17. Dezember 2018, 21:38 Uhr

Sie planen Kundenkomfort

17. Dezember 2018, 21:38 Uhr
Bürgermeister Thomas Stöhr, Svenja Kost, Claudia Sebastion und Claus-Günther Kunzmann stellen die Umbaupläne vor.

Wie jedes Jahr im Herbst versammelten sich auch in diesem Jahr am 29. Oktober rund 50 Kulturinteressierte bereits um 5 Uhr morgens vor dem Kartenbüro im Klaus-Havenstein-Weg, um als erste Tickets für die Aufführungen der nächsten Bad Vilbeler Burgfestspiele zu ergattern. Früher kommen sie auch künftig nicht rein. Doch werden sie ab der kommenden Saison schneller bedient und haben es wärmer.

»Im Nachtragshaushalt für 2018 hat die Stadtverordnetenversammlung 370 000 Euro für den Umbau des Kartenbüros genehmigt«, erläutert Bürgermeister Thomas Stöhr (CDU). Seitdem haben Festspiel-Intendant und Kultur-Fachbereichsleiter Claus-Günther Kunzmann, Claudia Sebastian vom Kartenbüro und Svenja Kost von der Stadtverwaltung daran gefeilt, die Pläne möglichst schnell umzusetzen.

Den Zuschlag bekommen hat das Architekturbüro Fenchel aus Frankfurt. Auch die ausführenden Baufirmen – alle aus der näheren Umgebung – stehen schon in den Startlöchern. Sie werden im Januar loslegen, wollen rechtzeitig vor der Eröffnung der Burgfestspiele 2019 fertig sein, möglichst im April.

Mehr Platz und mehr Diskretion

Dann werden Kunden vor allem eines vorfinden: mehr Platz. »Die Zwischenwände kommen raus, der Kundenraum wird damit mehr als verdoppelt«, sagt Kunzmann. Wo bislang maximal zwei Angestellte der Stadt Tickets verkauften, sollen es künftig bis zu vier sein. Sie werden auch nicht mehr hinter dem Tresen verschwinden, sondern sitzen auf einem Podest, sodass Ticketverkäufe auf Augenhöhe ablaufen können. Das gilt auch für Rollstuhlfahrer, für sie wird es einen eigenen Verkaufsschalter geben. Für Kunden gibt es weiterhin mehr Diskretion, etwa, wenn sie ihre Geldkarten-Pin eingeben wollen.

Zusätzlich erhält das Büro einen neuen Eingang. Der wird verglast und bietet die Möglichkeit, sich zumindest im Warmen auf den Kartenkauf vorzubereiten. Kunzmann freut sich auch darauf, dass der Container mit Frauen-Toiletten aus dem Hof der Zehntscheune verschwindet und den Blick auf die historische Fassade wieder freigibt. Denn Frauen erhalten im Bürotrakt sechs weitere WC-Kabinen.

An andere Stellen verlegt wird eine Teeküche, ein kleines Lager wird aufgegeben. Trotzdem haben die Mitarbeiter mehr Platz, denn Teile des Telefongeschäfts werden ins nahe Stadthaus verlegt. »Das Kartenbüro hat 20 Jahre hinter sich, die Umsätze heute sind andere, als sie es damals waren«, erklärt Kunzmann. Trotz wachsender Zahlen im Internet- und Telefonverkauf sowie Tickets auf dem Handy gebe es Bedarf für die persönliche Beratung mit Verkauf. »Ohne Schalter wird es auch in Zukunft nicht gehen«, ist Kunzmann überzeugt und verweist auf 40 000 Kulturinteressierte, die als Stammkunden bei den Burgfestspielen registriert sind. Viele von ihnen kämen nicht nur aus dem nahen Umkreis, sondern auch von weiter her, um sich vorab Tickets für Vorstellungen zu sichern. Zudem verkaufe das Kartenbüro ja nicht nur für die Burgfestspiele, sondern auch für andere Veranstaltungen in Bad Vilbel. Und ab nächsten Sommer auch für den Bad Vilbeler Hessentag. Der Andrang wird noch zunehmen. (Foto: Kopp)

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