2019, 17:56 Uhr

So erlebte die Polizei die Silvesternacht

01. Januar 2019, 17:56 Uhr
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Aus der Redaktion
Der Jahreswechsel bedeutet für Polizisten eine anstrengende Nacht. (Foto: Christophe Gateau (dpa))

Der Dienst in der Silvesternacht sorgt bei Polizeibeamten selten für ein Lächeln, sind jede Menge Böller und noch mehr Alkohol doch eine ungünstige Kombination für einen ruhigen Abend. Das zeigt auch das Protokoll des Silvester-Nachtdienstes der Polizeistation Bad Vilbel.

19 Uhr

Nach Ablösung des Tagdienstes und Übergabe der Wachgeschäfte kommen die Kollegen zum Abendessen zusammen. Dieses wird jedoch schon nach kurzer Zeit unterbrochen.

19.15 Uhr

Es hat sich ein Unfall in der Rendeler Straße in Klein-Karben ereignet. Zum Glück ist nichts Schlimmes passiert, ein geparktes Auto wurde beim Rangieren gestreift.

19.17 Uhr

Die Polizei erreicht die telefonische Mitteilung, dass ein Collie-Mischling am Quellenhof in Karben entlaufen ist; der Hund hatte sich wohl aufgrund eines Böllers erschreckt.

Ab 20 Uhr

Alle Streifen sind präventiv unterwegs; dabei wird in bestimmten Gebieten auch Fußstreife gelaufen. Die Nacht kann beginnen.

0.10 Uhr

Einige Unbelehrbare haben am Niddaplatz in Bad Vilbel Böller in der Menschenmenge zünden. Glücklicherweise wurde niemand verletzt; vor Ort ist jedoch nicht klar, von welchen Personen genau die Gefahr ausging. Eine Streife bleibt sicherheitshalber vor Ort.

1.01 Uhr

Eine 81-jährige Anwohnerin der Otto-Fricke-Straße in Bad Vilbel meldet, dass es an ihrer Wohnung im Erdgeschoss laute Schläge an der Haustür und der Jalousie geben würde. Die Beamten können keine Beschädigungen feststellen und beruhigen die Dame, da sie wohl nur das Feuerwerk gehört hatte.

1.30 Uhr

Anwohner melden, dass sich am Niddaplatz zwei Personengruppen gegenüberstehen; es würde eine aufgeheizte Stimmung herrschen; außerdem wurde ein Feuer gemacht. Beim Eintreffen der Streifen werden einige Personen kontrolliert. Es habe verbalen Streit gegeben; die Situation kann schnell beruhigt werden. Bei dem Feuer handelt es sich um Papier- und Feuerwerksreste, die Anwohner bereits gelöscht haben.

3.15 Uhr

Ein Polizeirevier in Frankfurt ersucht die Kollegen in Bad Vilbel, nach Dortelweil zu fahren: Die Eltern eines 16-Jährigen mögen informiert werden, dass sich ihr stark alkoholisierter Sohn in Gewahrsam befindet und abgeholt werden kann.

3.22 Uhr

Aus dem Bereich Berger Straße/Bismarckstraße wird eine Ruhestörung durch laute Musik gemeldet. Der Einsatz muss jedoch aufgrund dringlicherer Aufträge zunächst vernachlässigt werden.

3.22 Uhr

Im Hollerweg in Bad Vilbel wird ein randalierender Mann gemeldet, der Mülltonnen auf die Fahrbahn wirft. Der Mann kann beruhigt werden; Freunde bringen ihn heim.

3.24 Uhr

Im Lindenweg in Klein-Karben wird eine größere Personengruppe gemeldet, die sich lautstark streitet. Vor Ort stellt sich die Situation so dar: Es kam nach Böllerwürfen aus einer Personengruppe zu einer Auseinandersetzung, in deren Folge eine Jugendliche durch einen Schlag im Gesicht und zwei Jugendliche durch Schnitte und Stiche mit einem Messer leicht verletzt wurden. Der Täter mit dem Messer war flüchtig, ist aber namentlich bekannt. Es handelt sich um einen 17-jährigen Karbener. Gegen ihn wird ein Verfahren eingeleitet.

4.50 Uhr

Eine Streife wird zu der bereits gemeldeten Lärmquelle in der Berger Straße entsandt. Es handelt sich um eine Hausparty, die bei Eintreffen der Beamten beendet wird.

6.30 Uhr

Nach Fertigung aller Schriftlichkeiten und Übergabe der Dienstgeschäfte an die Kollegen des Tagdienstes sind alle Beamten froh, dass sie unverletzt zu ihren Familien fahren können. Ein aus ihrer Sicht vergleichsweise ereignisarmer Dienst endet. (Foto: dpa)



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