22. August 2019, 19:53 Uhr

Schwimmbad soll attraktiver werden

22. August 2019, 19:53 Uhr
Ein Beispiel, wie die Attraktivität des Schwimmbades durch Außen-Spielanlagen erhöht werden kann - vorgestellt in der Ausschusssitzung. (Foto: Niehoff)

Seit 2014 zieht das Karbener Schwimmbad von Jahr zu Jahr mehr Besucher an. Waren es 2014 noch rund 55 000, so stieg die Anzahl 2018 auf über 88 000 an, 2019 könnten es sogar 98 000 Besucher werden. Diese Zahlen gab Bürgermeister Guido Rahn (CDU) in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschuss am Mittwochabend bekannt. Da das Schwimmbad aber weiterhin rote Zahlen schreibt, werden im Rathaus, aber auch bei den politischen Parteien nach neuen Wegen gesucht. Einen will die CDU mit ihrem Antrag, den Außenbereich des Schwimmbades für die Besucher des Bades öffnen zu wollen und mit Brunnen, Wasserspiele oder Ähnlichem für neue Betätigungsfelder und Abwechslung zu sorgen. Des Weiteren beantragte die CDU, den Kindern aller Karbener Kindergärten zum Ende ihrer Kindergartenzeit eine Sommerferienkarte zu schenken, um die Bindung zum Karbener Schwimmbad zu stärken. Eine Maßnahme, die jährlich bei rund 200 Kindern äußerstenfalls 6000 Euro kosten würde, aber viele neue Kunden, zum Beispiel die Eltern dieser Kinder, gewinnen könnte. In diesem Zusammenhang gab Rahn einen ersten Überblick über mögliche Spielgeräte im Außenbereich. Die Kosten für Anschaffung und Aufstellen bezifferte er mit rund 150 000 Euro.

Der Rathauschef präsentierte in der Sitzung aber noch einen weiteren Vorschlag. »In manchen Klassen können mehr als die Hälfte der Schulanfänger noch nicht schwimmen. Warum spendieren wir denen nicht einen kostenlosen Schwimmkurs. Dann können am Ende der 1.Klasse wenigstens alle Kinder schwimmen?«, regte Rahn an. Karben nehme damit eine Vorreiterstellung in Deutschland ein. Der CDU-Antrag wurde mit einer Gegenstimme gebilligt.

Einstimmig beschlossen hingegen wurde der Antrag der Verwaltung auf Erteilung einer Ausfallbürgschaft

Einstimmig für Zweitwohnungssteuer

über einen Betrag von maximal sechs Millionen Euro zur Finanzierung der treuhänderischen Entwicklung des Wohngebietes »Nördlich der Fuchslöcher« im Stadtteil Petterweil. Die Firma Terramag, die im Auftrage der Stadt das Wohngebiet und den neuen Feuerwehrpunkt am Eingang von Peterweil errichten soll, erhält damit zur Finanzierung der damit verbundenen Maßnahmen Kommunalkreditkonditionen. Der Kredit wird später durch den Verkauf der Grundstücke zurückgezahlt.

Ebenfalls einstimmig beschlossen wurde die Einführung einer Zweitwohnungssteuer. Ausnahmen soll es dabei unter anderem für Heranwachsende bis 21 Jahre geben, die studieren oder sich in anderweitiger Ausbildung befinden oder für Senioren, die ihre Zweitwohnung in einem Alten- oder Pflegeheim haben.

Zunächst auf ihre Machbarkeit hin prüfen soll die Verwaltung erst einmal die Anregung der CDU-Fraktion, Ordnungswidrigkeiten wie beispielsweise Falschparken durch Bürger über das Internet online melden zu lassen. Zur Begründung wird angeführt, dass die Stadtpolizei nicht jederzeit überall anwesend sein könne. Es gebe dafür eine sogenannte App im Internet, die Namensnennung und eindeutige Identifikation des Anzeigenden voraussetzt. »Ich möchte nämlich nicht, dass Karben zu einer Stadt der anonymen Denunzianten wird«, empfahl Rahn. Bei dieser App muss nämlich ein Formular online ausgefüllt werden, welches alle relevanten Daten als Pflichtfelder beinhaltet, sowie die Möglichkeit besitzt, ein Foto anzufügen. Die Meldung setzt voraus, dass der Melder auch vor Gericht als Zeuge auftritt, womit anonymes Denunziantentum weitestgehend unterbunden wird. Dieser Prüfauftrag wurde bei drei Enthaltungen angenommen.

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