25. Juli 2018, 19:17 Uhr

Schwitzen für die gute Sache

25. Juli 2018, 19:17 Uhr
Bevor es los geht, kommt Bürgermeister Dr. Thomas Stöhr (M.) zum Start auf die Strecke und schaut sich das Geschehen an. (Foto: cf)

Die Sonne scheint von einem nahezu wolkenlosen Himmel. Die Temperaturen liegen um die 33 Grad. Kein Windhauch sorgt für Abkühlung. Bei der kleinsten Bewegung läuft der Schweiß in Strömen. Und dennoch machen sich mehr als 200 Kinder und Erwachsene zu Fuß, mit Kinderrädern und Kinderwagen auf den Weg von Bad Vilbel nach Bruchköbel. Sie wollen ein Zeichen setzen.

»Eltern schwerstbehinderter, schwerkranker oder behinderter Kinder leben am Rande der Gesellschaft. Ihr Alltag ist geprägt von Sorgen. Sie verbringen viel Zeit mit Pflege, Recherchen und Organisieren. Diese Familien brauchen und verdienen unsere Unterstützung. Davon sind wir beim Philip Julius-Verein (oder Stiftung) überzeugt. Um auf die besondere Situation dieser Familien aufmerksam zu machen, organisieren wir in unserer Region den Kinder-Lebens-Lauf des Bundesverbandes Kinderhospiz«, informiert Geschäftsführerin Nadine Bauer. Ihr überreicht Amelie Reuss vom Kinder-Palliativ-Team Südhessen die symbolische Engelsfackel »Angel«. Unterstützt wird der Lauf organisatorisch und mit Manpower vom SV Gronau, mit Getränken von Hassia Mineralquellen, mit Rinds- und Bratwürstchen vom Frankfurter Fleischgroßhandel Eberhard Friz. Verena Beck von Verenas Blumenparadies in Niederdorfelden spendete die Blumen für den Bühnenschmuck, der Lebensmittelmarkt Tegut versorgte die Läufer mit frischem Obst, die TG Kilianstädten richtete einen Rastplatz ein.

Fußballprofis machen mit

Die Eintracht-Frankfurt-Traditionsmannschaft zeigte Flagge, das DFB-Mobil und die Stadtkapelle Bad Vilbel, die Saxofonist Markus Ludwig vertritt, sind dabei. Die Gronauer Pfarrerin Elisabeth Krause-Vilmar spricht den 2500 Jahre alten Segenswunsch aus dem Alten Testament (Jesaja 40,31): »Aber die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden, dass sie wandeln und nicht müde werden.« Bürgermeister Stöhr, der eine Spende überreicht, lobt: »Dieser Lauf passt zu unserer familienfreundlichen und kinderreichen Stadt, in der das Lebensquell Wasser zu Hause ist.«

Ortsvorsteher Karl Peter Schäfer dankt den Gronauer Vereinen und den Sponsoren für ihre Unterstützung, überbringt die Grüße von Landrat Jan Weckler.

Geballte Fußballkompetenz verkörpern die Ex-Fußballprofis André Wiedener (Abwehr, Eintracht, Werder Bremen), der gebürtige Hanauer Peter Brosi, der aus dem Schwarzwald angereist kam (DFB-Mobil-Koordinator Südbaden), Ronni Borchers (Mittelfeld, Ex-Nationalspieler), Dietmar Roth (Innenverteidiger Eintracht, 1988 DFB Pokalsieger) und Holger Friz (Stürmer, Eintracht, 1988 DFB Pokalsieger). Die Spieler haben bereits mehrere Benefizspiele bestritten, geben beim Lauf ihre Premiere. Bevor der von Melanie Minkel und ihrem schwerstbehinderten Sohn Janosch (13) angeführte Kinder-Lebens-Lauf startet, nutzten 46 Kinder in der Breitwiesenhalle bei sechs DFB-Mobil-Mitarbeitern die Gelegenheit, ihr Fußballabzeichen zu erwerben. Beim Dribbeln, Kurzpässe- und Tore Schießen, machten selbst die Jüngsten voller Begeisterung mit.

Die Kinder vertrieben sich beim Kinderlauf die Zeit mit dem Lösen kniffliger Rätsel und Aufgaben. Trotz mörderisch hoher Temperaturen »auf dem Äppelwoi-Fernwanderweg hatten wir sogar 37 Grad«, sagt Nadine Bauer, sind alle zwar erschöpft, aber glücklich und sicher dank Polizeieskorte im Ziel in Bruchköbel angekommen.

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